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Handball-Saarlandliga
TV Niederwürzbach steht vor Weichenstellung

Im Pokalspiel war der 20-jährige Rückraumspieler Nils Lauer (rechts) bester Werfer des TV Niederwürzbach.
Im Pokalspiel war der 20-jährige Rückraumspieler Nils Lauer (rechts) bester Werfer des TV Niederwürzbach. FOTO: Klos Horst / Horst Klos (Klosfoto)
Niederwürzbach. Handball-Saarlandliga: Der TVN trifft an diesem Samstag im Heimspiel auf den Aufsteiger HSG Dudweiler/Fischbach.

„Pflichtaufgabe erfüllt“ hieß es vergangenen Freitagabend, nachdem sich der TV Niederwürzbach mit einem zusammengewürfelten Kader zu einem 31:25-Pokalerfolg über den A-Ligisten HF Köllertal 2 gemüht hatte. Bester Werfer war Nils Lauer mit 13 Treffern. Lauer kommt nach dem Umbruch, den der Saarlandligist im Sommer vollzogen hat, eine tragende Rolle zu. Als einziger gelernter Spieler auf der Rückraum-Mitte-Position wird er seine Mannschaft am Samstag um 18 Uhr anführen, wenn sie im vierten Saisonspiel der Saarlandliga die HSG Dudweiler/Fischbach in der Würzbachhalle empfängt. „Es ist schwierig, sie einzuschätzen. Sie sind gerade aufgestiegen, ich habe sie diese Saison noch nicht gesehen. Grundsätzlich kann in der Liga jeder jeden schlagen. Für uns spricht, dass wir ein Heimspiel haben“, meint der 20-Jährige.

„Zu Hause spielen wir in aller Regel stark. Viele Spiele verlieren wir normalerweise nicht“, pflichtet Marcus Eschenbaum bei. Der Kapitän des TVN spaßt: „Die Punkte eingeplant? Naja, ich hoffe es. Wir tun alles dafür. Aber es wird schwer.“ Bis dato hat der Traditionsverein in drei Spielen je einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage eingefahren.

Er ist Achter der Saarlandliga. „Bis jetzt bin ich eigentlich zufrieden. Dass es immer noch Probleme gibt, nicht alles so eingespielt ist, ist klar. Aber das kommt. Die Jungs wollen, die Stimmung passt, das ist alles ok“, zieht der 32-jährige Eschenbaum ein Zwischenfazit, das sein junger Spielführer teilt. „Ich bin überrascht, wie diszipliniert wir schon in den meisten Teilen vom Spiel spielen. Ich denke, vor allem in der Defensive wird es besser.“ Er kritisiert aber: „In der Offensive sind wir noch zu träge, kommen noch nicht richtig ins Tempospiel.“ Dort wird Lauer eine entscheidende Rolle zu Teil. Während er in der Deckung auf der Außenposition steht und sich dort eher etwas schonen kann, ist er auf der anderen Seite gefragt.



„Mir fällt die Aufgabe zu, vor allem offensiv das Spiel zu leiten. Man wird jeden Angriff gebraucht. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das eine große Umstellung. Irgendwann gehen die Kräfte zur Neige. Und dann muss man Unkonzentriertheiten abstellen.“ Bedenken, dass Lauer, trotz seiner jungen Jahre, damit Schwierigkeiten hat, hat der Kapitän nicht. „Wir müssen aus einer sicheren Abwehr nach vorne spielen. Nils ist schnell, er kann das gut.“, meint Eschenbach, der erläutert: „Im Angriff müssen wir die Ruhe bewahren, Spielzüge spielen, nicht zu hastig sein oder direkt ins Eins-gegen-Eins gehen. Wenn wir in den Spielfluss kommen, sind wir stark genug, um die Lücke zu suchen und Tore zu erzielen.“

Gewinnt der TV Niederwürzbach an diesem Samstag in der Würzbachhalle gegen die punktgleiche HSG, kann er bis auf Platz vier nach vorne springen. Bei einer Niederlage droht der Absturz auf Platz zehn. Eschenbaum: „Es ist ein aussagekräftiges Spiel. Dudweiler ist mit Sicherheit der stärkste Aufsteiger. Wenn beide Mannschaften vollständig sind, ist das Spiel absolut auf Augenhöhe. Danach wird sich entscheiden: Geht’s ein bisschen nach oben oder nach unten.“