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Handball: SV 64 Zweibrücken geht zu fahrlässig mit seinen Chancen um

Zweibrücken. Wieder hat die schwache Chancenverwertung die Drittliga-Handballer vom SV 64 Zweibrücken mögliche Punkte gekostet. Bei der SG Leutershausen leisteten sich die Löwen 23 Fehlwürfe und verloren am Ende mit 26:30. Christian Gauf

"Ich hatte großen Respekt vor der Zweibrücker Mannschaft, denn die kämpfen immer weiter", stellte Trainer Marc Nagel am Freitag nach dem Drittligaspiel seiner SG Leutershausen gegen den SV 64 Zweibrücken fest. Damit hatte der frühere Nationalspieler im Prinzip das Spiel in Kurzform zusammengefasst. Denn gekämpft hatten die Zweibrücker Löwen immer wieder auch klare Rückstände aufgeholt, waren beim 26:30 (8:13) aber ohne echte Siegchance. Die Gäste waren im Abwehrverhalten weit von ihrer Topform entfernt und hatten nach 60 Spielminuten 23 Fehlversuche und elf technische Fehler fabriziert.

Das Spiel begann aus Zweibrücker Sicht wie so häufig in den letzten Wochen mit zahlreichen Fehlwürfen aus allerbesten Wurfpositionen. Max Sema war der Erste, der hier bereits in der ersten Spielminute freistehend am starken Leutershauser Keeper Alexander Hübe scheiterte. Philipp Hammann passierte kurz darauf das gleiche Missgeschick.

So verwunderte es wenig, dass sich die Gastgeber während der ersten Hälfte absetzen konnten. Beim 12:5-Zwischenstand in der 26. Spielminute deutete alles auf einen deutlichen Heimsieg hin. "Ihr müsst jetzt einfach einmal eure individuellen Fehler abstellen", haderte SV-Trainer Stefan Bullacher in der Halbzeitpause. Bis zur 40. Spielminute beim 18:15-Zwischenstand waren die 64er aber dennoch tatsächlich auf Augenhöhe mit dem langjährigen Bundesligisten. Es folgten allerdings auch wieder fünf ganz schwache Minuten, Die Gastgeber nutzten die Schwächephase, um sich vorentscheidend auf 23:15 abzusetzen. Zwei Tore durch den agilen Mattis Pestinger und Kreisläufer Thomas Ratzel sorgten bis zur 58. Spielminute und dem 28:23-Zwischenstand dann wieder für klare Verhältnisse, anschließend vernachlässigten beide Mannschaften ihre Defensivaufgaben, so dass noch einige Tore zum 30:26-Endstand fielen.