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Handball-Oberliga
Wieder einen Schritt zurück gemacht

Bingen. Handball-Oberliga: Schlusslicht TV Homburg unterliegt in Bingen klar 21:39. Neuzugang überzeugt aber. Von Markus Hagen

„Das war ein Rückfall in alten Zeiten“, zeigte sich Jörg Ecker, Handball-Abteilungsleiter beim TV Homburg, verärgert über die klare 21:39-Niederlage bei der HSG Rhein-Nahe Bingen. Die Art und Weise, wie sich der ersatzgeschwächte Aufsteiger zur Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Samstag präsentierte, hatte ihn enttäuscht. „In Saulheim und zuletzt gegen den TV Hochdorf haben Trainer Daniel Sorg und ich gedacht, dass es leistungsmäßig aufwärts geht. Und dann so was.“

Im Angriff verwarfen die Homburger viele freie Bälle, von den Außenpositionen kam überhaupt nicht viel. „Wenn wir in Rückstand geraden, wird unsere Spielweise viel zu hektisch. Zu schnell wird der Abschluss gesucht, Bälle vergeben und der Gegner startet dann den erfolgreiche Gegenangriff.“

So gestaltete sich die Partie auch am Samstagabend in Bingen. In den ersten 13 Minuten hielt Homburg noch ganz gut mit, auch wenn die HSG mit 7:4 führte. Doch Über 8:4 stand es nach 20 Minuten schon 10:5. Und von diesem Zeitpunkt an lief beim Schlusslicht aus Homburg nicht mehr viel zusammen. Über 13:6 und 17:9 setzten sich die Gastgeber bis zur Pause auf 19:9 ab. 



„Je länger die Partie dauerte, desto häufiger wurden die Fehler in allen Bereichen.“ 15 Minuten vor dem Abpfiff stand es bereits 29:14 für die Binger. Das Spiel entwickelte sich immer schneller zu einem Debakel und zur erneuten Lehrstunde für den TV Homburg, der am Ende mit 21:39 gewaltig unter die Räder geriet.

„Das war eine sehr heftige Niederlage, die in dieser Höhe zumindest hätte nicht passieren dürfen. Aber man muss auch festhalten, dass wir mit vielen Ausfällen zu kämpfen hatten“, sagte Ecker am Ende schon wieder beschwichtigt. So verletzte sich am Donnerstag Niklas Eberhard im Training: Verdacht auf Außenbandabriss im Knöchel. Philipp Daume stand wegen einer Magen- und Darmgrippe nicht zur Verfügung. Auch Michael Matthieu hatte es erwischt. Er konnte daher nur wenige Minuten in Bingen spielen, wie auch der lange Zeit verletzte Johannes Pelletier. Daniel Sorg fehlte erneut wegen seiner Kapselverletzung am Damen seiner Wurfhand.

Trotz der zwölften Niederlage im zwölften Saisonspiel und dem letzten Tabellenplatz hat Ecker den Klassenverbleib noch nicht aufgegeben. „Ich hoffe, dass Daniel uns wieder in den letzten drei Spielen in diesem Jahr zur Verfügung steht. Pelletier wird wieder kommen, seinen Trainingsrückstand aufholen.“ Große Hoffnung setzt der Abteilungsleiter aber auch in den jüngsten Neuzugang: Robin Von Lauppert, der zuletzt beim TuS Dansenberg spielte und aus der A-Jugend des SV 64 Zweibrücken stammt, sei bei seinem TVH-Debüt der einzige Lichtblick in Bingen gewesen. Immerhin traf der 19-Jährige sechs Mal. „Mit ihm haben wir einen starken Rückraumspieler geholt“, erklärte Jörg Ecker. Für den TV Homburg gilt es nun aber, endlich zu punkten. In den kommenden beiden Heimspielen gegen VTV Mundenheim und TSG Friesenheim II sowie bei der HSG Völklingen sollte dies, so Ecker, durchaus möglich sein.

„Wir liegen nur einen Punkt hinter dem Vorletzten aus Friesenheim. Wenn wir diesen überholen, reicht das für den Ligaverbleib“, geht Ecker davon aus, dass die VT Zweibrücken-Saarpfalz in der 3. Liga bleiben wird.