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Handball-Oberliga
Mit voller Konsequenz gegen das Schlusslicht

 Konzentration von der ersten bis zur letzten Minute fordern die beiden VTZ-Trainer Philip Wiese (Mitte) und Kai Schumann von ihren Jungs.
Konzentration von der ersten bis zur letzten Minute fordern die beiden VTZ-Trainer Philip Wiese (Mitte) und Kai Schumann von ihren Jungs. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Die VT Zweibrücken-Saarpfalz empfängt am Freitagabend Aufsteiger HC Dillingen/Diefflen Von Jadran Pesic

Eine vom Papier her einfache Aufgabe erwartet die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz am Freitagabend. Im Saar-Derby ist Schlusslicht HC Dillingen/Diefflen ab 20 Uhr zu Gast in der Westpfalzhalle. Der HC qualifizierte sich als letztjähriger Saarlandligameister für die Qualifikation zur Oberliga-RPS. Dort ergatterten sie eines der beiden Tickets und starteten ihr Abenteuer in neuer Umgebung. Das bisherige Fazit fällt allerdings ernüchternd aus. Lediglich ein Sieg steht für die Dieffler zu Buche. Das Hinspiel gewannen die Rosenstädter klar mit 19:12 und zeigten gerade in der Abwehr eine famose Vorstellung.

Die Hoffnung, den Klassenerhalt noch zu erreichen, schwindet beim HC mehr und mehr. Nur eine Leistungsexplosion kann den Gang nach unten noch verhindern. Doch obwohl der Aufsteiger abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt, wäre es fahrlässig, zu glauben, dass das eine Mannschaft ist, die völlig chancenlos in der Oberliga spielt. Häufig waren sie dem Punktgewinn ganz nah, musste dann aber doch knappe Niederlagen verdauen. So auch zuletzt beim Dritten in Budenheim (23:26). Der HC hat eine Mannschaft, in der die Mischung aus Erfahrung und Jugend gut passt. Mit Ex-VTler und Spielertrainer Sven-Malte-Hoffmann, Pascal Simon am Kreis und Andreas Altmayer auf der Mitte, haben sie langjährige Oberliga-Spieler in ihren Reihen. Hoffmann weist sogar Zweitliga-Erfahrung auf.

Dass der Liganeuling auch der VTZ-Saarpfalz gefährlich werden kann, zeigte nicht zuletzt das Hinspiel. Zur Halbzeit führten die Dieffler mit 9:8. Doch, was nach dem 9:11-Rückstand der VTZ passierte, war kaum zu glauben: Die verbliebenen 27 Minuten entschieden die Saarpfälzer mit 10:1 für sich und sicherten so einen ungefährdeten Auswärtserfolg. Der damalige VTZ-Coach Danijel Grgic sprach von einer unglaublichen Partie, die er so bislang noch nie als Trainer oder Spieler erlebt hat. Aus Zweibrücker Sicht muss also das Ziel lauten, an die zweiten 30 Minuten aus dem Hinspiel anzuknüpfen. Bei Gegnern, die mehr oder weniger nichts mehr zu verlieren haben, ist es wichtig, möglichst früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Und genau das ist das Ziel der Saarpfälzer um das Trainerteam Kai Schumann und Philipp Wiese. „Die haben in letzter Zeit ganz gute Ergebnisse erzielt und sind meiner Meinung nach besser aus der Winterpause gekommen. Von daher ist der HC Dillingen/Diefflen ein ernst zu nehmender Gegner“, beschreibt Schumann den kommenden Gegner, dessen Stärken er in der Abwehrarbeit sieht.



Vor Selbstvertrauen werden seine VTZ-Jungs nach der deftigen Klatsche gegen die Sportfreunde Budenheim zuletzt nicht unbedingt strotzen. Mit einigen Tagen Abstand zu dieser Partie erklärt Kai Schumann, dass das größte Manko die dünne Spielerdecke war. „Die zweite Problematik war, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konsequent in der Defensive und in der Umsetzung der Dinge, die wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben, waren. Dadurch haben wir das schnelle Spiel von Budenheim zugelassen und sind so ins Hintertreffen geraten“, sagt Schumann. Umso wichtiger werde es sein, dass seine Mannschaft gegen den Tabellenletzten diese Konsequenz von der ersten bis zur letzten Sekunde an den Tag legt.