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Handball-Saarlandliga
HWE Homburg mit Personalsorgen vor Aufstiegsspielen

 Nach seiner Disqualifikation droht HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer (vorne) eine Sperre für das erste Aufstiegsspiel.
Nach seiner Disqualifikation droht HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer (vorne) eine Sperre für das erste Aufstiegsspiel. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Homburg. Neben einigen Verletzten könnte auch Spielertrainer Thomas Zellmer nach einer Blauen Karte im letzten Saisonspiel in der Relegation fehlen. Von Markus Hagen

Verpatzte Generalprobe für die HWE Homburg. Der Meister der Handball-Saarlandliga verlor sein letztes Saisonspiel in eigener Halle mit 26:29 (12:13) gegen die HSG TV Altenkessel/ATSV Saarbrücken. Eine Woche vor dem ersten Aufstiegsspiel zur RPS-Oberliga am kommenden Samstag um 19.30 Uhr zuhause gegen den TV Bodenheim, gab es Licht und Schatten beim stark ersatzgeschwächten HWE-Team um Spielertrainer Thomas Zellmer.

Zellmer hatte auf zahlreiche angeschlagene Spieler verzichtet. Michael Mathieu, Philipp Daume, Daniel Sorg, Leo Frisch und Niclas Omlor fehlten verletzungsbedingt. „Wir wollten vor den drei Relegationsspielen kein Risiko eingehen“, nahm Zellmer die Niederlage daher eher gelassen hin. Im Gegensatz zu seiner Blauen Karte, die er in der 55. Minute erhielt. Der HWE-Spielertrainer stand in dieser Minute im Blickpunkt des Schiedsrichtergespanns: Zunächst bekam Zellmer seine erste Zwei-Minuten-Zeitstrafe, weil er beim Schiedsrichter protestierte, dass dieser die Zeit nicht angehalten habe. „Daraufhin habe ich so etwas wie ‚Das ist aber spitze‘ gesagt und bekam die Rote Karte!“ Beim Verlassen des Spielfeldes habe er sich mit der Hand den Schweiß aus dem Gesicht gewischt. Doch dies sei vom Schiedsrichter als „Scheibenwischer“ interpretiert worden. Es gab die Blaue Karte für Zellmer, der dann wohl nach einem Sonderbericht der Unparteiischen für die Aufstiegsspiele gesperrt wäre. „Selbst die Saarbrücker Spieler und deren Trainer fanden die Entscheidung absolut nicht nachvollziehbar“, so Zellmer. Die HWE wird gegen die mögliche Sperre Protest einlegen. „Ich bin zuversichtlich, dass ich spielen kann und die Blaue Karte keine Auswirkungen für mich hat“, so der Spielertrainer.

Das Rumpfteam der HWE lag zunächst einmal durch Lukas Glück mit 1:0 in Führung. Danach legte die HSG TV Altenkessel/ATSC Saarbrücken los. Nach knapp sieben Minuten führte die HSG mit 6:2 und bis zur wenige Minuten vor der Halbzeit konnten die Gäste ihre klare Führung, teilweise mit sechs Toren, behaupten. Beim Spielstand von 9:13 verkürzte die HWE mit einem 3:0-Lauf durch Treffer von Hendrik Schmidt, Philip Rauchschwalbe und einem Sieben-Meter von Zellmer zum knappen 12:13-Pausenrückstand.



Der Meister hatte scheinbar die Wende geschafft. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte war die Partie nun wieder offen. Beim Spielstand von 19:17 durch Hendrik Schmidt lag die HWE sogar mit zwei Toren vorne. Schmidt (42.) traf sogar zum 21:18 für den Gastgeber. Doch ein Saarbrücker 5:0-Lauf drehte die Partie erneut. „Wegen der vielen Ausfälle war unsere Bank dünn besetzt, wir konnten nur wenig wechseln“, nennt Zellmer Gründe für die Niederlage. Der HWE gingen die Kräfte aus und nach 60 Minuten hatte sich die HSG aus Saarbrücken mit 29:26 durchgesetzt. Neben der Blauen Karte für Zellmer, dürfte der HWE zudem die Verletzung von Christian Boscolo schmerzen. Er droht wegen einer Bänderverletzung für die Aufstiegsspiele komplett auszufallen.

Das erste Relegationsspiel absolviert die HWE in der Sporthalle der Robert-Bosch-Schule am 5. Mai um 19.30 Uhr gegen den Rheinhessen-Meister TV Bodenheim. Am 10. Mai wird man um 18 Uhr beim Pfalzmeister HSG Eckbachtal antreten, ehe die HWE am 12. Mai um 19.30 Uhr beim Meister der Rheinland-Liga, der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch, spielt.