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Handball-Oberliga
Bruderduell steht auf der Kippe

 Der Einsatz von SV 64-Spieler Christopher Huber (re.) gegen den TuS Dansenberg, wo dessen Bruder Henning als Torwart spielt, ist fraglich.
Der Einsatz von SV 64-Spieler Christopher Huber (re.) gegen den TuS Dansenberg, wo dessen Bruder Henning als Torwart spielt, ist fraglich. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Ausgerechnet vor der Partie beim TuS Dansenberg an diesem Samstag verletzte sich SV 64-Spieler Christophr Huber im Training. Von Roman Kuhn

Der Auswärtsmarathon des SV 64 Zweibrücken ist fast geschafft. Nach den Auftaktsiegen in Mundenheim und Saulheim bestreiten die Oberligahandballer am Samstag ihre dritte Partie in Folge in der Fremde. Gegner ist die zweite Mannschaft des Drittligisten TuS Dansenberg.

Der Aufsteiger aus Kaiserslautern sorgte direkt am ersten Spieltag mit dem Sieg gegen die hoch eingeschätzte HSG Worms für eine Überraschung. Auch beim Auswärtsspiel in Budenheim lieferten die Pfälzer dem Topteam lange einen Kampf auf Augenhöhe und wurden letztlich durch den verletzungsbedingten Ausfall ihres Stammtorwarts Markus Seitz aus der Bahn geworfen. Herausragendes Prunkstück im Dansenberger Spiel ist ihre variable Deckung und ihr schnelles Umschaltspiel. Aus dem guten Kollektiv ragte in den ersten beiden Begegnungen Rückraumkanonier Marco Holstein heraus. Der wurfgewaltige „Halblinke“ traf bereits 14 Mal ins gegnerische Tor. Ob die Drittligareserve des TuS am Samstag zusätzlich mit U21-Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft verstärkt wird, ist unklar. Der Einsatz von Torwart Henning Huber und Spielmacher Bastian Willbrandt scheint aber geplant. Henning ist der jüngere Bruder von SV-Rückraumspieler Christopher Huber. Beide stammen aus der Talentschmiede des TV Thaleischweilers. Nach der B-Jugend entschied sich Christopher für den Wechsel in die Jugendbundesliga nach Zweibrücken, während sich Henning der A-Jugend des TuS anschloss. Ob die beiden Brüder allerdings am Samstag wirklich gegeneinander antreten werden, ist unklar, denn Christopher verletzte sich unter der Woche im Training. Über einen Einsatz wird erst am Spieltag entschieden.

„Dass Dansenberg zuhause Punkte holen kann, haben sie gegen Worms bewiesen. Deshalb dürfen wir sie auf keinen Fall unterschätzen. Auch die teilweise frühe Manndeckung müssen wir gut lösen, um in diesem Spiel zwei Punkte zu holen“, betont Christopher Huber. Das Ziel des SV 64 sei es dennoch, mit einem weiteren Sieg nach Hause zu fahren. „Die Auftakterfolge geben reichlich Rückenwind. Wir sind alle motiviert und hoffen die Auswärtsserie mit drei Siegen zu beenden.“



Neben dem drohenden Ausfall Hubers kann SV-Trainer Stefan Bullacher personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Trotzdem bereitet die Partie dem A-Lizenzinhaber Kopfzerbrechen. Es sei schwierig, sein Team auf die Aufgabe konkret vorzubereiten, weil einerseits nicht wirklich klar ist, mit welcher Mannschaft der TuS antreten wird und andererseits aus den beiden ersten Saisonspielen keine taktischen Erkenntnisse gezogen werden konnten. „Für mich ist die U21-Regelung absolut kein Problem, sondern lediglich die Ungewissheit, ob sie auch angewendet wird. Ich finde sie für Talente, die in der ersten Mannschaft nicht so zum Zug kommen, sogar sehr sinnvoll. Wir machen in unserem Reserveteam davon auch immer wieder Gebrauch. Das ist absolut legitim“, hat Bullacher für einen möglichen Einsatz der Talente aus der 3.Liga Verständnis.