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Zurück in die Spur
Hesse tastet sich langsam wieder heran

Nach gut zehnmonatiger Pause stand FCH-Stürmer Kai Hesse (re.) bei der Niederlage gegen Saar 05 erstmals wieder auf dem Feld.
Nach gut zehnmonatiger Pause stand FCH-Stürmer Kai Hesse (re.) bei der Niederlage gegen Saar 05 erstmals wieder auf dem Feld. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Nach langer Pause zurückgemeldet. Am Samstag soll für FC Homburg gegen Gonsenheim wieder Mal ein Dreier her. Von Markus Hagen

Die erste Saisonniederlage ist für den FC Homburg kein Beinbruch. Nach 24 Siegen aus 24 Spielen will der Spitzenreiter nach dem 1:1 gegen den abstiegsbedrohten FV Eppelborn und dem 0:1 gegen Schlusslicht Saar 05 Saarbrücken nun aber zurück in die Erfolgsspur. Der auf zehn Zähler zusammengeschrumpfte Vorsprung auf den FK Pirmasens soll nicht noch geringer werden. Höchste Zeit also, für das Team von Trainer Jürgen Luginger am Samstag, 14 Uhr, im Waldstadion gegen den SV Gonsenheim wieder dreifach zu punkten.

„Das war sicher ganz anders geplant. Ein Sieg war natürlich fest vorgesehen“, erklärt Kai Hesse nach der ersten Saisonniederlage des FCH. Und das ausgerechnet in seinem ersten Saisonspiel. Der Stürmer war in der 76. Minute für Alexander Hahn eingewechselt worden. „Die erste Halbzeit war noch ganz zufriedenstellend. Wir hatten genügend Torchancen, um das Spiel für uns zu entscheiden.“ Im zweiten Abschnitt sei die Elf dann zu hektisch geworden. „Es gab unnötige Ballverluste“, hatte sich Hesse sein Comeback ganz anders vorgestellt.

Sein letztes Spiel für die Grün-Weißen absolvierte der 32-Jährige im letzten Regionalligaspiel am 20. Mai im vergangenen Jahr. Beim 4:2-Sieg bei Mitabsteiger Watzenborn-Steinbach traf auch Hesse. Nach der Saison musste er sich dann einer Knieoperation unterziehen. Es folgten viele Wochen und Monate Reha, ehe der FCH-Stürmer wieder ins Teamtraining einsteigen konnte. Ende Januar war der Offensivmann erstmals wieder mit seinen Mitspielern am Ball. An einen Einsatz war aber noch nicht zu denken. „Ich musste mich herantasten.“ Am vergangenen Freitag im Heimspiel gegen Saar 05 war Hesse dann endlich wieder im Aufgebot, saß aber erst einmal auf der Bank. „Mir fehlt nach der langen Pause nicht nur die Ausdauer für 90 Minuten, sondern auch die Spielpraxis“, erklärt Hesse. Jürgen Luginger habe ihn dann mit der Hoffnung eingewechselt, nach dem 0:1-Rückstand in der Offensive noch neue Impulse bringen zu können. Und in der 81. Minute wäre die Rechnung des Trainers fast aufgegangen: Hesse scheiterte aus halbrechter Position an Saar 05-Torwart Marc Birkenbach.



„Natürlich war es ein sehr schönes Gefühl, nach so vielen Monaten wieder spielen zu können.“ Spielpraxis im Saarlandliga-Team des FCH wollte Hesse zuvor nicht sammeln. „Ich hatte das mit Trainer und Arzt abgesprochen. Unsere Zweite spielt sehr oft auf Kunstrasen, das wäre für das operierte Knie nicht so günstig gewesen.“

Gegen den SV Gonsenheim rechnet Hesse zwar damit, dass er wieder im Kader ist, aber keinesfalls von Beginn an spielen wird. „Ihm fehlt noch die Ausdauer für einen Einsatz von Beginn. Er wird uns aber weiterhin helfen, auch schon dank seiner Routine und Erfahrung“, sagt auch Luginger. Er brauche noch Spielpraxis.

Wie Hesse hofft auch der Trainer, dass der Spitzenreiter gegen die noch abstiegsbedrohten Gonsenheimer wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. „Es wird wieder ein Geduldspiel, vergleichbar mit den beiden Partien gegen den FV Eppelborn und Saar 05.“ Luginger erwartet einen sehr defensiv eingestellten Gegner, der über eine robuste Mannschaft mit Standardstärke verfügt. „Wir müssen einfach unsere Torchancen nutzen, dann gewinnen wir auch unsere Spiele.“

Konstantinos Neofytos kann wieder mitmischen. Auch der zuletzt angeschlagene Innenverteidiger Alexander Hahn wird zur Verfügung stehen. Kai Hesse will nach langer Pause nichts überstürzen. Es gelte für ihn, sich langsam wieder heranzuarbeiten. Hesse hat ohnehin noch einen Vertrag bis 30. Juni 2019, muss also nicht unbedingt spielen, um sich für eine Verlängerung zu empfehlen. Darüber muss sich auch Jan Eichmann keine Sorgen mehr machen, der inzwischen seinen Kontrakt bis Juni 2020 verlängert hat. Auch Torwart Marc Redl, der zu Saisonbeginn vom 1. FC Kaiserslautern nach Homburg wechselte, wird beim FCH bleiben. Er verlängerte bis Juni 2019.