| 20:20 Uhr

Nichts zu holen
TV Homburg kassiert deutliche Klatsche

Nichts zu holen gab es für Michael Mathieu (rechts) mit dem TV Homburg in Vallendar.
Nichts zu holen gab es für Michael Mathieu (rechts) mit dem TV Homburg in Vallendar. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Vallendar. Handball-Oberliga: Der Aufsteiger wird beim HV Vallendar mit einer herben 19:32-Niederlage aus der Halle geschickt. Von Markus Hagen

Nicht nur die Spieler schlichen mit hängenden Köpfen vom Feld. Auch Spielertrainer Daniel Sorg war nach der deutlichen Niederlage sichtlich bedient. Mit 19:23 (10:16) musste sich der TV Homburg in der Partie der RPS-Handball-Oberliga beim HV Vallendar geschlagen geben.

„Wenn man nach 15 Minuten so disziplinlos auftritt, die Lauf- und Kampfbereitschaft einstellt, dann gewinnt man kein Spiel“, kritisierte Sorg. Allein 17 Mal liefen die Homburger in Tempogegenstöße – und kassierten entsprechend viele Gegentreffer. „Da stimmte nach einer Viertelstunde überhaupt nichts mehr: Weder in der Deckung, noch in der Abwehr“, ging der TVH-Spielertrainer mit seinen Jungs hart ins Gericht. So schwach hätte man sich einfach nicht präsentieren dürfen, monierte er.

Dabei fing das Auswärtsmatch noch ganz ordentlich an für den Tabellenletzten. Mit 2:0 und 4:2 sowie 6:4 nach zwölf Minuten führten die Saarländer. „Da lief es noch rund und eigentlich ganz nach unseren Vorstellungen“, so Sorg. Doch nach dem 7:7-Zwischenstand ging plötzlich die Spielordnung verloren. „Irgendwie kam ein Bruch in unser Spiel, den wir bis zum Ende nicht mehr kitten konnten“, erklärte der Trainer enttäuscht. Beim TV Homburg häuften sich die Fehler – hinten wie vorne im Angriff. Kaum etwas lief mehr zusammen. Über 10:7 zog Vallendar auch dank ihrer beiden jeweils achtfachen Torschützen Philipp Woods und Lukas Hertz über 15:9 zum 16:10-Pausenstand davon. Damit war die Partie nach 30 Minuten bereits so gut wie entschieden – zugunsten des HV Vallendar.



Immer wieder leisteten sich die Gäste auch im zweiten Durchgang einfache Ballverluste und kassierten einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Über 22:16 (44.) schraubte Vallendar das Ergebnis auf 26:17 in die Höhe. Je länger das Spiel dauerte, desto schlechter und unkonzentrierter trat der TV Homburg auf. Am Ende gab es mit dem 19:32 eine richtige Auswärtsklatsche für die Mannen um Spielertrainer Sorg.

„Nach acht Niederlagen sind wir schon ziemlich verunsichert. Die schlechte Serie trägt natürlich nicht zum Selbstvertrauen bei“, sagte der TVH-Trainer. „Dabei hatten wir uns richtig viel für das Spiel in Vallendar vorgenommen.“

Neu motivieren muss sich der sieglose Aufsteiger für das nächste Heimspiel am Samstag. Ab 18.30 Uhr ist die HSG Worms zu Gast. Der Wunsch von Sorg: einmal über 60 Minuten eine konzentrierte und kämpferische Leistung des TVH.