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Handball-Oberliga
Frauen des SV 64 sichern Sieg im Schlussspurt

 Nach holprigem Beginn haben sich die SV 64-Frauen um Top-Torschützin Annalena Frank (rechts) in Osthofen durchgesetzt.
Nach holprigem Beginn haben sich die SV 64-Frauen um Top-Torschützin Annalena Frank (rechts) in Osthofen durchgesetzt. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Osthofen. Handball-Oberliga: Der Tabellenzweite pirscht sich durch den 23:17-Erfolg bei der TG Osthofen an Spitzenreiter HSG Wittlich heran. Von Roman Kuhn

Der Start war holprig, dennoch reichte es für die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken zum nächsten Sieg. Bei der TG Osthofen gelang den Löwinnen mit dem 23:17 der vierte Erfolg im vierten Oberligaspiel des Jahres. Damit behauptete der SV 64 Platz zwei hinter der HSG Wittlich, die in Bassenheim einen Punkt abgab. Beste Werferin im Team von Trainer Rüdiger Lydorf war Annalena Frank mit sechs Toren.

Der Tabellenzweite aus Zweibrücken musste auf die beiden an der Hand verletzten Stammspielerinnen Lara Schlicker und Lucy Dzialoszynski verzichten. Deshalb bot Trainer Rüdiger Lydorf mit Jasmine Zimmermann und Jannine Baus noch zusätzlich zwei A-Jugendspielerinnen auf, die zuvor am gleichen Tag in der Jugendoberliga bereits in Friesenheim im Einsatz waren. So waren die personellen Vorzeichen beim Auswärtsspiel in Rheinhessen nicht ganz optimal. Die favorisierten 64er fanden anfangs auch nur schwer ins Spiel. Zu viele technische Fehler, Hektik und Unkonzentriertheiten führten dazu, dass sie ständig einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten. „Wir konnten heute in der ersten Halbzeit im Angriff leider nichts umsetzten, was wir uns vorgenommen haben“, analysierte ein selbstkritischer SV-Trainer. Und in der Tat erlöste erst der Halbzeitpfiff bei einem Rückstand von 7:9 seine Schützlinge – und die Gäste hatten in der Pause die Möglichkeit sich neu zu orientieren.

Die Halbzeitansprache zeigte sichtlich ihre Wirkung. Die Zweibrückerinnen fanden nun die richtigen Ansätze. Immer wieder konnten sich die Gäste gute Torchancen erarbeiten und erspielten sich acht Minuten nach dem Beginn der zweiten Hälfte ihre erste Führung der Begegnung (11:12). Bis zur 51. Minute bauten sie durch einen Dreierpack von Toptorjägerin Annalena Frank ihre Führung erstmals auf drei Tore aus (14:17). Am Ende fiel der Sieg durch einen 4:1-Lauf sogar noch weitaus deutlicher aus, als es das Kräfteverhältnis auf dem Spielfeld über die vollen 60 Minuten vermuten ließ. „Wir haben die erwartet schwere Aufgabe bei der TG Osthofen heute im Schlussspurt gelöst. Auch wenn das Ergebnis am Ende etwas zu deutlich war, haben wir uns den Sieg verdient und gehen nun mit einem guten Gefühl ins Topspiel gegen Kandel nächste Woche. Ich hoffe, dass bis dahin alle Mädels wieder fit sind“, zieht Rüdiger Lydorf letztendlich ein positives Fazit aus dem Spiel. Am kommenden Samstag geht es für die SV 64-Frauen nun zum Topspiel gegen den direkten Tabellennachbarn.