| 23:10 Uhr

EHC Zweibrücken
Werths Doppelpack reicht nicht zum Sieg

  Hornets-Stürmer Christian Werth (Mitte) schlug am Freitag gegen die Rebels doppelt zu. Zwar verloren die Zweibrücker im Penaltyschießen. Weil es nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden hatte, gab es aber zumindest einen Punkt.
Hornets-Stürmer Christian Werth (Mitte) schlug am Freitag gegen die Rebels doppelt zu. Zwar verloren die Zweibrücker im Penaltyschießen. Weil es nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden hatte, gab es aber zumindest einen Punkt. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Der EHC Zweibrücken muss sich in der Eishockey-Regionalliga mit einer Rumpftruppe bei den Stuttgarter Rebels knapp im Penaltyschießen geschlagen geben.

Das Auswärtsspiel des EHC Zweibrücken in der Eishockey-Regionalliga am Freitagabend bei den Stuttgarter Rebels (wir berichteten kurz) stand schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern. Neben dem gesperrten Claudio Schreyer fehlten den Hornets auch der erkrankte Marc Lingenfelser, die verletzten Calvin Engel und Florian Wendland sowie die verhinderten Marcel Hoffmann, Marco Voltz und Fabian Fellhauer. Trotz des Rumpfkaders zogen sich die Zweibrücker gut aus der Affäre – mussten sich aber nach Penaltyschießen knapp mit 2:3 geschlagen geben. Durch das Remis in der regulären Spielzeit brachten die Hornets zumindest einen Zähler zurück in die Rosenstadt.

Der personelle Engpass der Zweibrücker war auf dem Spielberichtsbogen schnell ersichtlich: 17 Spieler der Rebels waren dort aufgeführt – aber nur elf Hornissen. Der deutlich größere Kader der Schwaben machte sich im ersten Spieldrittel vor 314 Zuschauern – darunter rund 30 aus Zweibrücken – aber nicht bemerkbar. Im Gegenteil: Der EHCZ dominierte die Anfangsphase. Aber die Hornets belohnten sich nicht für ihren couragierten Auftritt, vergaben mehrere gute Chancen – und ließen zudem zwei Überzahlsituationen nach Zeitstrafen gegen die Hausherren ungenutzt. Und dennoch: Stuttgart konnte sich vor allem bei Torwart Jannis Ersel bedanken, dass es beim Stand von 0:0 in die Drittelpause ging.

Im zweiten Abschnitt machte die Mannschaft von Trainer Terry Trenholm zunächst da weiter, wo sie aufgehört hatte. Marco Trenholm setzte Kontingentspieler Dan Radke in Szene. Der Kanadier hatte frei vor dem Stuttgarter Schlussmann die Riesenchance zur Führung – brachte den Puck aber nicht im Tor unter.



Dann der Schock: Im direkten Gegenzug leistete sich die Hintermannschaft der Hornets einen vermeidbaren Puckverlust. Der Stuttgarter Tim Becker behielt die Nerven und stellte den Spielverlauf mit seinem Treffer zum 1:0 auf den Kopf. Der EHCZ berappelte sich aber rasch: Robin Spenler leitete einen Konter ein, passte auf Dustin Bauscher – aber auch der Neuzugang fand in Ersel seinen Meister. Erst in der 35. Minute erzielte Zweibrücken den verdienten Ausgleich. Über Marco Trenholm und Max Dörr landete der Puck bei Stürmer Chris Werth, der das 1:1 markierte.

Doch mit zunehmender Spieldauer machte sich der breitere Kader der Gastgeber bemerkbar. Nicht einmal zwei Minuten nach dem Ausgleich tauchten gleich zwei Stuttgarter frei vor Hornets-Torwart Steven Teucke auf: Fabio Laule traf zum 2:1. Die Rebels bekamen Oberwasser, drängten auf den dritten Treffer, doch Teucke hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel.

Im Schlussabschnitt mobilisierten die Zweibrücker ihre letzten Reserven. Bauscher und Vladimir Zvonik bedienten Werth – und der überwand Ersel zum zweiten Mal an diesem Abend (43.). Im Anschluss hatten beide Mannschaften Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. Doch selbst vielversprechende Überzahlsituationen wurden von den beiden starken Goalies zunichte gemacht. Als die Schluss-Sirene ertönte, stand es noch immer 2:2. Die Entscheidung musste im Penaltyschiessen fallen.

Und auch hier zeigten die beiden Torhüter ihre ganze Klasse. Auf Seiten der Hornets scheiterten Zvonik, Radke und Doppeltorschütze Werth. Aber auch Teucke ließ sich zunächst nicht überwinden. Doch nach den drei Schützen wurde die Reihenfolge gewechselt. Während bei den Zweibrückern auch Kapitän Stephen Brüstle den Puck nicht über die Torlinie brachte, traf Stuttgarts Morgan Reiner mit einem satten Schuss in den Winkel mitten ins Hornets-Herz und sicherte seinem Team damit den Extra Punkt.