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Gute zweite Hälfte
SV 64-Frauen bestehen auch in Waldsee

SV 64-Spielerin Lucie Krein (am Ball) war mit acht Treffern beste Werferin gegen Waldsee.
SV 64-Spielerin Lucie Krein (am Ball) war mit acht Treffern beste Werferin gegen Waldsee. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Zweibrückens Torfrau Daphne Huber hielt ihr Team in Halbzeit eins im Spiel. Am Ende hieß es 30:21 für den SV 64.

Die Oberligahandballerinnen des SV 64 Zweibrücken haben hart kämpfen müssen. Am Ende haben sie ihr Auswärtsspiel in der Oberliga gegen die TG Waldsee aber doch noch klar mit 30:21 (11:10) gewonnen. Dabei bedurfte es bei den Mädels von Trainer Rüdiger Lydorf aber erst einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.

In den ersten dreißig Minuten lieferten sich beide Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe. Es war nicht erkennbar, wer das Team des Tabellenvierten und wer das punktlose Schlusslicht der Oberliga ist. Ganz im Gegenteil. Die TG Waldsee spielte frech auf, und das obwohl mit der zweitligaerfahrenen Christina Wilhelm ihre namhafteste Spielerin fehlte. Die bewegliche Deckung der TG provozierte einige technische Fehler im SV-Angriff und unterband geschickt das gefürchtete Tempospiel der Gäste. So waren es die Vorderpfälzerinnen selbst, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Lediglich die stark haltende SV-Torfrau Daphne Huber bewahrte ihr Team vor einem deutlichen Rückstand zur Pause. Das Halbzeitergebnis von 11:10 für die 64er war sehr schmeichelhaft. „Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen. Daphne hat uns mit einer überragenden Leistung im Spiel gehalten. Ohne sie wäre die Wende völlig unmöglich gewesen“, gab sich Lydorf selbstkritisch.

Es dauerte im zweiten Durchgang noch fast zehn Minuten bis sich die Zweibrückerinnen aus ihrer Lethargie lösten. Ausgerechnet eine doppelte Zeitstrafe gegen Lucie Krein und Ina Sohns (38.) gab das Signal zum Wendepunkt. Kaum waren die beiden wieder auf dem Feld zurück, legten die Gäste los wie die Feuerwehr. Nach dem zwischenzeitlichen 13:12 brachen sie den Widerstand der TG durch einen 6:1-Lauf. Krein glänzte nun als Torjäger und Vorbereiter und war am Ende mit acht Toren beste Spielerin. Über 20:15 (47.), 24:18 (52.) und 28:20 (57.) steuerten die 64er in der Schlussphase einem ungefährdeten 30:21-Auswärtssieg entgegen. Die letzten fünf Tore für die Rosenstädter gingen dann allesamt auf das Konto der Zweibrücker Talentschmiede. Die A-Jugendlichen Annalena Frank (3) und Jasmina Zimmermann (1), sowie die B-Jugendspielerin Janine Baus (1) trafen. „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit den nächsten Auswärtspunkten, auch wenn ich mir ein besseres Auftreten in der ersten Hälfte gewünscht hätte. Das Ergebnis war am Ende vielleicht um ein paar Tore zu hoch“, bilanzierte Lydorf.