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Kaderplanung
VTZ muss Kurotschkin ziehen lassen

 Ein herber Verlust für die VTZ: Wladislaw Kurotschkin greift in der kommende Saison wieder für Saarlouis an.
Ein herber Verlust für die VTZ: Wladislaw Kurotschkin greift in der kommende Saison wieder für Saarlouis an. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken . Der Spielmacher des Handball-Drittligisten kehrt zur HG Saarlouis zurück. Die Verträge mit Martin Mokris, Richard Wilga, Robin Schweitzer und Jacob Brauns konnten die Zweibrücker hingegen verlängern. Von Jadran Pesic

Während die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz sich in der Halle fleißig auf die Rückrunde in der 3. Liga Süd vorbereiten, arbeiten die Verantwortlichen im Hintergrund am Kader für die kommende Runde. Mit vier Spielern konnten die Verträge nun verlängert werden. Einen herben Verlust müssen die Zweibrücker allerdings auch verzeichnen: Kreisläufer und Führungsspieler Wladislaw Kurotschkin wird die VTZ in Richtung alter Heimat verlassen und sich dem Ligakonkurrenten HG Saarlouis anschließen.

Es ist wahrlich keine leichte Situation für den Vorstand der VTZ um Klaus Biehl. Es gilt zunächst den Fokus komplett auf das große Ziel Klassenerhalt in Liga drei zu richten. Obwohl die Saarpfälzer derzeit einen Abstiegsplatz belegen, sind die Chancen den direkten Abstieg zu verhindern keinesfalls gering. Doch die durchaus gute Position zwingt die Verantwortlichen der VTZ zweigleisig zu planen. Sollte der Ligaverbleib realisiert werden, gilt es, eine erneut schlafkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Ebenso im Falle des Abstiegs, um in der Oberliga direkt wieder eine gute Rolle spielen zu können.

Jede Mannschaft, die in den Genuss des Aufstiegs kam, weiß aber auch, dass gute Leistungen der eigenen Mannschaft schnell Begehrlichkeiten bei den Konkurrenten hervorrufen. Nicht selten verlassen Leistungsträger die Mannschaft, so wie jetzt auch die Zweibrücker haben erfahren müssen. Einer der absoluten Publikumslieblinge, Wladislaw Kurotschkin, folgte dem Ruf seiner alten Heimat und wird sich zur neuen Saison der HG Saarlouis anschließen, wo er vor seinem Engagement in der Rosenstadt alle Jugendmannschaften durchlief und auch in der zweiten Mannschaft aktiv war. „Die letzten drei Jahre war ich bei der VTZ mega zufrieden. Ich kann von meinen Mitspielern und Trainer nur schwärmen und bin froh so tolle Persönlichkeiten kennengelernt zu haben, die mich sehr beeinflusst und geprägt haben. Ich bin gerade den Jungs, die mich die ganze drei Jahre begleitet haben sehr dankbar für alles“, blickt der Kreisläufer zurück. „Jetzt war es dann aber doch an der Zeit, etwas Neues zu machen“, erklärt er. Nach acht Jahren unter Danijel „Dado“ Grgic will Kurotschkin einen neuen Weg einschlagen. „Zudem bekomme ich bei der HGS die Möglichkeit, mehr zu trainieren und noch mehr in den Sport zu investieren.“ So bitter die Entscheidung für die Zweibrücker auch ist, so müssen diese, den Schritt auch verstehen. Die HGS ist derzeit trotz Abstiegs aus der 2. Liga immer noch die unangefochtene Nummer eins im Saarland. Kurotschkin ist dabei durchaus bewusst, dass er in seiner alten Heimat wieder bei null anfangen muss und mit Peter Walz einen der besten Kreisläufer der 3. Liga als direkten Konkurrenten hat. Auf die Frage nach der persönlichen Zielsetzung für die restliche Runde antwortet Kurotschkin wie aus der Pistole geschossen, dass er auch nächste Saison gegen die VTZ spielen will. „Ich werde alles dafür geben, dass wir irgendwie am Ende den Klassenerhalt feiern.“



Außer dem Dämpfer durch den Kurotschkin-Abgang hat die VTZ auch positive Neuigkeiten: Neben Yannic Klöckner und Tomas Kraucevicius, die für die kommende Saison noch Verträge haben, haben sich die beiden Slowaken Martin Mokris und Richard Wilga entschieden, der VTZ treu zu bleiben. Mokris, der zu Jahresbeginn die Geburt seiner Tochter Mia feiern konnte, hat sich gerade in den letzten Monaten immer stärker präsentiert. Auf seine Tore und Anspiele auf Rückraummitte können sich die Zweibrücker nicht nur diese, sondern auch nächste Saison verlassen. Auch der flinke und athletische Linksaußen Richard Wilga hat sich bei der VTZ weiterentwickelt. In Angriff wie Abwehr ist der junge Slowake mit seinen Leistungen immer wieder in der Lage, seine Mannschaft mitzureißen und so wichtige Akzente zu setzen. Auch die Verlängerungen mit Robin Schweitzer und Jacob Brauns seien eine Investition in die Zukunft. Beides seien Akteure, wie sie Trainer lieben, beschreibt der Verein. Fleißig, bescheiden und immer mit vollem Einsatz dabei.