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Hüther landet großen Coup

 Marlene Hüther hat gut lachen: Die Schwimmerin der Wassersportfreunde Zweibrücken holte in Wuppertal ihre erste Medaille bei den Aktiven. Foto: mirko seifert
Marlene Hüther hat gut lachen: Die Schwimmerin der Wassersportfreunde Zweibrücken holte in Wuppertal ihre erste Medaille bei den Aktiven. Foto: mirko seifert FOTO: mirko seifert
Wuppertal. Ihren wohl größten Erfolg hat Marlene Hüther gestern Nachmittag gleich zum Auftakt der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften gefeiert: Die Schwimmerin der Wsf Zweibrücken gewann in Wuppertal Silber über die 400 Meter Lagen – die erste Medaille bei den Aktiven für die 16-Jährige. Svenja Kissel

Gleich zum Auftakt der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Aktiven hat Marlene Hüther eine riesige Überraschung gelandet. Die 16-jährige Schwimmerin der Wsf Zweibrücken sichert sich Silber über 400 Meter Lagen. "Damit war absolut nicht zu rechnen, es ist unfassbar", sagt der Landestrainer des Saarländischen Schwimm-Bundes (SSB), Ralf Steffen. Vor allem nicht mit der hervorragenden Zeit von 4:36,79 Minuten, mit der sie in Wuppertal hinter der Siegerin Theresa Michalak anschlug, die in 4:33,25 Minuten die Norm für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Doha knackte.

Marlene Hüther, die über diese Strecke bereits beim internationalen Schwimmfest in Aachen vor wenigen Wochen im Schlepptau der niederländischen Weltklasse-Schwimmerin Femke Hemskerk in 4:40,32 Minuten überzeugte, verwies die Magdeburgerin Franziska Hentke auf Rang drei (4:37,63 min). "Das ist auf jeden Fall ihr bisher größter Erfolg", freut sich der Wsf-Vorsitzende Thomas Wolf . Überrascht ist auch er, dass Hüther ihre Bestmarke auf der Lagenstrecke gleich noch mal um vier Sekunden verbessert hat. Steffen hatte vor der Meisterschaft erklärt, dass große zeitliche Sprünge nicht zu erwarten seien, da die Dietrichingerin aus vollem Training zur DM gefahren ist, vorher den Umfang nicht reduziert hat. "Dass sie es nach der enormen Steigerung im Herbst noch einmal geschafft hat einen draufzusetzen, ist erstklassig", lobt Wolf die Qualitäten Hühters.

Sechs weitere Einzelstrecken nimmt Hüther bei der DM noch in Angriff. Sie startet neben den 100 und 200 Metern Brust über vier Freistil-Distanzen von 100 bis 800 Meter. Ihre Paradedisziplin bleiben die Brust-Strecken, wo sie schon in den Vorjahren die Endläufe bei den Deutschen Meisterschaften erreichte. Dies sei über die beiden Distanzen auch in Wuppertal ihr Minimalziel, erklärt Steffen. Er warnt aber davor, nach dem tollen Auftakt gestern Nachmittag in der Schwimmoper in Wuppertal zu viel von Hüther zu erwarten. "Der Auftakt war super, wir nehmen das gute Gefühl mit", aber der Wettkampf müsse bis nach der letzten Strecke am Samstag abgehakt sein. "Sie wird aufgrund des Trainingspensums zuletzt wahrscheinlich Tag für Tag abbauen, eher fällt es dann über die längeren Strecken leichter", vermutet auch Thomas Wolf . Der Wsf-Vorsitzende ergänzt, er lasse sich aber gerne weiter von Hüther überraschen.