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Homburg setzt auf seinen Lauf

 Jan Eichmann (links) hat seinen Trainer Jens Kiefer in den letzten Wochen überzeugt. Foto: M. Hagen
Jan Eichmann (links) hat seinen Trainer Jens Kiefer in den letzten Wochen überzeugt. Foto: M. Hagen FOTO: M. Hagen
Homburg. Nach dem verpatzten Start in die Rückrunde ist der FC Homburg zurück in der Spur. Gegen Neckarelz und Worms gelangen dem Team von Trainer Jens Kiefer zuletzt zwei Siege. Bei Astoria Walldorf soll heute Abend der nächste Dreier folgen. Markus Hagen

Kann der FC Homburg nach den beiden Siegen heute Abend um 19 Uhr beim FC Astoria Walldorf seine kleine Siegesserie fortsetzen? "Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt", gibt sich FCH-Trainer Jens Kiefer vor dem Spiel beim Tabellenelften der Regionalliga Südwest zuversichtlich.

"Auch bei Walldorf lief zuletzt nicht alles nach Wunsch", verweist der Homburger Coach auf die drei klaren Niederlagen in Folge (0:3 bei Waldhof Mannheim, 0:4 zu Hause gegen Hoffenheim, 0:4 in Trier). "Zuletzt haben sie sich aber mit einem 5:0-Sieg über Neckarelz wieder freigespielt." Kiefer schätzt den Gegner stärker ein, als es der Tabellenstand vermuten lässt. "Sie haben mit Andreas Schön, Steffen Haas, Dejan Bozic und Marcel Carl durchaus Qualitäten in der Offensive", meint der FCH-Cheftrainer. Für seine Mannschaft gilt es heute aufzupassen, um den anvisierten dritten Erfolg in Serie einzufahren.

Beim 1:0 am Dienstag im Waldstadion ließ Kiefer im 4:1:4:1-System aufspielen. "Das bedeutet aber nicht, dass wir weiter so auflaufen. Es gibt mehrere Formationen, die ich aufstellen kann", sagt Kiefer, ohne zu verraten, mit welchem taktischen Spielsystem der FCH zurzeit am besten punkten kann. Fakt ist, dass die Erfolgself vom Dienstag am Freitag nicht auflaufen kann. Steven Kröner, auf der Sechserposition vor der Abwehr spielend, holte sich die zehnte Gelbe Karte gegen Worms ab. "Die Karte war unnötig. Aber egal, irgendwann hätte ich sie in dieser Saison wohl noch kassiert", meint der Mittelfeldspieler. Kiefer hat Alternativen: "Marco Gaiser, der aus taktischen Gründen gegen Worms zunächst auf der Bank saß, ist eine davon." Eine Option für die Offensive ist auch der gegen Worms gelbgesperrte Marc Gallego, Torschütze des FCH beim 3:2-Sieg in Neckarelz.

In der Abwehr hat sich der 20-jährige Jan Eichmann nach der Winterpause gut in Szene gesetzt. Der Nachwuchsmann absolvierte bisher drei Spiele in der Anfangself. "Er hat sich sehr gut entwickelt, ist zweikampfstark und ich erwarte noch einiges von dem jungen Mann", freut sich Kiefer über den Aufstieg des einstigen U19-Bundesligaspielers des 1. FC Saarbrücken . Zukünftig will Kiefer noch mehr auf junge Spieler setzen, die er an die Regionalliga heranführen möchte - wie etwa Jaron Schäfer oder Torhüter Tobias Trautner. Letzterer wird heute aber wieder vom erfahreneren David Bucholz zwischen den Pfosten ersetzt, auch wenn "Tobias seine Sache bisher hervorragend macht".

In Sachen Kaderplanung für die kommende Saison laufen weiter Gespräche. "Eile ist aber nicht geboten. Bis zur nächsten Saison vergehen ja noch einige Monate", gibt sich Kiefer gelassen.