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Heißes Derby vor großer Kulisse erwartet

 Die Fans des FC Homburg wollen heute Abend ihre Mannschaft im Derby gegen den 1. FC Saarbrücken mit ihrer Unterstützung zum Sieg verhelfen. Foto: Markus Hagen
Die Fans des FC Homburg wollen heute Abend ihre Mannschaft im Derby gegen den 1. FC Saarbrücken mit ihrer Unterstützung zum Sieg verhelfen. Foto: Markus Hagen FOTO: Markus Hagen
Homburg. Die Fußball-Regionalliga Südwest startet heute mit dem Duell der beiden Traditionsvereine FC Homburg und 1. FC Saarbrücken. Beide Mannschaften fiebern der Partie vor vermutlich mehr als 11 000 Zuschauern im Waldstadion entgegen. Markus Hagen

Fünf Jahre mussten die Fans des FC Homburg auf dieses Derby warten. Heute Abend um 19 Uhr ist es soweit: Im Saison-Eröffnungsspiel der Regionalliga Südwest stehen sich im Waldstadion vor großer Kulisse, erwartet werden über 11 000 Fans, der FC Homburg und der 1. FC Saarbrücken gegenüber.

Es war der 5. Mai 2009 als beide Teams im Waldstadion um Punkte in der Oberliga Südwest kämpften. Mit 2:1 durch Treffer von Julien Turnau und Michael Berndt setzten sich die Grün-Weißen durch. Auf der Trainerbank saß der heutige Trainer des FCH: Jens Kiefer. Ein gutes Omen für einen erneuten Sieg des FC Homburg gegen den Drittliga-Absteiger?

Kiefer sieht die Chancen für einen erneuten Triumph bei 50:50. "Es ist der erste Spieltag: Keiner weiß, wie weit man spielerisch schon ist." Alles sei möglich, rechnet der 39-jährige Fußballtrainer mit einem offenen Schlagabtausch in den 90 Minuten. "Kleinigkeiten werden die Partie entscheiden", sieht Kiefer seine Elf zurzeit auch spielerisch noch auf Augenhöhe, weil der aus seiner Sicht hohe Favorit auf einen Spitzenplatz noch nicht eingespielt ist.

Mittelfeldspieler André Kilian, der auf einen der beiden Sechser-Positionen vor der Vierer-Abwehrkette erwartet wird, ist zuversichtlich. Er tippt auf einen 2:0-Sieg des FC Homburg . "Wir freuen uns alle nach einer harten Vorbereitungszeit auf dieses Derby." Es habe gute, aber auch nicht so überzeugende Testspiele gegeben. "Aber dies zählt gegen den 1. FC Saarbrücken überhaupt nicht mehr. Heute heißt es, Farbe zu bekennen", ist der 27-jährige Ex-Kapitän motiviert.

Für Kilian übernimmt Andreas Gaebler das Amt als Mannschaftsführer. "Ich war schon überrascht, als mich Jens Kiefer in sein Trainerzimmer bat, um mir mitzuteilen, dass ich nun die Binde tragen soll", erzählt der 30-Jährige, der im Juni 2013 vom SV Darmstadt 98 zum FC Homburg kam. Gefreut habe er sich schon, dass ihm der Trainer diese vertrauensvolle Position im Kader übertrug. "Ich werde alles versuchen, meine neue Aufgabe als Spielführer und die vom Trainer in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen." Dass Gaebler damit als Stammspieler gesetzt ist, "gehe ich überhaupt nicht aus. Auch ich muss meine Leistung bringen, ansonsten bin ich draußen." Weshalb Kiefer ihn auserkoren hat, kann Andreas Gaebler nur vermuten. "Ich denke, dass meine Erfahrung im Profifußball ausschlaggebend war. Zudem kenne ich bereits seit einem Jahr auch das Umfeld beim FCH", erklärt Gaebler, der gegen den 1. FC Saarbrücken auf der Außenverteidiger-Position gesetzt ist.

Für den Abwehrspieler war es eine interessante, wie auch harte Vorbereitungszeit unter Jens Kiefer. "Sie war strukturell ganz anders aufgebaut, als bei Trainer Christian Titz." Wie für seine Mitspieler waren zum Beispiel Laufeinheiten beim FC Homburg im Wald und Stadion Neuland. "Wir sind alle gespannt, wie wir in die Saison starten", gibt sich Andreas Gaebler bezüglich Saisonziel vorsichtig. "Man muss festhalten, dass wir sehr viel neue Spieler haben, die aber viel Erfahrung aus der Regionalliga und sogar aus der Dritten Liga mitbringen." Erst im Verlauf des Augusts und Septembers könne man sich ein Bild über die Stärken des FC Homburg , aber auch der anderen Teams machen. Fakt ist: Auch Gaebler setzt heute Abend auf einen Sieg der Homburger gegen den 1. FC Saarbrücken . "Wenn uns dieser gelingt, können wir mit noch mehr Selbstvertrauen die nächsten Aufgaben in der Regionalliga angehen."