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Glücklicher Punkt, der dennoch schmerzt

 Mit harten Bandagen wird bei der B-Jugend des SV 64, hier Tim Groß (Mitte), gekämpft. Foto: mw/pmz
Mit harten Bandagen wird bei der B-Jugend des SV 64, hier Tim Groß (Mitte), gekämpft. Foto: mw/pmz FOTO: mw/pmz
Zweibrücken. Mit einem Remis trennen sich die Spitzenteams der B-Jugend-Oberliga, Friesenheim und SV 64 Zweibrücken. Aufgrund des tollen Punktgewinns schmerzt die Niederlage in Kastellaun die Nachwuchshandballer umso mehr. Christian Gauf

Die B-Jugendhandballer des SV 64 Zweibrücken haben im Oberliga-Spitzenspiel bei der TSG Friesenheim ein 24:24 (11:12) erkämpft. Nach der nervenaufreibenden Begegnung kann sich der SV einmal mehr über die vor vier Wochen erlittene 20:22-Niederlage bei Kastellaun-Simmern ärgern. Diese wird wohl über die Titelvergabe entscheiden. "Doch am Ende war es schon eher ein glückliches Unentschieden, da wir drei Minuten vor Spielende noch mit drei Toren zurücklagen", betonte SV-Trainer Tony Hennersdorf. "Friesenheim war in der zweiten Hälfte einfach die bessere Mannschaft". Der Zweibrücker Coach war etwas geknickt, weil er seine Mannschaft auf die Friesenheimer Spielweise gezielt vorbereitet hatte. "Grundsätzlich spielte die TSG auch genau das, was erwartet wurde. Leider waren einige meiner Spieler nicht in der Lage, die Vorgaben auch nur im Ansatz zu erfüllen". Die Folge war, dass Tom Grieser und Niklas Bayer im Rückraum sowie Tim Schaller auf Außen als Alleinunterhalter auftreten mussten. Dennoch entwickelte sich ein enorm spannendes Spiel, das die clevere TSG für sich entschieden.

Eine 23:26 (13:11)-Niederlage musste in der RPS-Oberliga die männliche C-Jugend beim Tabellenzweiten TSG Friesenheim hinnehmen. Dabei waren die 64er durchaus in der Lage, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Entschieden wurde die Partie dann wegen einiger Disziplinlosigkeiten. Nico Müller war gerade nach einer Zeitstrafe aufs Spielfeld zurückgekehrt, da erhielt Christian Henkes wegen Meckerns eine doppelte Zeitstrafe. Somit mussten die SV-Jungs von den letzten sieben Minuten sechs in Unterzahl agieren, was Friesenheim ausnutzte und aus einem 21:22 noch ein 26:23 machte. "Die Mannschaft hat aber toll gekämpft, besonders in der Abwehr", lobte SV-Trainer Jürgen Stalter, "und im Angriff ein variantenreiches Spiel gezeigt".

Beim Tabellendritten TV Moselweiß verlor die weibliche A-Jugend ihr Oberliga-Auswärtsspiel mit 29:24 (17:13). "Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gerieten wir Mitte der ersten Halbzeit mit vier Toren in Rückstand", zeigte SV-Trainerin Joline Müller die erste Schwächephase der SV-Mädels auf. Dann verschlief der SV 64 die Anfangsphase der zweiten Halbzeit komplett, sodass Moselweiß den Vorsprung weiter auszubauen konnte. Erst in den letzten zehn Spielminuten spielte die SV-Truppe besser, erkämpfte in der Abwehr einige Ballgewinne und schaffte es sogar nochmals, nach dem 14:21-Zwischenstand auf 21:24 zu verkürzen. Am Ende fehlte aber die Kraft und der SV quittierten eine 24:29-Niederlage.