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Handball-Oberliga
VTZ will mit Erfolgserlebnis in die Winterpause

 Gegen Offenbach überragte VTZ-Spieler Tomas Kraucevicius (am Ball) mit elf Toren. Am Sonntag gegen Eckbachtal will der Litauer nach drei sieglosen Partien in in Serie endlich wieder als Gewinner von der Platte gehen.
Gegen Offenbach überragte VTZ-Spieler Tomas Kraucevicius (am Ball) mit elf Toren. Am Sonntag gegen Eckbachtal will der Litauer nach drei sieglosen Partien in in Serie endlich wieder als Gewinner von der Platte gehen. FOTO: Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Seit drei Spielen warten die Oberliga-Handballer der VTZ Saarpfalz auf einen Sieg. Der soll am Sonntag beim Vorletzten Eckbachtal gelingen.

Das erste Spiel der Rückrunde ist gleichzeitig der letzte Auftritt der Oberliga-Handballer der VTZ Saarpfalz in diesem Jahr. Am Sonntag sind die Zweibrücker um 17 Uhr in Dirmstein bei der HSG Eckbachtal gefordert. Die HSG belegt derzeit den vorletzten Rang in der Oberliga-RPS und braucht so schnell wie möglich Punkte, um im Kampf um den Klassenerhalt nicht schon zum Jahreswechsel aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten. Dennoch wird die Partie beim Kellerkind keine einfache Aufgabe für die Zweibrücker.

Denn bei der HSG Eckbachtal gilt ein absolutes Haftmittelverbot, was sich für die Gegner in der Vergangenheit regelmäßig als mächtiger Nachteil bemerkbar gemacht hat. Auch die VTZ hat sich in Hallen ohne Harz schon oft schwer getan. In dieser Saison haben die Saarpfälzer aber gezeigt, dass es auch anders geht. Sowohl beim 19:12-Auswärtserfolg gegen den HC Dillingen/Diefflen als auch bei der knappen 23:25-Niederlage beim Tabellenzweiten Saulheim kam die VTZ auch ohne das Klebemittel gut zurecht. Ein Nachteil bleibt es aber dennoch für das Team von Trainer Danijel Grgic, denn bis auf einige wenige Auswärtspartien spielt und trainiert seine Mannschaft das ganze Jahr über mit Harz.

Den Gegner auf das Haftmittelverbot zu reduzieren, wäre aber ein Fehler. Gegen den Zweiten Saulheim und Ligaprimus SV 64 Zweibrücken verlor die HSG nur denkbar knapp mit einem, beziehungsweise zwei Toren Unterschied. Den TV Offenbach, gegen den die VTZ am letzten Spieltag nicht über ein Remis hinausgekommen war, fegte Eckbachtal sogar mit 32:24 aus der eigenen Halle.



Damit die Rosenstädter im letzten Spiel des Jahres einen Sieg bejubeln können – auf den sie seit mittlerweile drei Spielen warten – bedarf es einer konzentrierten Vorstellung im Angriff wie in der Abwehr. In Anbetracht des schmalen Kaders, mit dem Trainer Grgic seit Wochen auskommen muss, darf im Grunde kein Spieler einen rabenschwarzen Tag erwischen. Doch genau daran hakte es zuletzt. Auch Rückraumspieler Tomas Kraucevicius, durchschritt ein längeres Formtief. Am letzten Wochenende fand der Litauer aber wieder zu alter Stärke zurück und bewies gegen Offenbach (28:28) mit elf Toren seine Klasse. Dass er sein Leistungsvermögen zuletzt nicht immer auf die Platte bringen konnte, ist auch seinem immensen Pensum geschuldet. Durch den Mangel an Wechselmöglichkeiten spielt Kraucevicius Woche für Woche in Abwehr wie im Angriff auf der rechten Rückraumposition den Alleinunterhalter. Neben der körperlichen Belastung kratzt der Dauereinsatz auch an der Psyche. Doch Pausen um Kraft zu tanken, kann Grgic seinem Rückraumspieler kaum geben.

Umso wichtiger war es, dass dieser sich gegen den TV Offenbach in Gala-Form präsentierte und sich in der Schlussphase auch von einer Verletzung nicht stoppen ließ.

Auf die Frage, ob der Knoten bei ihm nun geplatzt sei, antwortet Kraucevicius: „Hoffentlich. Leider bin ich seit dem Spiel gegen Offenbach angeschlagen und konnte bislang nicht trainieren. Ich hoffe, dass mich das jetzt nicht gleich wieder zurückwirft.“

Selbstbewusstsein klingt zwar anders. Wie wichtig der privat eher zurückhaltende Teamspieler ist, weiß man bei der VTZ aber nicht erst seit seiner Topleistung gegen Offenbach. Angesprochen auf seine Meinung zu seiner persönlichen Situation, als auch der Saison der Mannschaft, erklärt er: „Wir schaffen es immer noch nicht, unser bestmögliches Spiel abzurufen. Wir zeigen immer wieder ein paar gute Spiele, um wenig später wieder einen Schritt zurück zu machen. Ich denke, dass das auch damit zu tun hat, dass wir einfach sehr selten in der Saison komplett waren. Das habe ich auch bei mir persönlich gemerkt. Die Saison hat eigentlich ganz gut begonnen, aber dann bin ich irgendwann in ein kleines Loch gefallen.“

Im Hinblick auf die Restrunde im kommenden Jahr – und die anstehende Partie am Sonntag – hat Kämpfernatur Kraucevicius noch große Ziele mit den Saarpfälzern, die in der Tabelle mit leicht positiver Bilanz (16:14 Punkte) Tabellenplatz sieben belegen. „Wir wollen die Rückrunde mit maximalem Erfolg spielen. Dafür gilt es, jede einzelne Partie 100 Prozent Leidenschaft und Konzentration an den Tag zu legen. Dann sehen wir am Ende, wofür es noch gereicht hat“, sagt Kraucecicius. Sein persönliches Ziel formuliert er unmissverständlich: „Ich will jede Partie gewinnen.“ Das kann er schon am Sonntag im Auswärtsspiel bei der HSG Eckbachtal wieder unter Beweis stellen.