| 20:14 Uhr

Grgic verlässt die VTZ
Das Kapitel Grgic bei der VTZ geht zu Ende

 Nach vier Jahren wird für Trainer Danijel Grgic bei Handball-Oberligist VT Zweibrücken-Saarpfalz nach der Runde Schluss sein.
Nach vier Jahren wird für Trainer Danijel Grgic bei Handball-Oberligist VT Zweibrücken-Saarpfalz nach der Runde Schluss sein. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Der Trainer und die Zweibrücker Handballer werden ihre erfolgreiche Zusammenarbeit zum Saisonende beenden. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. In der Oberliga richtet sich der Fokus auf das Duell mit den HF Illtal. Von Jadran Pesic und Svenja Hofer

Die Wege von Trainer Danijel Grgic und den Handballern der VT Zweibrücken-Saarpfalz trennen sich. Wie der Verein mitteilte, seien beiden Seiten übereingekommen, ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ablauf der Runde zu beenden. Grgic möchte kürzer treten. Der Aufwand für Beruf und Sport sowie die langen Anfahrten haben ihn in den vergangenen Jahren viel Kraft gekostet, lautet die Begründung.

Vier Jahre lang stand der ehemalige kroatische Nationalspieler dann in Diensten der Zweibrücker. Im ersten Jahr feierte das neu aufgestellte Team unter Grgics Führung gleich die Vizemeisterschaft. Ein Jahr später folgte der Titel in der RPS-Oberliga sowie der damit verbundene Aufstieg in die 3. Liga „Trotz vieler spannender Spiele reichte es nicht, in dieser spielstarken Klasse zu bleiben“, schreibt die VTZ um Vorstand Klaus Biehl. Dies sei in erster Linie der wirtschaftlichen Vernunft geschuldet gewesen. In der laufenden Oberligasaison liegt der Drittliga-Absteiger nach einem Umbruch im Team nun mit sieben Siegen, einem Remis und vier Niederlagen auf dem fünften Platz.

„Danijel Grgic ist einer der besten Trainer, die wir je hatten“, erklärt Biehl. „Fachlich ist sein Abschied für uns sehr bedauerlich. Er ist taktisch ganz hervorragend und ist in der Lage, viel aus der Mannschaft rauszuholen “, betont der VTZ-Vorsitzende, dass beide Seiten vollkommen ohne Groll auseinander gehen. „Man trifft sich im Leben ja manchmal wieder, daher sind wir auch für die Zukunft absolut offen.“



Offen ist bislang auch noch der Nachfolger von Danijel Grgic. „Wir wollen diese Frage baldmöglich regeln“, erklärt Biehl. Denn auch die Spieler wollten in ihren Gesprächen über die Zukunft bei der VTZ wissen, wer ihr künftiger Trainer sein würde.

Nun muss sich der Fokus der VTZ-Handballer aber erst einmal auf die Restsaison richten. „Danijel Grgic und wir wollen noch das Optimum rausholen.“ Zunächst geht der Blick dabei auf die anstehende Partie am Sonntag, 18 Uhr, bei den HF Illtal. Die Duelle zwischen den Handballfreunden und der VTZ waren in der Vergangenheit Garanten für tollen Handball und viel Spannung. Im Aufeinandertreffen der beiden Fünftplatzierten geht es für beide Mannschaften darum, sich im oberen Tabellendrittel festzubeißen. In der Eppelborner Hellberghalle müssen die Zweibrücker zwei stabile Abschnitte liefern, um zu bestehen.

Im Illtal gab es vor der Saison die größte Veränderung auf der Trainerbank. Der langjährige Coach Steffen Ecker entschloss sich nach erfolgreichen Jahren im Saarland zum Drittligisten TuS Dansenberg zu wechseln. Co-Trainer Michael Lehnert nahm er gleich mit. Ersetzt wurde das Duo durch den A-Schein-Inhaber Marcus Simowski, der den TV Willstätt aus der Oberliga in die 3. Liga geführt hatte. 

Auch wenn Illtal, der Vorjahresvize der Oberliga-RPS, bislang nicht ganz an die starken Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen konnte, ist die bisherige Ausbeute in Ordnung. Immer wieder zeigten die Handballfreunde erst im Laufe einer Runde ihr wahres Leistungsvermögen und kletterten nach schwächeren Hinrunden in der Rückrunde immer weiter nach oben.

Dass dies in der laufenden Spielzeit wieder gelingt, ist keine Selbstverständlichkeit. Gleich sechs Spieler stehen nicht mehr zur Verfügung. Neben den Führungsspielern Sebastian Hoffmann und Oliver Zeitz verließen auch die beiden Linkshänder Tobias Alt und Tom Ihl die Handballfreunde in Richtung alter Heimat SV 64 Zweibrücken. Auf die zwei anderen Spieler, die den Verein verlassen haben, treffen die Zebras am Wochenende. Mit Kreisläufer Patrick Bach und Torwart Alexander Dörr kamen nämlich auch zwei ehemalige Illtaler zur VTZ. Neuzugänge bei den Saarländern sind Rückraumspieler David Pfiffer, die Torleute Tobias Krumm und Dominik Schwindling sowie die Nachwuchstalente Yannik Jungblut, Muhamet Durmishi, Tim Groß und Philipp Kockler.

Mit Blick auf die Tabelle werden am Sonntag womöglich Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Denn die VTZ und die HFI sind so etwas wie die eineiigen Zwillinge der Handball-Oberliga. Beide Mannschaften sind mit sieben Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen und somit der exakt gleichen Ausbeute in die Saison gestartet. Sogar die Zahl der erzielten Tore (322) ist identisch. Lediglich in der Abwehr hat die VTZ im Hinblick auf die Gegentore (284) im Moment die Nase vor den Illtalern (296). Als leichter Favorit geht dennoch die Simowski-Truppe ins Rennen. In der heimischen Hellberghalle gab es für die Zebras in dieser Saison erst eine hauchdünne Niederlage gegen den Tabellendritten SF Budenheim.