| 20:09 Uhr

Handball-Oberliga
Keinen kühlen Kopf bewahrt

 Die Klasse von Katharina Koch (weiß) allein reichte den SV 64-Frauen in Osthofen nicht.
Die Klasse von Katharina Koch (weiß) allein reichte den SV 64-Frauen in Osthofen nicht. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken . Handball-Oberliga: Frauen des SV 64 unterliegen in Osthofen mit 31:35. Von Roman Kuhn

Zu oft hat es die TG Osthofen geschafft, den Abwehrriegel der Oberligahandballerinnen des SV 64 Zweibrücken zu knacken. So unterlag die Mannschaft von Trainer Rüdiger Lydorf in einer torreichen Partie mit 31:35. Beste Schützin aufseiten des SV 64 war Katharina Koch mit elf Treffern.

Dabei starteten die Gäste gut in die Partie, gingen direkt mit 6:3 in Führung (7.). Vor allem Katharina Koch zeigte gleich ihre Klasse, indem sie drei der sechs erzielten Treffer auf ihrem Konto verbuchen konnte. Doch diese Führung währte nicht lange. Durch das schnelle Tempospiel auf beiden Seiten schlichen sich einige technische Fehler in der Spielanlage der Schützlinge von Rüdiger Lydorf ein: „Wir wurden zu hektisch und mussten so einige Ballverluste hinnehmen, die dann häufig durch das gute Konterspiel unserer Gegner und unser eher schwaches Rückzugsverhalten zu Gegentoren führten“. Durch einen 6:1-Lauf machte die TG ihren Rückstand schnell wett, zog auf 9:7 (13.)vorbei. Darauf reagierte Lydorf mit einer Auszeit. Und diese zeigte ihre Wirkung. Bis zur 23. Minute konnte sich seine Mannschaft wieder auf ein 14:14 herankämpfen. Doch dann übernahm Osthofen wieder das Kommando. „Wir waren viel zu Unkonzentriert in der Deckung und luden die TG ein, Tore zu werfen“, kommentierte Lydorf diese Phase. Der Gastgeber nutze die Lücken eiskalt aus und zog durch einen erneuten 4:0-Lauf bis zur Pause auf 18:14 davon.

Nach der Halbzeit fanden die 64er wieder besser ins Spiel. „Die Abwehr stand sicherer und provozierte Fehler. So konnten wir uns immer weiter zurück in die Partie kämpfen“, freute sich Lydorf. Über 17:21, 20:22 und 21:23 glichen die Löwinnen zum 23:23 (41.) aus. Als dann in der 49. Minute beim Spielstand von 26:26 Tatjana König von Osthofen eine Zeitstrafe erhielt, hatte Zweibrücken die Chance, in Führung zu gehen. „Wir haben zwei gute Möglichkeiten liegen lassen in der Überzahl und im Gegenzug haben wir zwei Gegentreffer kassiert. So etwas darf uns einfach nicht passieren. Auch wenn wir durch das Fehlen von Renata Szabo und Pauline Hartfelder wenig wechseln konnten, müssen wir in solchen Situationen einen kühlen Kopf bewahren“. Diese Tore konnten die Zweibrückerinnen nicht mehr aufholen.



„Ich denke bei 35 Gegentoren ist klar, woran es gelegen hat. Wir waren in der Abwehr zu offen und zu unkonzentriert. Wir hatten genug Gelegenheiten, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden“, haderte Lydorf. „Auch wenn die Kräfte unseres kleinen Kaders immer mehr schwanden, trafen wir zu oft schlechte und überhastete Entscheidungen.“ Somit verloren die 64er erneut, konnten sich nicht von ihrer Negativserie befreien. Von den letzten vier Spielen gewann der SV nur eins. „Jetzt heißt es aber erstmal den Fokus auf das kommende Pokalwochenende zu legen. Hier wollen wir natürlich erfolgreich sein“, blickt Lydorf motiviert nach vorne.