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Kolumne
Hornissen im Sinkflug

FOTO: Roby Lorenz / SZ
Von Eric Kolling

EHCZ-Trainer Tomas Vodicka ist derzeit eine arme Socke. Das entscheidende Stichwort heißt Motivation. Der Slowake steht grundsätzlich vor der undankbaren Aufgabe, ein Regionalliga-Team zu Höchstleistungen anzuspornen, obwohl die Kassenlage des Clubs einen Aufstieg kategorisch ausschließt. Dabei will jeder Sportler Perspektiven, um das Bestmögliche aus sich herauszuholen: Siege, Meisterschaften und eben Aufstiege. Die sind in Zweibrücken gedeckelt. Daher kommen vor allem Akteure zum EHC, die den Club als Durchgangsstation verstehen. Doch diese Saison stellten sie sich zu sehr selbst ins Schaufenster für größere Clubs, vergaßen den Teamgedanken. Daher machen Vodicka auch die Ergebnisse zu schaffen, es bestehen nur noch theoretische Minichancen auf eine Play-Off-Teilnahme. Die zu erreichen war offiziell das Minimalziel. Kaum machbar nach den nichtkompensierten Abgängen von Stand-By-Spieler Benedikt Peters, Ryan McDonald und Tom Tracy. Also auch noch eine missglückte Kaderplanung. Als Konsequenz (wohl) geplatzter Träume verlassen mit Kenneth Matheson und Aric Schinke zwei Leistungsträger den Club noch in der laufenden Runde. Die Spirale dreht sich nach unten. Sie zu durchbrechen, wird schwer. Vielleicht gelingt es Vodicka ein Stück weit, wenn er selbst wieder aufs Eis geht und Tore schießt. Den Rest muss die Vereinsspitze erledigen.