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RPS-Oberliga
Großes Wiedersehen beim Derby

Immer voll dabei: SV 64-Trainer Stefan Bullacher freut sich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Schützlingen.
Immer voll dabei: SV 64-Trainer Stefan Bullacher freut sich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Schützlingen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Homburg. Viele alte Bekannte treffen sich an diesem Sonntag, wenn der TV Homburg in der Handball-Oberliga den SV 64 Zweibrücken empfängt.

Das große Saarpfalz-Derby der RPS-Handball-Oberliga steht an diesem Wochenende an. Wenn der TV Homburg am Sonntagabend, 18 Uhr, den SV 64 Zweibrücken empfängt, hätte es zum Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Homburger Spielertrainer Thomas Zellmer kommen können, mit dem das Team den Sprung von der Saarland- in die Oberliga geschafft hat. Allerdings verletzte sich Zellmer, der zur neuen Saison wieder nach Zweibrücken zurückkehrte, vor Rundenbeginn am Knie und ist zum Zuschauen verdammt. Mit TVH-Spielertrainer Daniel Sorg und Michael Mathieu greifen bei den Homburgern allerdings zwei ehemalige Drittligahandballer der 64er ins Geschehen ein. Auch Sebastian Mathieu, der alle Jugendmannschaften beim SV 64 durchlief und Niklas Eberhard waren für den SV zwischenzeitlich in der Oberliga am Ball.

Durch den besonderen Charakter dieses Lokalderbys erhoffen sich die Gastgeber endlich einmal mehr Zuschauer in der Robert-Bosch-Sporthalle. Bisher verloren sich kaum mehr als 50 Fans in der Halle. „Es ist schade, dass uns leider so wenige Fans bei unserem schweren Kampf um den Klassenerhalt unterstützen“, sagt Sorg. Am Sonntagabend aber rechnet er mit besser besetzten Rängen. „Eine Zuschauerprognose zu geben, ist allerdings schwer“, meint Sorg. Mit Sicherheit werden aber auch einige Handballfans des SV 64 Zweibrücken ihre Mannschaft bei diesem Derby unterstützen, liegen doch kaum mehr als elf Kilometer zwischen den beiden Städten.

Auch eine Prognose bezüglich des Spielausgangs sei, so Sorg, schwer abzugeben. „Ich denke, dass die Zweibrücker schon in einer leichten Favoritenrolle in diese Begegnung gehen. Aber wir wollen und werden dagegen halten“, verweist Sorg auf die knappen Heimniederlagen seines Teams gegen den Mülheim und die HSG Kastelaun/Simmern. „Es ist ein Derby und ich denke, dass da alles möglich ist.“ Zu verlieren habe der Aufsteiger überhaupt nichts. „Zweibrücken ist natürlich mit seiner Routine aus der 3. Liga und nun der RPS-Oberliga mit vielen erfahrenen Spielern gut besetzt.“ Ob und in welcher Form es den Gastgebern gelingen wird, dagegen zu halten, „wird sich dann zeigen“.



SV 64-Trainer Stefan Bullacher ist sich aber ebenfalls bewusst, dass seine Mannschaft am Sonntag „für den Erfolg viel investieren muss“. Auf den wurfgewaltigen Eberhard und auf Linkshänder Philipp Daume, der auch schon für die HF Illtal spielte, müssen die Zweibrücker besonders aufpassen. Zusammen traf das Duo bereits 64 Mal ins Schwarze. Daher warnt Bullacher seine Truppe im Vorfeld eindringlich davor, den kommenden Gegner am aktuell letzten Tabellenplatz einzuordnen. „Homburg hatte zu Beginn der Saison ein paar personelle Probleme und mit Mülheim, Illtal, Budenheim und Offenbach vier Spiele gegen Teams aus dem vorderen Tabellendrittel. Der Punktestand ist durchaus spielplanbedingt. Wir nehmen zwar die Favoritenrolle an, aber es ist ein echtes Saarpfalzderby“, hat der A-Lizenzinhaber großen Respekt vor der Mannschaft seines ehemaligen Schützlings Daniel Sorg. Auf das Wiedersehen mit dem jetzigen Homburger Trainer und ehemaligen Zweibrücker Publikumsliebling freut sich Bullacher besonders: „Es wird schön ihn wieder zu sehen. Daniel war nicht nur ein toller Spieler, sondern immer ein vorbildlicher Sportsmann und ein herzlicher Mensch“.

Personell geht der TV Homburg angeschlagen in das Derby. So fallen weiter Johannes Pelletier und David Klein aus. Auch Sorg selbst kann nicht mitwirken. Er laboriert an einer Kapselverletzung am Daumen seiner Wurfhand. Auch Hendrick Schmitt wird fehlen. Stefan Bullacher muss neben Thomas Zellmer unter Umständen auf Niklas Bayer verzichten. Er verletzte sich im Saarderby gegen Völklingen und konnte vergangene Woche nicht trainieren. Sein Einsatz ist fraglich und wird erst am Spieltag entschieden. „Auch wenn wir dieses Spiel verlieren sollten, die Saison ist noch lang“, blickt Sorg voraus. Erst nach dem Saarpfalz-Derby gehe es für den TV Homburg so richtig los in der Liga, wenn man gegen die unmittelbaren Kontrahenten um den Klassenerhalt antritt.

TVH-Spielertrainer Daniel Sorg kann am Sonntag im Derby nur von außen auf sein Team einwirken.
TVH-Spielertrainer Daniel Sorg kann am Sonntag im Derby nur von außen auf sein Team einwirken. FOTO: Markus Hagen
(ha)