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Handball-Regionalliga
Handballsamstag im Doppelpack

Sebastian Meister, hier am vergangenen Wochenende im Einsatz bei den SV 64-A-Junioren, wird am Samstag gegen Völklingen bei den Aktiven auflaufen.
Sebastian Meister, hier am vergangenen Wochenende im Einsatz bei den SV 64-A-Junioren, wird am Samstag gegen Völklingen bei den Aktiven auflaufen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. SV 64-Herren empfangen den Tabellenzweiten Völklingen zum Saarderby. Die A-Jugend hat Heimrecht gegen JSG Echaz-Erms. Von Roman Kuhn

Nach zwei Auswärts­spielen in Folge treten die Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag um 18 Uhr wieder vor heimischen Publikum in der Ignaz-Roth-Halle an. Dabei empfangen die 64er den Tabellenzweiten HSG Völklingen, der nach einem sensationellen Start in die neue Runde hinter dem verlustpunktfreien Ligaprimus aus Hochdorf das Oberligafeld anführt. Ein Ausrufezeichen setzte die Mannschaft des erfahrenen Trainers Berthold Kreuser mit dem 26:24-Heimsieg über die favorisierten Handballfreunde aus Illtal. Im Angriff ist der ehemalige ungarische Erstligaspieler Norbert Petö Dreh- und Angelpunkt bei den Hüttenstädtern. Er ist nicht nur extrem torgefährlich, sondern setzt seine wurfgewaltigen Nebenspieler im Rückraum, Thomas Jung und Alexander Saunus, sowie den bulligen Kreisläufer Nickolas Balthasar gekonnt in Szene. Prunkstück der Völklinger ist aber ihre starke Defensive.

Mit körperlicher Präsenz und hoher Einsatzbereitschaft avanciert die flexible 6:0-Deckung immer wieder zu einem wahren Abwehrbollwerk. Aus den Ballgewinnen schlägt vor allem die Flügelzange mit Marius Merziger und Niklas Hoff durch schnelle Konter häufig Kapital. „Völklingen spielt bislang eine wirklich überzeugende Saison. Da ist in Angriff und Abwehr viel Qualität vorhanden. Da müssen wir echt eine harte Nuss knacken. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe.“ Mit diesen Worten zeigt der Zweibrücker Trainer Stefan Bullacher großen Respekt vor dem kommenden Gegner. Aber auch die Zweibrücker Löwen kommen nach den beiden Niederlagen in Saulheim und gegen Hochdorf immer besser in Fahrt. Zuletzt entführten die 64er nach starken Leistungen vier Punkte aus fremden Hallen und sind als Tabellensechster in Schlagdistanz zur Spitzengruppe.

Die Entwicklungstendenz der jungen SV-Mannschaft, bei der vor der Runde erstmalig auf externe Neuzugänge verzichtet wurde, zeigt deutlich nach oben. Die Vereinsverantwortlichen setzen aktuell voll auf die eigene Talentschmiede. Passend dazu wird am Samstag Sebastian Meister, der zuletzt mit starken Leistungen in der Jugendbundesliga auf sich aufmerksam machen konnte, sein Debüt in der Männeroberliga feiern. „Sebastian ist ehrgeizig, selbstbewusst, zweikampfstark und sehr begabt. Er ist für seine gleichaltrigen Mitspieler aus der Jugend ein Vorbild. Er hat sich diese Chance mehr als verdient und wird sicher noch häufiger zum Einsatz kommen“, hält Trainer Bullacher große Stücke auf den jungen Kreisspieler. Verzichten muss der Übungsleiter weiterhin auf Thomas Zellmer. Der Linkshänder befindet sich nach seiner Knieverletzung im Aufbautraining.



Vor den Oberligaherren spielen am Samstag bereits um 16 Uhr die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken in der Bundesliga gegen die JSG Echaz-Erms. Die Mannschaft der beiden ehemaligen Erstligavereine VFL Pfullingen und TV Neuhausen tritt als Spielgemeinschaft an und firmiert unter dem Namen der beiden württembergische Flüsse Echaz und Erms, die ihr Einzugsgebiet begrenzen. Die JSG rangiert punktgleich mit Konstanz und Schutterwald auf dem fünften Tabellenplatz. Für den Zweibrücker A-Jugendtrainer Klaus-Peter Weinert gestaltete sich die Vorbereitung auf die Bundesligapartie fast als „Mission impossible“.

Mit Johannes Knoll (Daumen), Nico Müller (Infekt), Sebastian Meister (krank) und Fabian Naumann (Fuß) fehlten während der Trainingseinheiten am Montag und Dienstag vier Leistungsträger. Das Abschlusstraining am Freitag fiel durch die Begegnung der zweiten Mannschaft, bei der einige Jugendspieler zum Einsatz kamen, ganz ins Wasser. Aber der B-Lizenzinhaber blickt dennoch positiv auf die schwierige Aufgabe: „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe auch wenn die Tabelle uns momentan die Favoritenrolle etwas zu schiebt. Ihre vier Minuspunkte resultieren aus Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften aus Stuttgart und Pforzheim. In der Breite sind sie etwas stärker besetzt als wir, haben im Kader deutlich mehr Ligaerfahrung und verfügen mit Niklas Grote über einen Topscorer der Bundesliga. Wir setzen im Heimspiel aber auf unsere tollen Fans und unseren Teamgeist. Zusammen können wir auch diese Aufgabe meistern.“ Mit dieser Devise setzten die 64er in den vergangen Wochen für einige Ausrufezeichen. Nach vier Siegen zum Saisonauftakt finden sich die Junglöwen zusammen mit den Rhein-Neckar-Löwen und dem TVB Stuttgart sensationell an der Tabellenspitze wieder.