| 20:05 Uhr

Handball-Oberliga
Zuhause eine Macht

 In eigener Halle nicht zu stoppen: Die SV 64-Frauen um Annalena Frank haben ihre Siegesserie gegen die SG Ottersheim ausgebaut.
In eigener Halle nicht zu stoppen: Die SV 64-Frauen um Annalena Frank haben ihre Siegesserie gegen die SG Ottersheim ausgebaut. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Oberliga: SV 64-Frauen siegen klar mit 29:18 gegen die SG Ottersheim. Von Roman Kuhn

Unglaublich wohl fühlen sich die Oberligahandballerinnen des SV 64 Zweibrücken in eigener Halle. Nachdem die Mannschaft von Trainer Rüdiger Lydorf im Jahr 2018 nicht eine Partie in der Ignaz-Roth-Halle verloren hatte, setzte sich dieses auch im zweiten Heimspiel 2019 am Sonntag gegen die SG Ottersheim-Bellheim-Kuhardt-Zeiskam ungefährdet mit 29:18(13:6) durch. Gegen die ohnehin schon ersatzgeschwächten Gäste, bei denen sich mit Julia Sefrin kurz vor der Halbzeit ein weiterer Leistungsträger verletzte, hatten die 64er lediglich in den ersten zehn Minuten Probleme, das Spiel an sich zu reißen. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte SV-Rückraumspielerin Katharina Koch mit acht Treffern heraus.

Gegen die Gäste aus der Vorderpfalz legten die Zweibrückerinnen allerdings einen kleinen Stotterstart hin. Bis zum 4:4 (12.) passte im Spiel der SV-Frauen noch nicht wirklich viel zusammen. Immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten beim Ballvortrag und im Abschluss ein. Doch nach und nach fanden die Löwinnen zu ihrem gewohnten Spiel. Im Angriff übernahm Routinier Katharina Koch die Verantwortung und traf binnen 18 Minuten fünfmal ins gegnerische Tor. In der Defensive arbeiteten die Abwehrspieler und Torfrau Daphne Huber jetzt vorbildlich zusammen und ließen den Angriffsbemühungen der sogenannten Südpfalztiger kaum eine Chance. Bis zur Halbzeit gelangen den Gästen lediglich noch zwei Treffer. Als beim Stand von 13:6 die Seiten gewechselt wurden, war die Vorentscheidung in dieser Partie längst zugunsten der Gastgeberinnen gefallen.

Auch in den zweiten dreißig Minuten blieben die 64er die dominierende Mannschaft. Vor allem die Zweibrücker Rückraumreihe fand häufig die passenden Lücken im Deckungsverband der personell gebeutelten Vorderpfälzerinnen. Koch, Lucie Krein, Renata Szabo und Co trafen entweder selbst oder konnten nur regelwidrig und auf Kosten von Strafwürfen von ihren Gegnerinnen gebremst werden. Über die Zwischenstände 18:9 (40.), 21:13 (50.) und 27:17 (57.) steuerten die Löwinnen einem souveränen Heimsieg entgegen. Einziger Wertmutstropfen aus Sicht der Sieger war sicherlich die mangelhafte Chancenverwertung, die einen noch deutlicheren Erfolg verhinderte. Dennoch war Rüdiger Lydorf froh über die beiden Punkte, wollte aber den deutlichen Sieg auch nicht zu hoch hängen: „Es war ein verdienter Sieg, den wir aber nicht überbewerten sollten, weil unser Gegner heute stark ersatzgeschwächt antreten musste. Trotzdem ist es super, dass sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten“, so das Fazit des SV-Trainers.



Durch den Sieg und die gleichzeitige Niederlage der HSG Hunsrück sind die Zweibrückerinnen nun punktgleich mit dem Tabellenzweiten und liegen weiter drei Zähler hinter Spitzenreiter HSG Marpingen-Alsweiler.