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Handball-Oberliga
SV 64 freut sich auf den Neustart

Der SV 64 um Lukas Majbik hat einen schweren Auftakt vor sich.
Der SV 64 um Lukas Majbik hat einen schweren Auftakt vor sich. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Herren empfangen am Samstag die VTV Mundenheim. Frauenteam muss zum Auftakt nach Marpingen.

Ein großer Umbruch, sechs schweißtreibende Wochen liegen hinter dem SV 64 Zweibrücken. Nun kommt es zum Auftakt der Handball-Oberliga zum ersten Prüfstein für das Team des zurückgekehrten Trainers Stefan Bullacher. Zu Gast in der Ignaz-Roth-Halle ist ab 18 Uhr die VTV Mundenheim.

Der SV 64 hatte einige Abgänge zu verkraften. Mit Tobias Alt, Tom Ihl, Patrick Bach (alle HF Illtal), Marc Robin Eisel (TuS Dansenberg), David Oetzel (VTV Mundenheim), Max Sema, Nils Wöschler (beide studienbedingt), Niklas Eberhard (SGH St. Ingbert) und Tomas Marusak (Karriereende) beendeten neun Spieler ihr Engagement bei den 64ern. Auch auf der Kommandobrücke schieden mit Tony Hennersdorf und Axel Koch gleich zwei Übungsleiter aus. Das bedeutete viel Arbeit, Fleiß und vor allem eine neue Ausrichtung für den Leistungssport in der Herrenmannschaft. „Wir wollten einen Neuanfang mit einer klaren Vereinsphilosophie, hinter der wir alle stehen“, erklärt der Vorsitzende Jürgen Knoch. „Unser Flaggschiff soll einen Wiedererkennungswert für unseren Verein darstellen – das Gesicht des gesamten Löwenrudels. Daran haben wir alle Personalentscheidungen geknüpft.“

Allen voran ist es mit Stefan Bullacher gelungen, einen alten Bekannten mit hundertprozentigem SV-Gen für die vakante Trainerposition zu gewinnen. Der A-Lizenzinhaber kennt den Verein durch seine über 20-jährige Tätigkeit aus dem Effeff und wird neben dem Traineramt auch wieder die Geschicke im Jugendbereich koordinieren. Einziger Neuzugang bei den SV-Herren ist Linkshänder Thomas Zellmer, der nach seinem Gastspiel als Spielertrainer bei der HWE Homburg zurückkehrte. Die weiteren neuen Gesichter kommen aus der A-Jugend oder der Landesligatruppe. „Ich freue mich total auf diese spannende Aufgabe. Wir hatten wahrscheinlich noch nie eine Mannschaft mit einer höheren Vereinsidentifikation. In meinem 18-köpfigen Kader sind 14 Jungs, die bereits in der SV-Jugend aufgelaufen sind, die beiden Zellmers sind seit acht Jahren hier. Die zählen schon fast zum Inventar“, gibt der Coach einen Einblick. „Künftig halten wir allerdings auch die Augen nach Topspielern offen, die uns wirklich verstärken. Das muss sportlich, finanziell und menschlich passen. Es ist kein Dogma, dass wir nur mit Zweibrücker Buben spielen – eben mit einer erfolgreichen Mischung.“



Am Samstag wird Kapitän Tom Grieser seine Sieben aufs Feld führen. Der 20-Jährige ist emotionaler Leader: „Wir freuen uns alle, dass es wieder richtig losgeht. Die Vorbereitung war sehr intensiv“, erklärt der Rückraumspieler. Mit der Vorbereitung war der Rimschweiler sehr zufrieden: „Stefan ist als Trainer top professionell. An sein Niveau mussten wir uns zwar erst mal gewöhnen, aber wir hatten großen Spaß. Leider sind die Spielleistungen noch ziemlich schwankend“, zog er ein kleine Bilanz der letzten Wochen.

Mit Mundenheim präsentiert sich direkt ein ganz dicker Bocken. Die Vorderpfälzer haben eine gute Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern. Mit Andreas Reckenthäler konnte ein Trainer verpflichtet werden, der für eine offensive Deckung und schnellen Tempohandball steht. „Mundenheim hat eine tolle Mannschaft. Wir brauchen einen Sahnetag, wenn wir die Punkte behalten wollen“, erklärt Bullacher, der bei der Heimpremiere auf Thomas Zellmer verzichten muss, der sich am Knie verletzt hat und länger ausfallen wird.

Anders als die Männer starten die SV-Oberligafrauen auswärts. Dies ist der Auftakt zu einer ungewöhnlichen Trilogie, denn nach dem Saisonstart gegen die DJK Marpingen, müssen die Mädels von Trainer Rüdiger Lydorf zunächst in Püttlingen und danach in Ottersheim antreten. Erst am 23. September spielen die Löwinnen zu Hause. Am Sonntag, 16 Uhr, steht zunächst die Saisonpremiere in Marpingen auf dem Programm. Gegen den alten Saarrivalen, der sich mit der ehemaligen Zweibrückerin Joline Müller verstärkt hat, setzte es im vergangenen Jahr zwei deutliche Niederlagen. Für Lydorf ein Grund mehr, voll motiviert und konzentriert in das Spiel zu gehen. „Wichtig ist, dass wir außer Joline auch Michelle Harz sowie Anna Bermann in den Griff bekommen und einen Weg gegen die kompakte 6:0-Deckung mit ihren guten Torfrauen dahinter finden“, gibt er die Marschrichtung vor.