| 00:00 Uhr

Hüther für Kurzbahn-WM nominiert

 Geschafft: Mit ihrer fünften Medaille beschließt Marlene Hüther die Kurzbahn-DM. Foto: Mirko Seifert
Geschafft: Mit ihrer fünften Medaille beschließt Marlene Hüther die Kurzbahn-DM. Foto: Mirko Seifert FOTO: Mirko Seifert
Wuppertal. Ein überragender Auftritt bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften ging für Marlene Hüther am Wochenende mit zwei weiteren Erfolgen zu Ende: Bronze gab es über 200 Meter Brust, über 800 Meter Freistil unterbot sie die DSV-Norm für die WM in Doha. Thomas Wolf

Keine Spur von Müdigkeit hat Wsf-Schwimmerin Marlene Hüther auch am letzten Tag der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften gezeigt. Mit Bronze über 200 Meter Brust stockte die 16-Jährige ihr Medaillenkonto auf fünf auf. Zudem knackte die Schwimmerin der Wassersportfreunde Zweibrücken als Vierte die WM-Norm über die 800 Meter Freistil und wurde von Bundestrainer Henning Lambertz für die Weltmeisterschaft vom 3. bis 7. Dezember in Doha /Katar nominiert.

Am Samstagmorgen qualifizierte sich Hüther zunächst über die Bruststrecke fast in Bestzeit als Dritte für den Endlauf. Dort stand dann zum Abschluss nochmals ein Mammutprogramm an. Innerhalb weniger Minuten stand sie zuerst im schnellsten Lauf über die 800 Meter Freistil und abschließend im Finale über die 200 Meter Brust auf dem Startblock. Beides geriet zur Demonstration der Stärke. Über die Freistil-Distanz kämpfte sie gegen die neun Jahre ältere Franziska Hentke (Magdeburg) um Bronze. Hüther lag bis zur 750-Meter-Marke stets wenige Hundertstel vor der Rivalin und musste sich erst auf der letzten Bahn hauchdünn geschlagen geben. In 8:31,00 Minuten verbesserte sie sich aber erneut nicht nur um über vier Sekunden, sondern unterbot auch die vom DSV gesetzte Norm für die Kurzbahn-WM. Wenig später stand dann als letzter von insgesamt 14 Starts bei diesen Titelkämpfen das 200-Meter-Brust-Finale an. In 2:25,90 Minuten steigerte sich Hüther erneut um fast unglaubliche 3,2 Sekunden, verbesserte dabei den deutschen Altersklassenrekord und gewann zum Abschluss Bronze hinter Michelle Lambert (2:25,05) und Vanessa Grimberg (2:23,24). Eine Glanzleistung der besten Nachwuchsschwimmerin bei diesen Titelkämpfen.

"Für Marlene ging ein Wahnsinnswettkampf zu Ende", wie SSB-Landestrainer Ralf Steffen beschreibt. Mit zweimal Silber, drei Bronzemedaillen, zwei deutschen Altersklassenrekorden und Steigerungen über alle Freistilstrecken sowie die 400 Lagen schwamm die 16-Jährige zur Überraschung vieler Experten bereits in die deutsche Spitze vor. Obwohl die Angehörige des Perspektivkaders für die Olympischen Spiele 2016 den Fokus derzeit eigentlich auf die kommende Langbahnsaison legt.

Etwas im Schatten von Hüther schwamm Vanessa Dehaut eine gute Meisterschaft. Nach Bestzeit über 200 Meter Rücken überzeugte sie auch über die 100 Meter. In 1:04,69 Minuten verfehlte sie ihre Bestzeit um wenige Hundertstel, belegte am Ende Rang 30 im Feld der besten deutschen Rückenschwimmerinnen.