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„Hätten davon nicht zu träumen gewagt“

Jägersburg. In seiner ersten Oberliga-Saison hat sich der FSV Jägersburg gleich einen Namen gemacht. Zu keiner Zeit geriet der Aufsteiger in Abstiegsgefahr und schließt die Runde nun sogar in der oberen Tabellenhälfte ab. Michèle Hartmann

Trotz der 2:4-Niederlage beim Mitaufsteiger FC Karbach im letzten Saisonspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und damit der dritten Niederlage in Folge hat sich der FSV Jägersburg auf Platz acht in der Tabelle platziert. Mit einem Sieg wäre sogar Rang sechs möglich gewesen. "Unser primäres Ziel war der Klassenerhalt. Den haben wir fünf Spieltage vor Saisonende geschafft", betont FSV-Trainer Marco Emich. Man sei nie auf einem Abstiegsrang gewesen, noch nicht einmal in der Nähe. "Von einem einstelligen Tabellenplatz hätten wir vor der Saison nicht einmal zu träumen gewagt", zeigt sich der gelernte Bankkaufmann absolut zufrieden mit seiner Mannschaft.

Vor der Pause kalt erwischt

Auch beim FC Karbach war für den FSV Jägersburg mehr möglich. Emich: "Es war ein interessantes Spiel, in dem beide Mannschaften gezeigt haben, dass sie diese Partie gewinnen wollten, obwohl die Saison eigentlich gelaufen war." Jägersburg stand gut in der Defensive und ließ gegen Karbach, das ein leichtes Übergewicht beim Ballbesitz hatte, vor der Pause nur zwei Tormöglichkeiten zu. Als die meisten Zuschauer schon mit einem torlosen Unentschieden zur Halbzeit rechneten, köpfte Enrico Köppen quasi mit dem Pausenpfiff (45.) zum 1:0 für den Überraschungs-Tabellendritten ein.



Nach dem Wechsel nutzte Karbach einen Ballverlust in der Jägersburger Hintermannschaft zum 2:0. Wieder war Köppen nach einer Hereingabe mit dem Kopf (53.) zur Stelle. Allerdings sah Emich von nun an einen wesentlich stärkeren FSV in der Offensive. Daniel Dahl (56.) verkürzte mit einem Handelfmeter, seinem 17. Saisontreffer, für die Saarländer auf 1:2. Die nächste Möglichkeit nutzte allerdings wieder Gastgeber Karbach. Unhaltbar versenkte Nenad Lazarevic (60.) einen Freistoß zum 3:1 im Jägersburger Tor. "Wir mussten aufmachen, um noch die Chance auf einen Punkt zu haben. Das hat Karbach in die Karten gespielt", erklärt Emich. Die Gastgeber konterten effektiv und erhöhten durch Selim Denguezli auf 4:1 (72.). Der Treffer zum 2:4 durch Frederic Ehrmann (86.) kam für die Jägersburger zu spät und war am Ende nur noch Ergebniskosmetik.