| 20:40 Uhr

Handball-Saarlandliga
TV Niederwürzbach siegt in Herzschlagfinale

Niederwürzbach. (red) Durchatmen beim TV Niederwürzbach. Der Handball-Saarlandligist hat das Vier-Punkte-Spiel gegen Aufsteiger HSG Fraulautern-Überherrn mit 29:27 knapp gewonnen. Vor der Partie musste der TVN jedoch weitere Hiobsbotschaften verkraften. red

Kapitän und Abwehrchef Markus Eschenbaum fällt krankheitsbedingt bis auf weiteres aus, und Maurice Brill hatte sich am Montag im Training verletzt, er wird dem Team ebenfalls länger fehlen. Johannes Leffer und Thorsten Bas hatten sich erneut bereit erklärt, auszuhelfen.

Zu Beginn schien dann alles nach Plan der Niederwürzbacher zu laufen. Der Gastgeber ging schnell mit 2:0 und 3:1 in Front. Doch in der Folge vergab das Team leichtfertig beste Torgelegenheiten. Zugleich ließ die Abwehr zu viel zu. Im Mittelblock des TVN war immer wieder das Fehlen des Abwehrchefs zu spüren. Wiederholt entstanden Lücken, weil sich Spieler unnötig aus dem Defensivverbund lösten und es so den Gästen relativ einfach machten, zum Abschluss zu kommen. So gingen die Gäste nach zwölf Minuten auch erstmals in Führung. Auch im Angriff fehlte den Würzbachern das nötige Tempo, um ihr Spiel wie gewohnt aufzuziehen. Auch die schlechte Chancenverwertung sorgte dafür, dass die Gäste bis zur Pause auf 15:11 wegzogen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich wenig am Spiel des TVN. Der Abstand blieb konstant bei drei bis vier Toren. Nach dem 16:21 (39.) folgte ein Moment, der dafür sorgte, dass sich das Blatt wendete. Nils Lauer wurde bei einem Torabschluss hart von der Abwehr der Gäste getroffen, schaffte es aber trotzdem, den Ball im Tor unterzubringen. Ein Weckruf. Plötzlich lief das Spiel des TVN. Zehn Minuten vor Schluss glich er zum 21:21 aus. Die Halle war nun voll da, was sich auf das Feld übertrug. Johannes Leffer gelang die umjubelte 22:21-Führung. Da die Abwehr das TVN weiter zu passiv blieb, hielten die Gäste das Spiel aber weiter offen. Nach dem 24:24 (53.) mobilisierten die Niederwürzbacher die letzten Kräfte, um die Punkte zu sichern. Nach einem 4:0-Lauf zum 28:24 war das Spiel gelaufen. Am Ende stand ein hart erkämpfter Arbeitssieg.