| 23:19 Uhr

Zweites Spiel, zweite Pleite
Steigerung reicht TV Homburg dennoch nicht zum Sieg

Gute Ansätze haben die Oberligahandballer des TV Homburg gegen Mülheim gezeigt. Am Ende hat es dennoch nicht zum ersten Sieg gereicht.
Gute Ansätze haben die Oberligahandballer des TV Homburg gegen Mülheim gezeigt. Am Ende hat es dennoch nicht zum ersten Sieg gereicht. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Homburg. Handball-Oberliga: Der Aufsteiger muss sich im ersten Heimspiel mit 26:27 knapp dem TV Mülheim geschlagen geben. Von Markus Hagen

Ein Quäntchen Glück und ein Hauch Cleverness haben dem TV Homburg gefehlt. So blieb dem Aufsteiger in die Handball-Oberliga der erste Saisonsieg auch im ersten Heimspiel verwehrt. Mit 26:27 (13:13) musste sich die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Sorg in der Robert-Bosch-Halle dem TV Mülheim denkbar knapp geschlagen geben. „Trotz dieser Niederlage kann ich stolz auf meine Mannschaft sein. Sie hat sich gegenüber der hohen Auftaktniederlage beim TV Offenbach enorm gesteigert. Auf diese Leistung können wir für die weiteren Spiele aufbauen“, fand Sorg lobende Worte.

Ein Sieg war durchaus möglich. Furios startete der Aufsteiger in diese Begegnung. Sechs Minuten waren gerade einmal gespielt, da führte der Gastgeber durch Lukas Glück mit 7:1. Der TV Mülheim war sichtlich geschockt, während die Homburger weiter konsequent sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff arbeiteten. Sogar auf 11:4 zogen die Hausherren davon. Dann aber wachten die Gäste langsam auf, spielten zielstrebiger und nutzten ihre Chancen. Beim TVH kam der erste Sand ins Getriebe. Durch einen 4:0-Lauf verkürzte Mülheim den Rückstand auf 8:11 (19.). In den letzten elf Minuten der ersten Halbzeit gelangen Homburg nur noch zwei Treffer durch Hendrik Schmidt zum 12:8 und durch Philipp Daume zum 13:12. Mülheim gelang durch Marco Lebernegg sogar noch der Ausgleichstreffer zum 13:13-Pausenstand.

 Auch zum Auftakt der zweiten Hälfte lief beim TVH im Angriff nicht mehr viel zusammen. Einige Bälle wurden verworfen und der Gast hatte bei der 17:13-Führung die Partie nach einer verschlafenen Auftaktphase längst gedreht. Der TVH kam lange Zeit nicht mehr richtig heran, lag stets mit vier oder fünf Toren hinten. „Es spricht für die Moral meiner Mannschaft, dass sie dennoch nicht aufgab und wieder in die Begegnung zurückkam“, sagte Sorg.



18 Minuten vor Schluss führte Mühlheim immer noch mit 23:18. Die Homburger steigerten sich in der Offensive, dank einiger Paraden von Torhüter Maximilian Loschky fand auch die Defensive eine Lösung gegen die Angriffe des TVM. Über 19:23 verkürzte der TV Homburg Zug um Zug, kam auf 23:25 heran. Kurz darauf schaffte Daniel Sorg den Anschlusstreffer zum 24:25. Alles war wieder möglich. Das bessere Ende hatte aber Mülheim. Beim Stand von 26:24 für den TVM erhielten die Gäste eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen Marco Lebernegg (54.). Aber der TVH nutzte sein Überzahlspiel nicht. 57 Sekunden vor dem Ende sorgte Max Zerwas mit dem 27:25 für die Entscheidung, daran änderte auch der letzte Treffer durch Philipp Daume zum 26:27 nichts mehr.

Philipp Rauschwalbe betonte, dass sein Team des TV Homburg „Charakter gezeigt und sich gegen die drohende Niederlage fast erfolgreich gestemmt hat“. Das Team habe gezeigt, dass es dagegen halten kann. Am Ende habe nur ein wenig Glück gefehlt, um zumindest einen verdienten Punkt behalten zu können. Spielerisch, aber besonders kämpferisch habe seine Mannschaft überzeugt, fand auch Daniel Sorg. „Wir sind auf dem richtigen Weg, werden uns weiter steigern und dann auch Punkte holen“, zeigte sich der mit sieben Treffern gemeinsam mit Niklas Eberhard erfolgreichste Torschütze des TV Homburg zuversichtlich.