| 20:22 Uhr

Fußball-Oberliga
„Haben uns schülerhaft verhalten“

Nicht mehr hinsehen wollte FSV-Trainer Thorsten Lahm beim über weite Strecken katastrophalen Auftritt seiner Elf in Mainz.
Nicht mehr hinsehen wollte FSV-Trainer Thorsten Lahm beim über weite Strecken katastrophalen Auftritt seiner Elf in Mainz. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Mainz. Oberligist FSV Jägersburg enttäuscht bei 2:3 beim TSV Schott Mainz. Trainer Thorsten Lahm spricht von schlechtester Leistung unter seiner Regie. Von Markus Hagen

 Thorsten Lahm, Trainer des FSV Jägersburg, ging nach der 2:3-Niederlage am Samstag beim TSV Schott Mainz hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Das war bis zur 70. Minute überhaupt nichts von meinen Spielern.“ Taktisch, läuferisch und das Zweikampfverhalten seien einfach schülerhaft gewesen. „Man hat gesehen, dass Mainz in die Regionalliga will, aber nicht, dass wir jeden Punkt für den Klassenerhalt brauchen.“ Für Lahm war es eine der schlechtesten Leistungen, seit er die Trainerregie bei der Ersten führt.

Mainz bestimmte die Partie klar, hatte gute  Torchancen und ging nach 36. Minuten durch Konstantin Fring verdientermaßen in Führung.Lahm: „Nach einer kurz gespielten Ecke haben bei der Hereingabe drei, vier Mainzer Spieler freigestanden. So was darf einfach nicht passieren.“ Auch beim 2:0 durch Janek Ripplinger fehlte der Zugriff in der Verteidigung.

„Zur zweiten Halbzeit hätte ich eigentlich zehn Feldspieler rausnehmen müssen. Das ging natürlich nicht.“ Er nahm mit Sven Schreiber, Murat Adiguezel und Luis Kiefer gleich drei Spieler auf einmal vom Feld. Dafür durften mit Florian Steinhauer und den beiden Verbandsliga-Spielern Paul Manderscheid und Lukas Schmitz drei neue Akteure auf den Platz. „Im Vergleich zur ersten Halbzeit wurde es etwas besser.“ Dennoch kam Mainz durch Ripplinger (64.) zum 3:0.



Erst 20 Minuten vor dem Ende spielte Jägersburg so, wie sich Lahm das vorgestellt hätte. Die Partie wurde offen und Jägersburg  verkürzte nach Vorarbeit von Steinhauer durch Alexander Schmieden (75.) auf 1:3. Nach einer weiteren Chance durch Steinhauer traf Tim Schäfer (88.) zum 2:3. In der Nachspielzeit hätte Schäfer sogar fast ausgeglichen. Lahm: „Letzten Endes war es ein verdienter Sieg für Mainz, weil wir lange Zeit überhaupt nicht im Spiel waren.“

Es gelte, die Partie genau zu analysieren und Lehren daraus zu ziehen. „So darf man sich in der Oberliga einfach nicht präsentieren“, zeigte sich der Coach verärgert über die desolate Einstellung seiner Mannschaft über weite Strecken der Partie.