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Warten auf nächste Höhe
Holzdeppe springt in Rom aufs Podest

 Noch besser ins Fliegen kommen will LAZ-Stabhochspringer Raphael Holzdeppe bis zur EM in Berlin.
Noch besser ins Fliegen kommen will LAZ-Stabhochspringer Raphael Holzdeppe bis zur EM in Berlin. FOTO: dpa / Jan Woitas
Rom. Dem Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken reicht dazu die Einstellung seiner Saisonbestleistung von 5,62 Metern. Der 28-Jährige ist zuversichtlich, dass es bald höher gehen wird. Von Svenja Hofer

Den Sprung aufs Podest hat Raphael Holzdeppe beim Diamond-League-Meeting in Rom geschafft. 5,62 Meter reichten zu Platz drei. Der Sieg ging an Weltmeister Sam Kendricks (USA; 5,84 m) vor dem Weltmeister von 2011 Pawel Wojciechowski (Polen), der 5,78 Meter überquerte.

Dabei hatten die Stabhochspringer am späten Donnerstagabend im Olympiastadion der italienischen Hauptstadt ordentlich zu kämpfen. Gleich vier Athleten blieben ohne gültigen Versuch. Und auch Raphael Holzdeppe tat sich schwer: Für seine Einstiegshöhe von 5,52 Metern brauchte der 28-Jährige zwei Versuche, die zum dritten Platz ausreichenden 5,62 Meter überflog der Zweibrücker sogar erst im dritten Anlauf. An 5,72 Metern scheiterte er im Anschluss drei Mal. Mit den 5,62 Metern hat Holzdeppe seine Saisonbestleistung eingestellt und damit erneut die Norm (5,60 m) für die Heim-EM vom 7. bis 12. August in Berlin überquert. Bislang ist der Zweibrücker in diesem Sommer der einzige deutsche Stabhochspringer, dem das gelungen ist. Die Türen für die Europameisterschaften stehen damit weit offen.

„Der Platz geht in Ordnung, aber die Höhe muss noch verbessert werden“, hadert Raphael Holzdeppe noch etwas. Während andere europäische Springer, allen voran der Franzose Renaud Lavillenie mit 5,95 Metern sowie der Schwede Armend Duplantis (5,93 m) in dieser Saison ordentlich vorgelegt haben, bleibt der Weltmeister von 20113 derzeit im Wettkampf bei 5,62 Metern stehen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis höhere Höhen kommen“, gibt er sich über Twitter zuversichtlich. Die Vorbereitung auf die Saison sei gut gewesen, im Training passten die Leistungen. „Eigentlich warte ich nur darauf, dass im Wettkampf die Leistung auch fällt“, glaubt der LAZ-Athlet an seine Stärke, daran, wieder an seine Bestleistung von 5,94 Metern anknüpfen zu können: „Ich will wieder vorne angreifen.“



Bis Berlin hat der 28-Jährige noch etwas Zeit, seine Saisonbestleistung in die Höhe zu schrauben und damit Selbstvertrauen für das Großereignis zu sammeln. Als nächster Zwischenstopp steht am Sonntag, 10. Juni, das Diamond-League-Meeting in Stockholm (Schweden) auf dem Plan. Am Samstag, 16. Juni, ist er dann hautnah bei seinem Heimspiel, dem 7. Himmelsstürmer-Cup des LAZ, im Westpfalzstadion zu bestaunen. Bei der DM in Nürnberg geht es am 21. Juli dann endgültig um die Qualifikation für die Heim-EM in Berlin.

LAZ-Teamkollege Daniel Clemens versucht an diesem Sonntag die EM-Norm von 5,60 Metern beim Meeting in Rechberghausen anzugreifen.