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Handball-Oberliga
TV Homburg verliert klar beim Zweiten in Budenheim

Budenheim. Handball-Oberliga: Der Aufsteiger lädt den Tabellenzweiten beim 21:36 mit zahlreichen Fehlern zu einfachen Toren ein.

Chancen auf ein Erfolgserlebnis hatte sich der TV Homburg am Samstagabend in Budenheim gar nicht ausgerechnet. So deutlich wollte der Aufsteiger aber auch nicht unter die Räder kommen. Deprimiert mussten die TVH-Spieler nach der deutlichen 21:36-Niederlage die weite Heimreise antreten.

„Wir reden, reden und reden, was wir besser machen müssen, wie wir taktisch bei unseren Angriffen auftreten – und dann wieder so etwas“, sagte TVH-Trainer Jörg Ecker konsterniert. Gut 15 technische Fehler luden die Budenheimer immer wieder dazu ein, mit schnellen Gegenstößen die entblößte Homburger Abwehr zu überrumpeln. Schon die Anfangsminuten hatte der Aufsteiger total verschlafen. „Da werfen wir nach zehn Sekunden im Angriff den Ball einfach weg, statt die Angriffe viel länger und konzentrierter zu fahren.“ 4:0 führten die Sportfreunde Budenheim schon nach wenigen Minuten. Immerhin stand die Abwehr danach recht solide im 6:0-Modus. „Das war ganz ordentlich.“ Nach elf Minuten stand es nur noch 6:4 für den Gastgeber. „Wir waren wieder im Spiel, aber dann kamen wieder die alten Fehler“, kritisierte Ecker, dass seine Mannschaft nur phasenweise die taktischen Vorgaben umsetzen konnte. Budenheim profitierte von den vielen TVH-Fehlern, nach einem 6:0-Lauf stand es 12:4 für die SF. Von diesem Rückstand erholten sich die Homburger nicht mehr. Über 15:9 und 16:10 stand es zur Pause schließlich 17:10.

„Man merkte, dass Budenheim richtig heiß war, die Heimpleite zuletzt gegen den TV Mülheim zu korrigieren“, stellte Ecker fest. Bei seiner Mannschaft lief im Rückraum nichts zusammen. Über die Außen kam ebenfalls zu wenig. Und auch im zweiten Abschnitt luden die Gäste den Tabellenzweiten zu einfachen Treffern ein. Zehn Minuten waren in Halbzeit zwei gespielt, Budenheim führte inzwischen mit 25:12, als der TVH endlich besser dagegenhalten konnte. Diese Spielphase hatte Budenheim nur mit 11:9 für sich entschieden. Dennoch könne sich die Mannschaft über 60 Minuten nicht so präsentieren, betonte Ecker. „Wenn wir an unsere Leistungsgrenze herangehen, meine Spieler das umsetzen, was wir besprechen und vorgeben, dann können wir mit einer achtsamen Niederlage erhobenen Hauptes wieder abreisen. So aber geht’s wirklich nicht.“



Ecker hofft, dass seine Jungs aus dieser Niederlage gelernt haben, um die kommenden Aufgaben besser zu lösen. Denn mit dem Heimspiel gegen die Handballfreunde Illtal am Samstag und anschließend der Partie beim SV 64 Zweibrücken warten zwei weitere Topteams auf den Ligavorletzten.

(ha)