| 20:37 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Hornets rutschen aus Playoff-Rängen

 Die drei Treffer von Kenny Matheson (links) haben den Hornets am Sonntagabend in Eppelheim nicht weitergeholfen. Mit 4:8 musste sich der amtierende Meister geschlagen geben.
Die drei Treffer von Kenny Matheson (links) haben den Hornets am Sonntagabend in Eppelheim nicht weitergeholfen. Mit 4:8 musste sich der amtierende Meister geschlagen geben. FOTO: Marco Wille; (mw); www.marcowill / Marco Wille
Eppelheim. Eishockey-Regionnaliga: Hornets verlieren 4:8 in Eppelheim. Hoffnung auf Wiedergutmachung zum Jahresabschluss.

Trainer Tomas Vodicka ist angefressen. Durch die 4:8 (0:2/2:4/2:2)-Niederlage seines EHC Zweibrücken beim EC Eppelheim am Sonntagabend ist die Mannschaft von Platz drei auf fünf – und damit aus den Playoff-Rängen – gerutscht. Um das Minimalziel, Einzug in die Playoffs, noch zu erreichen, muss der amtierende Meister der Eishockey-Regionalliga Südwest in den verbleibenden Rundenspielen Vollgas geben. Ein ganz anderes Gesicht zeigen, als bei den Eisbären. „Wenn man nicht als Mannschaft auftritt und jeder meint, er könnte es alleine regeln und die Schuld bei den anderen suchen, dann hat man momentan in der Liga nichts verloren“, fand Vodicka klare Worte für seine Spieler.

Ohne große Gegenwehr kamen die Gastgeber am Sonntag zu ihren ersten Treffern. Gut die Hälfte des Spiels haben die Hornets in Eppelheim komplett verpennt. Vergaben die Gastgeber zunächst auch einige Chancen, trafen sie nach zehn Minuten durch Marc Burns zur ersten Führung. Colin McIntosh legte kurz vor Ende des ersten Drittels zum 2:0 der Hausherren nach. Von einem Aufbäumen der Zweibrücker war auch zu Beginn des zweiten Abschnitts nichts zu spüren. Der EC legte schnell per Doppelschlag nach – und schon stand es 0:4 aus Sicht der Gäste. Erst in der 30. Minute gelang den Hornets das erste Tor durch Kenny Matheson auf Vorlage von Stephen Brüstle. Allerdings trafen die Eppelheimer auch danach munter weiter. Bei einem weiteren Tor von Matheson (39.) bauten die Gastgeber ihre Führung bis zum Ende des zweiten Durchgangs auf 6:2 aus. Nachdem die Eisbären im letzten Drittel sogar auf 8:2 (47., 53.) davonzogen, waren die beiden weiteren Treffer durch Marc Lingenfelser und noch einmal Kenneth Matheson (58., 59.) nicht mehr, als Ergebniskorrektur. Frustriert reagierten die Hornets auf die Klatsche. So erhielt Mathesonin der 60. Minute gar noch eine Spieldauerstrafe wegen einer Schlägerei, nach der auch Mathesons Kontrahent Lars White duschen gehen durfte. Damit wird der Kanadier dem EHC im letzten Spiel des Jahres am kommenden Freitag, 20 Uhr, beim Tabellenzweiten SC Bietigheim-Bissingen fehlen. In einer von vielen Strafen geprägten Partie erhielt der EHC insgesamt 59 Strafminuten, Eppelheim am Ende 37.

„Die Strafen waren aber nicht der Knackpunkt“, erklärte Vodicka. Vielmehr sei es die mangelnde Teamfähigkeit gewesen. „Wir müssen uns zusammensetzen und eine Lösung finden. So macht das einfach keinen Spaß. Es kostet auch viel unnötige Kraft, sich jedes mal nach dem Spiel aufzuregen. Da muss sich jeder im Verein hinterfragen, jeder Spieler und jeder Trainer“, sagte Vodicka weiter. „Wir müssen auch jetzt mit den Planungen für die kommende Saison beginnen, damit das in dieser Form nicht mehr passiert“, schaut der Hornets-Coach bereits über den letzten Spieltag hinaus.



Doch noch will er das große Saisonziel nicht abhaken. „Wir müssen schauen, dass wir in die Playoffs kommen. Das wird schwer, aber es ist nach wie vor machbar. Das geht aber auch nicht von heute auf morgen. Deshalb sollten wir dringend am Freitag punkten, auch wenn das ein sehr guter Gegner ist.“