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Handball-Jugendbundesliga
SV 64-A-Jugend landet Auswärtscoup

SV 64-A-Junior Nico Müller verdiente sich für seinen starken Auftritt in Konstanz ein Sonderlob seines Trainers.
SV 64-A-Junior Nico Müller verdiente sich für seinen starken Auftritt in Konstanz ein Sonderlob seines Trainers. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Konstanz . Junioren-Handball-Bundesliga: Zweibrücker Nachwuchs dreht Fünf-Tore-Rückstand in Konstanz zum 34:31-Erfolg.

Die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken haben sich beeindruckend zurückgemeldet. Nach zuletzt zwei bitteren Niederlagen in der Jugendbundesliga feierten die Nachwuchshandballer des SV am Wochenende einen 34:31 (16:14)-Auswärtssieg bei der HSG Konstanz. Dabei schafften es die Jungs von Trainer Klaus Peter Weinert nicht nur, einen Fünf-Tore-Rückstand wett zu machen, sondern lagen danach zeitweise selbst mit fünf Treffern in Führung. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Abwehrspezialist Nico Müller, der im zweiten Durchgang fünf Treffer erzielte.

Die Anfangsphase der Partie gehörte allerdings eindeutig den Hausherren. Weinert monierte vor allem, dass seine Spieler in der Abwehr deutlich zu zaghaft agierten und den schnellen HSG-Angreifern zu große Freiräume ließen. „Wir haben in der Deckung permanent unsere Zweikämpfe verloren und im Angriff fehlte es in der letzten Konsequenz beim Abschlussverhalten“, haderte der Coach mit der fehlenden Einstellung seiner Mannschaft. Als logische Folge sahen sich seine Spieler nach 20 Minuten mit einem 9:14-Rückstand konfrontiert. Doch bereits in den Schlussminuten der ersten Halbzeit deuteten die 64er an, dass sie aus ihrer Lethargie erwacht waren. Bis zum Seitenwechsel verkürzten sie den Rückstand auf zwei Tore (14:16) und lagen wieder in Schlagdistanz. „Die Jungs waren in der Pause sehr selbstkritisch.“ Zudem seien sie sich einig gewesen, dass man bei einem Zwei-Tore-Rückstand nach einer so schwachen Leistung mit Kampf und Engagement auf jeden Fall noch etwas reißen kann.

Und die Reaktion der Mannschaft folgte gleich nach Wiederbeginn. Mit einem 9:4-Lauf drehten die Junglöwen innerhalb von nur 15 Minuten die Partie und holten sich durch die 23:20-Führung (45.) die nötige Sicherheit auf dem Feld zurück. SV 64-Torwart Benni Haubeil konnte sich hinter einer guten Deckung durch einige Paraden auszeichnen und das Zusammenspiel der Halbangreifer mit ihren Flügelspielern, das im vorangegangenen Spiel so sträflich vernachlässigt wurde, klappte wieder. Die Saarpfälzer zogen bis zum zwischenzeitlichen 34:29 (58.) unaufhaltsam davon und steuerten einem souveränen Auswärtssieg entgegen.



Da waren die beiden Roten Karten gegen Sebastian Meister und Felix Dettinger in der Schlussphase lediglich noch eine Randnotiz. SV-Trainer Klaus Peter Weinert war nach dem Schlusspfiff nicht nur stolz auf sein Team, sondern auch mit der Aufarbeitung der beiden Niederlagen gegen Göppingen und Jano Filder: „Wir haben nach den beiden Niederlagen alle kritischen Punkte angesprochen und auch explizit darauf hin trainiert. Wenn ich mir gerade das Spiel in Konstanz nochmal vor Augen halte, konnten wir alle Defizite der letzten Partien gut aufarbeiten. Benni Haubeil hat wieder seine Klasse unter Beweis gestellt, die Außen wurden vom Rückraum gut in Szene gesetzt und Nico Müller hat im Rückraum für Entlastung gesorgt“, lobte der SV 64-Coach seine Jungs. Mit dem Sieg verteidigten die Zweibrücker ihren dritten Tabellenplatz. An diesem Samstag, 16 Uhr, empfängt die A-Jugend nun den Tabellenachten VFL Günzburg in der Ignaz-Roth-Halle.