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Dritte Liga Handball
Mit letztem Aufgebot wacker geschlagen

Laurynas Petrusis (rechts) traf in Dansenberg drei Mal für die VTZ Saarpfalz.
Laurynas Petrusis (rechts) traf in Dansenberg drei Mal für die VTZ Saarpfalz. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Dansenberg. Die Drittliga-Handballer des TuS Dansenberg haben am Samstagabend das Pfalzderby gegen die VTZ Saarpfalz deutlich mit 23:16 (12:8) gewonnen. Zweibrückens Coach Danijel Grgic war dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die auf wichtige Leistungsträger verzichten musste. Von Jadran Pesic

 „Auch ohne unsere Ausfälle wäre es schwer geworden, hier etwas zu reißen. Insgesamt bin ich zufrieden, wie es gelaufen ist“, sagte Danijel Grgic, Trainer der VT Zweibrücken nach der Partie in Dansenberg. Die Saarpfälzer mussten neben Wladislaw Kurotschkin und Philip Wiese auch noch auf die Nummer eins im Tor, Yannic Klöckner, verzichten, der die ganze Woche krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stand. Kurzfristig wurde auch entschieden, dass Rückraumshooter Tom Paetow, der immer noch an einer Sprunggelenksverletzung laboriert, nur im äußersten Notfall eingesetzt wird. „Ich habe diese Woche weniger gemacht, aber irgendwie wird es nicht besser, sondern eher schlimmer. Ich hätte heute gerne gespielt“, sagte der sichtlich enttäuschte VTZ-Spieler. Tomas Kraucevicius lief stark gehandicapt auf. Seine Verletzung an der Wurfhand machte ihm deutlich zu schaffen.

Am Samstagmorgen konnte die VTZ aber noch die Verpflichtung von Rade Radenovic abschließen, der in Dansenberg auch seine ersten Spielminuten machte. Der 19-jährige Serbe verstärkt den Rückraum der Saarpfälzer, soll aber zunächst erst langsam an die Mannschaft herangeführt werden.

Grgic begann die Partie mit gleich vier Änderungen gegenüber der Vorwoche. Im Tor startete Neuzugang Sven Mevissen, während im Rückraum Alexey Wetz und Laurynas Petrusis Wiese und Kraucevicius ersetzten. Auf Rechtsaußen bekam der junge Jacob Brauns das Vertrauen vom Trainer ausgesprochen. Trotz all dieser Umstände gehörte die Anfangsphase den Rosenstädtern, die nach etwas mehr als zwei Minuten bereits 3:0 in Front lagen. Die Mannschaft von TuS-Trainer Marco Sliwa ließ sich aber davon keineswegs beirren und spielte ruhig weiter. Nach dem zwischenzeitlichen 1:4 (7.) durch VTZ-Linksaußen Richard Wilga, konnten die Gastgeber nach Treffern von Marc-Robin Eisel und Alexander Schulze in der zehnten Spielminute zum 4:4 ausgleichen. Die VTZ hielt auch in der Folge an ihren taktischen Vorgaben fest und konnte bis zum 7:6 (14.) die Partie offen gestalten. In der Folge aber übernahm der Favorit das Kommando.



Mit der Einwechslung von Marc-Robin Eisel für den schwachen Loic Laurent bekam das Spiel des TuS Dansenberg mehr Struktur. Auch in der Abwehr hatten sie sich auf die Zweibrücker Taktik eingestellt und blieben in den folgenden 13 Minuten ohne Gegentreffer. VTZ-Rückraumspieler Alexey Wetz gelang es, auf 8:11 zu verkürzen. Den letzten Treffer der ersten Halbzeit besorgte Alexander Schulze, der am Ende auf sechs Treffer kam und damit bester Torschütze der Partie wurde. Beim Stand von 12:8 wurden die Seiten gewechselt. „Die erste Halbzeit war sehr gut. Wir haben vorne diszipliniert und sehr ruhig gespielt, aber auch gut verteidigt“, lobte Grgic.

Auch die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten der VTZ. Nach einem Treffer von Laurynas Petrusis hatten die Saarpfälzer auf 12:14 verkürzt, um dann aber erst einmal einzubrechen. Die Angriffsbemühungen wurden jetzt hektischer, was der TuS mit schnellen Gegenstößen bestrafte. „Wir verfallen wieder in alte Muster“, bemängelte Grgic die zweite Halbzeit. Dansenberg zog auf 18:12 davon. Die VTZ mühte sich nach Kräften, konnte aber den TuS keineswegs mehr in Gefahr bringen, obwohl die Mannschaft von Marco Sliwa dabei nur bedingt zu glänzen wusste. „Es war kein schönes, eher ein Kampfspiel. Mit der Abwehr und den 16 Gegentoren bin ich einverstanden“, sagte Sliwa nach der Partie. Der Favorit ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gewann am Ende auch in der Höhe verdient mit 23:16.

„Mit der Niederlage kann ich leben. Nur 16 Tore zu werfen, ist aber auf jeden Fall zu wenig. Wir müssen jetzt weiter arbeiten und versuchen, in den nächsten drei Partien zu punkten“, sagte Grgic. Nächste Woche empfangen sie den TSV Neuhausen/Filder, ehe dann die zwei Partien gegen die Aufsteiger aus Willstätt und Sandweier auf dem Programm stehen.