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Im Kollektiv Leistung nicht gebracht

 Da hilft auch kein gutes Zureden: Für Trainer Tony Hennersdorf (Mitte) und die SV-A-Junioren lief gegen Balingen wenig zusammen. Foto: mw
Da hilft auch kein gutes Zureden: Für Trainer Tony Hennersdorf (Mitte) und die SV-A-Junioren lief gegen Balingen wenig zusammen. Foto: mw FOTO: mw
Zweibrücken. Schnell wieder abhaken müssen die Bundesliga-Junioren des SV 64 Zweibrücken die herbe Pleite im Heimspiel gegen Balingen. Kein Spieler fand gegen den Ligadritten zur Normalform. Am Ende stand ein 21:34 auf dem Spielbogen. Christian Gauf

Völlig chancenlos waren die Zweibrücker Junglöwen im Heimspiel gegen die JSG Balingen /Weilstetten. Ein klarer Leistungsunterschied zwischen dem Tabellendritten der Junioren-Bundesliga und den fünftplatzierten 64ern von Anfang an erkennbar. Am Ende mussten sich die Rosenstädter mit 21:34 (9:16) geschlagen geben.

Bei den Zweibrückern machte sich das krankheitsbedingte Fehlen von Toptorschütze Robin Egelhof ebenso bemerkbar, wie die Tatsache, dass Kapitän Nils Wöschler wegen einer Fußverletzung nicht mitspielen konnte. SV-Trainer Tony Hennersdorf hatte zu Beginn Jugendnationalspieler Björn Zintel auf der Auswechselbank gelassen, während mit Jerome Müller der zweite Jugendnationalspieler im rechten Rückraum auflief.

Allerdings leisteten sich die SVler in der hektischen Anfangsphase einige unvorbereitete Torabschlüsse, die die flinken Balinger zu einfachen Kontertoren nutzten. Nach 20 Spielminuten lagen die Gäste deutlich mit 5:11 in Front. Die Zweibrücker Junglöwen bekamen während des gesamten Spieles in der Abwehr keinen Zugriff auf die gegnerischen Rückraumakteure. Bereits zur Pause war eine Vorentscheidung gefallen, Balingen führte 16:9. Als klar war, dass die Junglöwen in diesem Spiel nicht mehr herankommen würden, schonte Hennersdorf die beiden Jugendnationalspieler Zintel und Müller, die am Sonntag auch noch in der Dritten Liga zum Einsatz kommen sollten, setzte er vermehrt auch jüngere Spieler ein.

Am Ende konnten die 64er diese Begegnung unter der Rubrik "Erfahrungen gesammelt" abhaken. "Wir haben heute kollektiv nicht das gebracht, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten", lautete das Fazit des Zweibrücker Trainers. Mit 17:17-Punkten bleiben die 64er trotz der deutlichen Niederlage vorerst auf dem fünften Tabellenplatz.

Zweite zurück in Erfolgsspur

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Nordsaar und Kirkel zeigte die zweite Männermannschaft der Zweibrücker Löwen am Samstagabend gegen den TV Merchweiler wieder eine ansprechende Leistung und gewann in einer kurzweiligen und flotten Saarlandliga-Begegnung am Ende deutlich mit 33:28 (16:15).

Neben Torhüter Philipp Serr, der seiner Mannschaft ein starker Rückhalt war, war es insbesondere auch die Zweibrücker Rückraumreihe in der Besetzung Thomas Zellmer, Oliver Burkart und Maxi Reisel, die starke Akzente setzen konnte. Außerdem gelang es immer wieder, Kreisläufer Sebastian Eisel hervorragend in Szene zu setzen, der schließlich ebenfalls sieben Tore zum klaren Heimsieg beisteuerte.

Dass die Begegnung letztlich so deutlich ausgehen würde, damit war lange Zeit nicht zu rechnen. Nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf und einer 4:3-Führung der SV-Zweiten, rissen die Gäste das Spielgeschehen immer mehr an sich. Mitte der zweiten Halbzeit lag der TVM somit bereits deutlich mit 6:11 vorne.

SV-Trainer Jürgen Müller nahm deshalb sein Team-Time-out, stellte etwas um und erreichte damit, dass seine Mannschaft nun wieder wesentlich aggressiver verteidigte. Und auch die Angriffe wurden jetzt wesentlich konzentrierter abgeschlossen. Bereits fünf Minuten später hatten die 64er den Spielstand beim 12:12 egalisiert und ging kurz vor der Pause sogar mit 16:14 in Führung.

In der zweiten Hälfte blieb es zunächst weiterhin eng, ehe es der SV-Zweiten in der 46. Spielminute beim 25:22-Zwischenstand erstmals gelang, eine Drei-Tore-Führung herauszuwerfen. In dieser Phase bekam die Mannschaft von Trainer Jürgen Müller das Spiel immer besser in den Griff, stand in der Defensive sicherer und kontrollierte den TV Merchweiler fast nach Belieben.

Die endgültige Entscheidung zugunsten der 64er fiel fünf Minuten vor Spielende. Bei den Gästen mussten Lukas Will, Philipp Michel und Tobias Bernadi gleichzeitig mit Zeitstrafen auf der Auswechselbank Platz nehmen, und die SV-Zweite zog auf 32:25 davon. Am Ende gelang dem TV Merchweiler nur noch eine leichte Ergebniskorrektur zum 33:28-Endstand.