| 23:31 Uhr

Handball-Oberliga
TV Homburg schlägt sich selbst

Schwer tat sich der TVH um Hendrik Schmidt (li.) gegen Kastellaun.
Schwer tat sich der TVH um Hendrik Schmidt (li.) gegen Kastellaun. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Homburg. Handball-Oberliga: Aufsteiger verliert Heimspiel gegen die HSG Kastellaun/Simmern 24:27. Von Markus Hagen

Die Enttäuschung ist den Spielern nach Abpfiff deutlich anzusehen. Vor allem darüber, weil diese 24:27 (11:12)-Heimniederlage des TV Homburg in der Handball-Oberliga gegen die HSG Kastellaun/Simmern unnötig war. „Wenn man es nicht versteht, ein 6:4-Überzahlspiel zu Toren zu nutzen und dabei sogar noch einen Treffer kassiert, sich dazu viele Ballverluste und technische Fehler leistet, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man am Ende wieder mit leeren Händen dasteht“, erklärte Spielertrainer Daniel Sorg niedergeschlagen. Der erste Saisonsieg am vierten Spieltag wäre drin gewesen für den Aufsteiger. Allein die vielen Fehler der Gastgeber ermöglichten den Gästen den Sieg. So bleibt der TV Homburg ohne Punkt weiter Schlusslicht.

 Vor der ebenfalls enttäuschenden Zuschauerkulisse von rund 60 Fans in der Robert-Bosch-Schulhalle entwickelte sich von Beginn an ein offenes Spiel. Über 2:2, 4:4 und 6:6 setzte sich der Gastgeber erst einmal auf 8:6 ab. Doch den Homburgern fehlte die Ruhe, die Angriffe gut abzuschließen und hinten kamen Fehler hinzu. So kämpften sich die Gäste aus dem Hunsrück zurück. Nach einem vergebenen Siebenmeter des TVH durch Michael Mathieu lag die HSG mit 10:9 vorne. Die knappe Pausenführung von 12:11 für die Gäste ließ eine spannende zweite Halbzeit erwarten.

Doch den Auftakt in diese Hälfte verschlief das Sorg-Team komplett. Nach nicht mal zwei Minuten lag es mit 11:14 in Rückstand. Und Kastellaun/Simmern setzte sich weiter auf 17:13 ab (39.). Dank einiger guten Paraden von TVH-Torhüter Maximilian Loschky kämpften sich die Saarländer wieder auf 18:19 wieder heran. Alles war wieder offen. Zumal Loschky weiter stark hielt und die Hintermannschaft auch besser arbeitete. Allein im Angriff vergab Homburg weiter einige Chancen. Sogar ein 6:4-Überzahlspiel konnte der Gastgeber nicht nutzen. So verpasste es der TVH, in Führung zu gehen. Bis drei Minuten vor dem Abpfiff lag die HSG stets mit einem Tor vorne. Beim Stand von 23:23 (57.) kassierte zunächst der Homburger Muhamet Durmishi eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Wenig später musste auch sein Mitspieler Sebastian Mathieu mit einer Zeitstrafe vom Feld. Kastellaun/Simmern wusste mit diesem Überzahl-Vorteil viel mehr anzufangen, als der TV Homburg zuvor und setzte sich am Ende etwas glücklich durch.



„Auch aus diesem Spiel müssen wir wieder etwas lernen“, analysierte Daniel Sorg enttäuscht. „Wir hatten uns so viel vorgenommen. Ein Sieg war mit Sicherheit möglich. Doch Kleinigkeiten entscheiden eine solche Partie, erst recht wenn beide Teams leistungsmäßig auf Augenhöhe liegen.“ Letzten Endes habe sich sein Team durch zu viele eigene unnötige Fehler selbst geschlagen.

Dennoch muss der TV Homburg nach vorne schauen, wenn die kommenden Aufgaben auch nicht leichter werden. Am Samstag wartet um 18.30 Uhr erneut in heimischer Halle mit den SF Bundenheim eine hohe Hürde, ehe es am 10. Oktober zu den HF Illtal geht. Anschließend steht das Saarpfalzderby am 17. Oktober in Homburg gegen den SV 64 Zweibrücken an.