| 00:00 Uhr

Homburger Bergrennen droht das Aus

 Ob der Gesamtsieger des HAC Bergrennens 2014 , Timo Bernhard (rechts), nächstes Jahr wieder in Homburg antreten kann, ist derzeit ungewiss. Foto: Markus Hagen
Ob der Gesamtsieger des HAC Bergrennens 2014 , Timo Bernhard (rechts), nächstes Jahr wieder in Homburg antreten kann, ist derzeit ungewiss. Foto: Markus Hagen FOTO: Markus Hagen
Homburg. 41 Mal zog das Homburger Bergrennen die Motorsportfans an die Käshofer Straße. Nun droht aber das Aus. Der Veranstalter Homburger Automobilclub (HAC) kann die finanziellen Lasten nicht mehr stemmen. Das schlechte Wetter sorgte in diesem Jahr für ein großes Loch in der Vereinskasse. Markus Hagen

Nicht nur der Regen, sondern auch das anstehende Fußball-WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien, waren Gründe, dass am 13. Juli die erwartete Zuschauerzahl bei der diesjährigen Auflage des Bergrennens und damit die Einnahmen aus dem Verkauf der Tickets sowie Verpflegung weit unter den Erwartungen des Veranstalters HAC blieben. Rund 10 000 Euro fehlten daher allein in diesem Jahr in der Vereinskasse. "Damit sind unsere finanziellen Reserven so gut wie aufgebraucht", so HAC-Pressesprecher Thomas Bubel. Das Bergrennen in der Saarpfalz ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im internationalen Motorsportkalender. Rennfahrer und Teams aus zahlreichen europäischen Ländern und dem gesamten Bundesgebiet fanden über Jahrzehnte den Weg nach Homburg . Seit 1974 steigert der HAC mit seinem Bergrennen den Bekanntheitsgrad von Stadt und Region. Doch dies könnte bald der Vergangenheit angehören. Das 42. Homburger-ADAC-Bergrennen im Juli 2015 wurde zwar kurz vor Fristablauf als Wertungslauf zur Deutschen und Luxemburger Automobil Bergmeisterschaft beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldet, doch ist es derzeit fraglicher denn je, ob auch zukünftig noch Rennwagen die Käshofer Straße hinaufpreschen werden. "Die Kosten im Umfeld des Rennens stiegen zudem in den letzten Jahren erheblich an", sagt HAC-Organisationsleiter Hartmut Schöffler. Aber das Rennen einfach so in der Versenkung verschwinden zu lassen, werfe weitere Kosten und Probleme auf. Mieten für die Fahrerlagerwiese und eine Lagerhalle werden fällig. Wohin mit dem Material für den Streckenaufbau und vor allem mit den Altreifenpaketen? Eine Entsorgung würde den Verein zusätzlich finanziell belasten.

Ein finanzielles Risiko besteht auf jeden Fall bei der Planung für das Rennen 2015. "Nur einmal angenommen, das Bergrennen im kommenden Jahr fällt erneut ins Wasser, sprich auf Regenwetter , wäre das das endgültige Aus für unsere Veranstaltung und zudem ein finanzielles Fiasko für den Verein", stellt Christoph Baldes, der Erste Vorsitzende des Homburger HAC fest. Nun hofft der Verein auf Sponsoren, um finanziell besser gerüstet die nächste Veranstaltung planen zu können. Es sieht nicht gut aus für die Traditions-Motorsportveranstaltung auf der Käshofer Straße.