| 22:10 Uhr

Handball-Oberliga
„Ohne Harz eine andere Sportart“

Schwer taten sich die SV 64-Spieler um Benjamin Zellmer mit dem Harzverbot bei der HSG Eckbachtal.
Schwer taten sich die SV 64-Spieler um Benjamin Zellmer mit dem Harzverbot bei der HSG Eckbachtal. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Dirmstein. Handball-Oberliga: Der SV 64 Zweibrücken leistet sich beim 18:21 gegen die HSG Eckbachtal zu viele Fehlversuche.

Nach sieben ungeschlagenen Spielen in Folge, hat es den SV 64 Zweibrücken wieder erwischt. Die Oberliga-Handballer verloren ihr Auswärtsspiel in Dirmstein gegen die HSG Eckbachtal mit 18:21 (8:9). Ohne das gewohnte Haftmittel blieben die 64er in der Offensive zwar Vieles schuldig, lieferten sich aber dennoch mit den Hausherren ein umkämpftes Duell auf Augenhöhe, das sie erst in der Schlussphase verloren. Bester SV-Spieler war Torhüter Benni Berz, der ebenso wie sein Pendant auf Eckbachtaler Seite, Rouven Hahn, mit etlichen Paraden glänzte

Es war das erwartet schwere Spiel. Eckbachtal fühlte sich in der heimischen Sporthalle mit dem vorherrschenden Haftmittelverbot pudelwohl, während die 64er überhaupt keinen Zugriff auf das nicht geharzte Spielgerät und auch nicht auf das komplette Angriffsspiel bekamen. Für ein Novum der aktuellen Oberligasaison sorgte die Tatsache, dass den Zweibrücker Rückraumspielern kein einziger Treffer aus der Distanz gelang. Aber auch aus der Nahwurfzone hatten die Jungs von Trainer Stefan Bullacher ihre liebe Not. Allein vier verworfene Siebenmeter, mehrere Fehlversuche vom Kreis und von den Außenpositionen und etliche Ballverluste durch technische Fehler standen nach sechzig Minuten auf der Liste der Missgeschicke. Für den kuriosesten Ballverlust musste Youngster Philipp Meiser Pate stehen, der beim freien Wurfversuch von außen einfach den Ball in der Ausholbewegung verlor. Dennoch blieben die Gäste immer auf Augenhöhe, weil die Abwehr konsequent verteidigte und sich Benni Berz mehrfach glänzend auszeichnen konnte. Mit einer 9:8 Führung für die HSG wurden die Seiten gewechselt.

Direkt nach der Pause folgte die stärkste Phase der Zweibrücker. Bis zur 46.Minute setzten sie sich auf zwei Treffer ab (14:12), versäumten es aber zu leichtfertig, den Deckel auf die Begegnung drauf zu machen. Ein Pfostentreffer von Philipp Hammann, eine vergebene Großchance von Kian Schwarzer und zwei Ballverluste von Tom Grieser und Lukas Majbik im Spielaufbau verhinderten eine Vorentscheidung. Und brachten die Hausherren wieder ins Spiel zurück. So ging es beim 15:15 (51.) in die entscheidende Phase. In der verbleibenden Zeit mussten Lukas Majbik (52.), Philipp Meiser (54.) und Kapitän Tom Grieser (59.) mit einer Zeitstrafe vom Feld, sodass die dezimierte Zweibrücker Abwehr in neun Minuten noch sechs Gegentreffer hinnehmen musste. Am Ende verloren sie 18:21 und die Gastgeber freuten sich über ihren fünften Heimsieg in Folge. Angesichts von fünf Eckbachtalern Heimsiegen und sieben teilweise deftigen Niederlagen mit Haftmittel, fiel es Bullacher nach dem Schlusspfiff etwas schwer, ein passendes Fazit der Niederlage zu ziehen: „Mir fehlen ein bisschen die Worte. Scheinbar sind Handball mit und ohne Harz zwei verschiedene Sportarten und ganz offensichtlich können wir mit der Sportart heute nicht viel anfangen. Glückwunsch an die HSG, die das Spiel verdient gewonnen hat. Schade war allerdings, dass die Entscheidung in der Schlussphase durch die Unterzahlsituationen gefallen ist“.



Kommenden Samstag, 18 Uhr, empfangen die Zweibrücker die HSG Worms.