| 23:34 Uhr

Handball-Oberliga
Bullacher lässt keine Ausreden gelten

SV-Trainer Stefan Bullacher setzt seinen Fokus auf den Gegner.
SV-Trainer Stefan Bullacher setzt seinen Fokus auf den Gegner. FOTO: Marco Wille
Zweibrücken. Handball-Oberligist SV 64 Zweibrücken muss am Samstag beim HV Vallendar ran.

(rku) Die weiteste Anfahrtsstrecke der Saison müssen die Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag zurücklegen. Exakt 215 Kilometer muss die Mannschaft von Stefan Bullacher zurücklegen, bevor sie am Samstagabend, 18 Uhr, gegen den HV Vallendar auflaufen kann. Bullacher will der längeren Anreise ins Koblenzer Stadtteil, die die meisten Spieler der 64er noch aus Drittligazeiten gewohnt sind, auch keinen großen Stellenwert zukommen lassen. „Das negative Thema rund um die Auswärtsspiele ist für uns erledigt. Das wird eine Oberligabegegnung wie alle anderen auch. Vallendar hat eine tolle Mannschaft, mit der wir uns beschäftigen werden – aber sicher nicht mit der Zeit, die wir im Bus verbringen“, hat der Übungsleiter und sein Team den Fokus klar auf die sportliche Herausforderung gerichtet.

Und die hat es in sich, denn der momentane tabellarische Schein trügt bei den Hausherren gewaltig. Zwar hat Vallendar mit lediglich 1:7 Punkten noch keinen Sieg auf der Habenseite, doch außer bei der Niederlage in Hochdorf hätten in den verbleibenden drei Partien gegen Bingen, Mundenheim und Saulheim auch durchaus Siege für die Rheinländer herausspringen können. „Vallendar hat einen sehr starken und ausgeglichenen Kader, bei dem die Rückraumachse und natürlich Kreisläufer Oliver Lohner herausstechen. Sie sind eine eingespielte Einheit, die sich total über Tempohandball definiert“, hat Bullacher die Stärken des kommenden Gegners per Videostudium ausgemacht. Sein Pendant auf der Trainerbank des Gastgebers ist ein alter Bekannter. Christoph Barthel, der als Trainer zu Regionalligazeiten auch im Saarland bei der HG Saarlouis Station machte und danach in der 2. Bundesliga bei Obernburg (Männer) und den Vulkanladies (Frauen) aktiv war, hat auch schon beim Zweibrücker „Camp 64“ seine Visitenkarten abgegeben. Bullacher und Barthel verbindet seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis. Das am Wochenende für 60 Minuten ruhen wird.

Die Vorbereitung auf die schwere Auswärtsaufgabe war im Lager der 64er indes nicht optimal. Thomas Zellmer fehlt seiner Mannschaft weiter wegen seiner Knieverletzung und Philipp Meiser konnte krankheitsbedingt nicht trainieren. Ob der Youngster am Wochenende die Fahrt nach Koblenz antreten wird, soll erst beim Abschlusstraining am Freitag entschieden werden. Meiser wird am Sonntag beim Spiel der Jugendbundesliga gebraucht und soll nur bei den Herren spielen, wenn er wieder vollständig gesund ist. Eventuell wird er wieder von Philipp Baus vertreten. Till Wöschler und Benni Zellmer konnten aus beruflichen Gründen nur eingeschränkt trainieren. „Als Trainer wünscht man sich natürlich bessere personelle Bedingungen vor einem Spiel, aber es ist jetzt auch kein Drama. Die Jungs sind gut drauf und freuen sich auf das Match“, will Bullacher die holprige Trainingswoche nicht als Ausrede gelten lassen.