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Serie fortsetzen
Homburger Aktivposten auf Torejagd

Guter Einstand für Patrick Lienhard (vorne ): In den beiden ersten Punktspielen für den FC Homburg traf der Mittelfeldmann jeweils einmal.
Guter Einstand für Patrick Lienhard (vorne ): In den beiden ersten Punktspielen für den FC Homburg traf der Mittelfeldmann jeweils einmal. FOTO: Markus HAgen / Markus Hagen
Homburg. Neuzugang Patrick Lienhard hat einen gelungenen Einstand gefeiert. Mit seinen Treffern in den ersten Partien hat er zu den Siegen des Oberligisten beigetragen. Der Positivlauf soll auch heute in Koblenz weitergehen.

Es läuft so richtig rund beim Neuzugang des Oberligisten FC Homburg, Patrick Lienhard. In den vergangenen drei Spielen für seinen neuen Verein, trug sich der Mittelfeldspieler, der zuletzt für Eintracht Trier auflief, jeweils in die Torschützenliste ein. Beim letzten Test vor der Saison gegen den SV Röchling Völklingen traf der nur 1,69 große Mittelfeldspieler per Kopf zum 1:0-Sieg. Zum Auftakt der Oberligarunde hämmerte Lienhard beim SC Idar-Oberstein zum 3:1-Endstand den Ball ins Tor. Der nächste Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Beim 3:1-Sieg der Grün-Weißen gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern köpfte Lienhard zum 1:0 ein. Diese Serie will der 25-Jährige heute Abend ab 18.45 Uhr beim TuS Rot-Weiß Koblenz fortsetzen.

„Mal sehen, ob es gelingt“, sagt Patrick Lienhard schmunzelnd. „Auf jeden Fall wollen wir nach dem guten Auftakt mit zwei Siegen nachlegen.“ Wer für die Tore dann letzten Endes verantwortlich ist, sei egal „Ich rechne mit einem typischen Auswärtsspiel. Der Gegner wird wie Idar-Oberstein, auf seinem kleinen Kunstrasen sicher mehr aus der Defensive agieren, während wir aufpassen müssen, nicht in Rückstand zu geraten.“ Lienhard zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Grün-Weißen auch bei den Rot-Weißen am Ende mit drei abreisen werden. „Wir fahren nach zwei Siegen mit viel Selbstbewusstsein nach Koblenz.“ Mit den bisher verbuchten sechs Punkten sei ein guter Anfang gelegt. Lienhard gibt aber zu, dass sich der FCH spielerisch noch steigern wolle. Dabei blickt er auf den jüngsten Sieg gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern zurück. „In der ersten Halbzeit taten wir uns trotz der 1:0- Führung doch noch schwer.“ So richtig rund sei es dann mit dem Ausgleich der Lauterer gelaufen. „Nach dem 1:1 konnten wir spielerisch und läuferisch noch zulegen und am Ende dann die entscheidenden Impulse zum Sieg setzen.“

Lienhard ist im Saarpfalzkreis kein Unbekannter. Vom SC Freiburg, wo er einst bei der Jugend das Fußballspielen erlernte, kam er im August 2013 zum damaligen Regionalligisten SVN Zweibrücken, den er ein Jahr später wieder in Richtung Jahn Regensburg verließ. Im Juli 2015 wechselte er zu Eintracht Trier. Doch mit dem Abstieg der Moselstädter war auch hier Schluss. „Beim FC Homburg kann ich auch in der Oberliga unter Vollprofi-Bedingungen weiter spielen“, nennt Lienhard den Hauptgrund für seinen vierten Vereinswechsel innerhalb von fünf Jahren zum FCH. Seine Torjägerqualitäten zeigte Lienhard bei all seinen Clubs. Beim SVN traf er in der Saison 2013/14 sieben Mal und für seinen jüngsten Verein Eintracht Trier war er in 73 Regionalligaspielen insgesamt 16 Mal als Torschütze erfolgreich. Jeweils acht Tore markierte er hier pro Spielzeit.



Acht Tore will Lienhard mindestens auch für den FC Homburg in der Saison Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar schießen. „Aber wichtig ist allein das große gemeinsame Ziel, das wir anstreben: Rückkehr in die Regionalliga“, erklärt Patrick Lienhard, mit dessen Leistungen bisher auch sein Trainer Jürgen Luginger einverstanden ist. „In den ersten Spielen hat er gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Er ist ein Aktivposten in meiner Elf.“

Aktiv wolle auch der FCH im dritten Saisonspiel heute beim letztjährigen Aufsteiger TuS Rot-Weiß Koblenz sein. „Koblenz hat eine unangenehme Mannschaft, die offensiv zu beachten ist“, lautet Lugingers Einschätzung zum heutigen Gegner. Auf ihrem kleinen Kunstrasenplatz direkt neben dem Stadion Oberwerth hätten die Rot-Weißen gegen den Regionalligaabsteiger Eintracht Trier schon gezeigt, dass sie nicht zu unterschätzen sind. Koblenz führte in der 87. Minute noch mit 3:1, um am Ende beim 3:3 doch noch zwei Punkte abgeben zu müssen. „Wenn wir zu 100 Prozent an unser Leistungspotenzial herankommen, gewinnen wir auch dieses Spiel“, ist Luginger aber siegessicher. Ein Selbstläufer werde aber auch diese Oberligabegegnung für seinen FC Homburg nicht. Bis auf die Langzeitverletzten Kai Hesse und Jaron Schäfer stehen alle anderen Spieler aus seinem Kader zur Verfügung.