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Goldenen Schleifen in den Hauptprüfungen bleiben „daheim“

Mit der Stute Kannan's Firefly gewann der Käshofer Karsten Schäfer die Springprüfung der Klasse S. Foto: von Waldow
Mit der Stute Kannan's Firefly gewann der Käshofer Karsten Schäfer die Springprüfung der Klasse S. Foto: von Waldow FOTO: von Waldow
Zweibrücken. Sehr erfolgreich für die hiesigen Reiter verlief am Wochenende das Freilandturnier im Zweibrücker Landgestüt. Besonders erfolgreich war Karsten Schäfer aus Käshofen, der auf Kannan's Firefly und Van Gogh gewann. cvw

Volles Haus erfreute das erste Freilandturnier der Saison im Landgestüt Zweibrücken . Der gastgebende RFV Zweibrücken , unterstützt von zahlreichen Helfern befreundeter Vereine, freute sich bei Kaiserwetter nicht nur über volle Startfelder: Am Sonntagnachmittag waren die Plätze in der ersten Reihe rund um den großen Springplatz komplett besetzt, gefolgt von zweiten, dritten und auch vierten Reihen.

Mit dem Käshofer Karsten Schäfer als mit Abstand erfolgreichstem Reiter blieben die Goldenen Schleifen in den Hauptprüfungen der Klassen M und S quasi "daheim": mit der in Frankreich gezogenen Stute Kannan's Firefly im Besitz der schwangeren Pirmasenserin Lisa Heim siegte der Pferdewirtschaftsmeister in der schweren Klasse als einer von nur acht fehlerfreien Ritten der 46 Starter. Weder die Distanz aus hochweiter Trippelbarre und anschließendem Steilsprung noch die zweifache Kombination oder der überbaute "Wassergraben" konnte dem Paar etwas anhaben.

Mit dem niederländischen Schimmelwallach Van Gogh, ebenfalls im Besitz von Heim, gewann Schäfer gleich beide mittelschwere Prüfungen mit Hindernissen über 1,40 Meter und platzierte sich mit Power's Platin, 14-jährigem Hengst im Besitz des Pirmasenser RFV-Vorsitzenden Manfred Schenk noch einmal auf dem Bronzerang.

Bronze in Klasse S sowie Gold und vordere Plätze in der mittelschweren Klasse erritt sich auch der Großsteinhauser Steffen Hauter mit seinen Beritt-Pferden Crack Jack und For Secret Pleasure. Für die Gastgeber punkteten der Bundenbacher Andreas Rubly mit Captain, auf Rang acht fehlerfrei im S-Springen sowie die Mittelbacherin Anner Oberle vom Rechentalerhof und die zweifache Pfalz- und Landesmeisterin Anke Schmitt. Oberle, die ihre größten Erfolge selten in der Heimat erreitet, sondern meist im Saarland, bestätigte dieses Vorurteil auch diesmal: Mit ihrem Deckhengst Ferrucio bewältigte sie den Parcours zwar in der schnellsten Zeit von unter 60 Sekunden, nahm jedoch ebenso eine Stange mit wie mit Crunchip, der am letzten Hindernis riss. Anke Schmitt erhielt mit Merle als letzte Starterin im A-Stilspringen die beste Wertnote mit 7,8 und blieb als Zwölftschnellste der zweiten Abteilung in Klasse L fehlerfrei.

Auch der Sieg in der Einstiegsklasse E blieb mit Monique Stauch und Lancelot bei den Gastgebern. Für die Gäste aus Luxemburg punktete Victor Bettendorf, der Silber im Schweren Springen gewann und damit auch den lange führenden Limbacher, Niklas Betz, und sein Erfolgspferd Pablito vom Treppchen auf Rang vier verdrängt.