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Handball-Oberliga
Angeschlagene SV-Frauen können nichts ausrichten

 Auch die fünf Treffer von Annalena Frank halfen dem SV 64 Zweibrücken dieses Mal nicht.
Auch die fünf Treffer von Annalena Frank halfen dem SV 64 Zweibrücken dieses Mal nicht. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Zweibrückerinnen unterliegen in schwachem Spiel der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam mit 15:22. Von Roman Kuhn

Einen rabenschwarzen Tag haben die Frauen des SV 64 Zweibrücken am Samstag erwischt. Die Schützlinge von Trainer Rüdiger Lydorf verloren verdient mit 15:22 bei der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam. Die Löwinnen gerieten bereits in der Anfangsphase des Spiels deutlich in Rückstand und schafften es nie mehr näher als auf vier Tore heranzukommen.

Die 64er mussten deutlich ersatzgeschwächt in die Südpfalz reisen. Laura Zägel und Lucy Dzialoszynski mussten krankheits- und verletzungsbedingt passen, Kimberly Pfeiffer war studienbedingt verhindert. Hinzu kam, dass Ina Sohns und Torhüterin Anezka Zuzankova aufgrund von Krankheit und Verletzung nur punktuell einsetzbar waren. Aufgrund dieser Ausfälle berief Lydorf die beiden Jugendspielerinnen Janine Baus und Lea Bullacher sowie Katharina Koch aus der zweiten Mannschaft in seinen Kader.

Die sogenannten Südpfalztiger dominierten von Anfang an das Geschehen. Aus einer stabilen Abwehr heraus schienen sie ihre Gäste förmlich zu überrennen. Das 4:0 nach neun Minuten veranlasste den SV-Trainer zu einer frühen Auszeit. Dabei versuchte er sein Team wachzurütteln, das offensichtlich gedanklich noch in der Kabine war. Torjägerin Annalena Frank durchbrach mit drei Toren in Folge (7:3/13.) zumindest den zehnminütigen Angriffsfluch ohne eigenen erzielten Treffer. Dennoch wirkte das komplette Angriffsspiel des Tabellendritten teilweise hilflos. Vor allem die hohe Zahl an technischen Fehlern und Fehlversuchen waren eine nicht zu kompensierende Hypothek für den weiteren Verlauf. So kam es, wie es kommen musste. Nach einer vierminütigen Unterzahl der Saarpfälzerinnen durch Zeitstrafen gegen Annalena Frank und Lara Schlicker, setzten sich die Gastgeberinnen durch einen Treffer der neunfachen Torschützin Laura Winter auf sieben Tore ab (11:4, 17. Minute). Lydorf reagierte und brachte mit Katharina Koch aus dem Zweibrücker Saarlandliga-Team seine erfahrenste Spielerin, die seiner jungen Mannschaft mehr Sicherheit geben sollte. Und tatsächlich kämpften sich die Mädels aus der Rosenstadt bis zum Seitenwechsel nochmal auf vier Tore heran. Mit dem 9:13 ging es in die Pause.



Doch auch in der zweiten Hälfte schafften es die SV-Handballerinnen nicht, auch nur annähernd an ihre Normalform anzuknüpfen. Sie produzierten weiter viel zu viele technische Fehler und nutzten zu oft nicht die vorhandenen Lücken der groß gewachsenen 6:0-Deckung ihrer Gegner. Gelang dies doch, scheiterten sie oftmals an der stark haltenden Torhüterin Linda Knarr. So baute die SG ihre Führung auch in der zweiten Hälfte Tor um Tor aus und setzte sich am Ende in einer Partie auf überschaubarem Oberliganiveau mit einem deutlichen 22:15-Sieg durch.

„Das Spiel hat zum einen die schwierige Trainingswoche und das angeschlagene Team widergespiegelt, zum anderen war es aber auch von den fitten Spielerinnen eine schwache Leistung“, erklärte Rüdiger Lydorf. „Wir müssen jetzt noch einmal richtig Gas geben, um die bisher starke Runde auch zu einem guten Abschluss zu bringen. Dafür brauchen wir in jedem Spiel eine sehr gute Leistung, da uns in dieser Liga nichts geschenkt wird.“ Es gelte jetzt das Spiel aufzubereiten und sich dann gezielt auf das Saarderby gegen Köllertal vorzubereiten, betont der Zweibrücker Trainer Rüdiger Lydorf nach der Partie.