| 20:20 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Hornets mit Vollgas Richtung Playoffs

 Starkes Debüt: Als echte Verstärkung erwies sich Hornets-Neuzugang Brad Cuzner (Mitte) in den beiden Spielen am Wochenende.
Starkes Debüt: Als echte Verstärkung erwies sich Hornets-Neuzugang Brad Cuzner (Mitte) in den beiden Spielen am Wochenende. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Zweibrücken. Dem 10:1 in Mannheim lässt der EHC Zweibrücken keine 24 Stunden später einen 5:3-Heimsieg gegen Hügelsheim folgen. Neuzugang Brad Cuzner überzeugt mit je zwei Treffern für den amtierenden Meister der Regionalliga Südwest.

Der EHC Zweibrücken hat in der Eishockey-Regionalliga Südwest am Wochenende sechs Punkte eingefahren und ist dadurch auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt. Die Hornets gewannen am Samstagabend bei den Maddogs Mannheim mit 10:1 (4:1/5:0/1:0), keine 24 Stunden später folgte zuhause gegen die Baden Rhinos Hügelsheim ein 5:3 (0:0/3:2/2:1). Trainer Tomas Vodicka erklärte, sein Team habe in beiden Spielen fast alles richtig gemacht und sei nun vor den drei letzten anstehenden Spielen in diesem Jahr gegen Heilbronn, Eppelheim und Bietigheim auf einem „sehr guten Weg“. Neuzugang Brad Cuzner traf in beiden insgesamt Spielen vier Mal und zeigte, dass er eine echte Bereicherung für den EHCZ ist.

Während das Samstagsspiel in Mannheim eine einseitige Sache war, machten es die Baden Rhinos aus Hügelsheim den Hornets ungleich schwerer. Im ersten Drittel kombinierte der EHCZ beherzt und flüssig, scheiterte aber immer wieder am sehr guten Max Häberle im Hügelsheimer Tor. Die Gäste verlegten sich auf schnelle Konter und schosen immer wieder scharf – auch aus der zweiten und dritten Reihe – fanden aber im glänzend aufgelegten Steven Teucke im Zweibrücker Tor ebenfalls ihren Meister. Dass dieses rasante Drittel 0:0 endete, war ein kleines Wunder.

Brad Cuzner zeigte in einer Angriffsreihe mit Kenny Matheson und Maximilian Dörr, dass er ein herausragender Schlittschuhläufer ist. Schnell, wendig und mit starkem Antritt stellte er die Hügelsheimer Abwehr im Zusammenspiel mit seinen Kollegen immer wieder vor große Probleme. Die drei schafften es das ganze Spiel hindurch immer wieder, den Puck im gegnerischen Drittel zu halten und setzten Hügelsheim unter enormem Druck. Die blieben trotz dieses wilden Sturms erstaunlich gelassen.



Im zweiten Drittel nutzten die Hornets ihre Chancen besser. In der 29. Minute fiel das 1:0 durch Matheson, der von Dörr und Kapitän Stephen Brüstle bedient wurde. Eine Minute später schob der wiedergenesene und ebenfalls stark spielende Marc Lingenfelser in Überzahl zum 2:0 ein. Zwar konnte Hügelsheim zweimal im eigenen Powerplay jubeln und zum 2:2 ausgleichen, doch in der 38. Minute nutzte Cuzner erneut eine Überzahlsituation zu seinem ersten Treffer vor heimischem Publikum.

Lingenfelser war es dann, der nach dem Wiederanpfiff in der 43. Minute das 4:2 erzielte, Felix Stokowski hatte vorgelegt. Zwar konnte Hügelsheim noch einmal auf 3:4 verkürzen, doch der EHC ließ nicht nach, spielte geschlossen und engagiert nach vorne. Belohnt wurde das letztendlich in der 51. Minute, als Cuzner sein zweiter Treffer gelang.

Gegen Ende wurde das Spiel dann noch etwas unschön. Ein Spieler der Rhinos hatte Goalie Teucke regelwidrig von den Beinen geholt. Im Eishockey ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Torwart nicht gefoult wird und so sah sich Tim Essig gezwungen, den Übeltäter „handfest“ darauf hinzuweisen – es kam zu einer deftigen Keilerei. Danach verlor Hügelsheim seine Disziplin, saß zumeist auf der Strafbank. Gefährlich vor das Zweibrücker Tor kamen die Rhinos dadurch nicht mehr.

Am Ende war Coach Vodicka vollauf zufrieden. „Das war ein enges, von beiden Seiten richtig gutes Spiel. Entscheidend war, dass wir die Überzahlsituationen zu Ende gespielt und getroffen haben“, so seine Analyse. Überhaupt sei er mit dem Wochenende richtig zufrieden, sein Team habe klasse gespielt. „Auch wenn wir in Mannheim sicher nicht unser schwerstes Spiel hatten, muss man nur 24 Stunden erst einmal so eine Leistung abrufen. Jeder hat gekämpft, dem anderen geholfen. So muss das sein.“ Vodicka sieht den EHC auf einem sehr guten Weg. „Wir sind noch nicht ganz bei 100 Prozent, da fehlen noch ein paar Kleinigkeiten. Aber insgesamt war das okay, in beiden Spielen. Ich bin auch froh, dass wir die Situation mit vielen Verletzten und Ausfällen jetzt überstanden haben. Ich kann wieder mit drei Reihen trainieren. Das ist jetzt die Richtung, in die wir wollen.“

Mit seinem neuen Spieler war er ebenfalls zufrieden. „Brad Cuzner hat sich gut gezeigt, eine gute Leistung gebracht“, lobte Vodicka. Da mit Kenny Matheson, Matus Zaborsky, der an diesem Wochenende nicht eingesetzt wurde und Brad Cuzner drei Kontingentspieler im Kader stehen, hat der EHC-Coach nun die Qual der Wahl. „Bis zum nächsten Spiel werden wir uns eine Lösung überlegt haben, mit der alle leben können.“