| 20:19 Uhr

Handball 3. Liga Süd
Grgic will von einem Endspiel nichts wissen

 Im Hinspiel vergab Tom Paetow (li.) gegen Neuhausen/Filder Sekunden vor Schluss den Sieg für die VTZ. 
Im Hinspiel vergab Tom Paetow (li.) gegen Neuhausen/Filder Sekunden vor Schluss den Sieg für die VTZ.  FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Drittligist VTZ Saarpfalz ist am Sonntag im Kellerduell beim ebenfalls abstiegsbedrohten TSV Neuhausen/Filder zu Gast. Von Jadran Pesic

Die Minivorbereitung auf den zweiten Saisonteil hat ein Ende. Am Sonntag starten die Drittliga-Handballer der VTZ Saarpfalz ins neue Jahr mit der Auswärtspartie beim ebenfalls stark abstiegsbedrohten TSV Neuhausen/Filder. Im Hinspiel trennten sich die beiden Mannschaften nach spektakulären 60 Spielminuten 36:36. Es war ein Unentschieden der besonderen Art, dass wohl keiner der Beteiligten so schnell vergessen konnte. Die Partie wurde von 17 Uhr auf 15.30 Uhr vorverlegt.

13 Spiele stehen noch für die VTZ Saarpfalz auf dem Programm in der 3. Liga Süd. Zurzeit belegt die Mannschaft von Danijel Grgic den vorletzten Rang. Punktgleich zwei Plätze davor ist der kommende Gegner TSV Neuhausen/Filder zu finden, der den ersten Nichtabstiegsplatz belegt. So eng geht es im Moment im Tabellenkeller der Staffel Süd zu. Alleine schon der Blick auf die Tabelle zeigt, welche große Bedeutung die Partie für beide Mannschaften hat. Auch wenn es „nur“ um zwei Punkte geht, könnten gerade die Vergleiche mit den direkten Konkurrenten am Ende das Pendel in die eine oder die andere Richtung ausschlagen lassen. Dennoch will VTZ-Trainer Grgic nichts von einem Endspiel-Charakter bei der Partie wissen und erklärt: „Natürlich ist das ein schwerer Auftakt, aber ich finde nicht, dass das schon ein Endspiel für uns oder den TSV ist. Es sind noch 13 Spiele zu absolvieren.“

Auch wenn im Hinspiel die Leistung der beiden Mannschaften mit jeweils einem ergatterten Punkt honoriert wurde, war nach der Partie nur bei einer Mannschaft die Freude über den Punktgewinn zu sehen. Die VTZ drehte nach großem Rückstand zu Beginn der zweiten Hälfte die Partie und lag in der Schlussphase selbst sogar mit zwei Treffern in Front. Als sie dann bei knapper 36:35-Führung wenige Sekunden vor dem Ende in Ballbesitz waren, schien es schon so, als ob der erste Saisonsieg eingefahren werden kann. Doch am Ende nutzten die Gäste den letzten Wurfversuch der Partie, um selbst nochmals den Ball zu ergattern und mit dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer zu erzielen. Schon damals sah man gut, wo die Stärken und Schwächen des TSV zu finden sind. Die Mannschaft von Trainer Eckard Nothdurft hat die schwächste Abwehr der Liga und kassierte bislang bereits 555 Gegentore. Im Angriff weiß seine junge Mannschaft aber zu glänzen und genau diese beiden Gesichter zeigten sie damals in Zweibrücken. So spielerisch stark sie im Angriff agierten, so fahrig wurde es dann in der Defensive. Dennoch kann man beim Kellerduell wohl kaum davon ausgehen, dass erneut 72 Tore fallen werden. Beide Mannschaften werden sicherlich über eine stabile Abwehr versuchen, die nötige Sicherheit zu gewinnen und so die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden.



Während der TSV bereits letzte Woche in den Ligaalltag eingestiegen ist und die erste Partie des Jahres beim Vorjahresmeister SV Salamander Kornwestheim mit 31:25 verloren hat, konnten die Rosenstädter sich noch eine Woche länger auf die so wichtigen ersten Spiele des neuen Jahres vorbereiten. „Die Mannschaft hat in der Vorbereitung gut mitgezogen und jetzt hoffen wir, dass das, was wir vorbereitet haben, auch auf die Platte bringen und 60 Minuten einen guten Kampf abliefern. Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offen gestalten und wenn sich uns die Chancen bieten, sie auch nutzen. Ich bin sehr zuversichtlich“, sagt Grgic.

Ein Sieg seiner Jungs wäre nicht mit Blick auf den direkten Vergleich wichtig, sondern vor allem auch deswegen, dass man mit einem guten Gefühl in die Restsaison startet. Die nächsten Spiele sind in Anbetracht der Gegner nicht minder wichtig, denn die nächsten beiden Herausforderungen sind der TV Willstätt und der TVS Baden-Baden, die beide ebenfalls noch um den Klassenerhalt kämpfen.

Für alle Fans besteht am Sonntag die Möglichkeit, die Mannschaft zu begleiten. Abfahrt an der Festhalle ist um 10.30 Uhr. Anmeldungen vorher bei Jörg Clemens per Mail: joerg.clemens@vtz-saarpfalz.de.