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Starker Saisonstart
Genclerbirligi mischt die Landesliga auf

 Genclerbirligi-Neuzugang Arber Petrovci (am Ball) kam vom ASV Kleinottweiler zu den Homburgern. Mit seiner neuen Mannschaft eilt der Mittelfeldspieler derzeit von Sieg zu Sieg.
Genclerbirligi-Neuzugang Arber Petrovci (am Ball) kam vom ASV Kleinottweiler zu den Homburgern. Mit seiner neuen Mannschaft eilt der Mittelfeldspieler derzeit von Sieg zu Sieg. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Sechs Spiele – sechs Siege. Der SV Genclerbirligi Homburg ist die Überraschungsmannschaft in der Landesliga Ost. Das Team von Trainer Murat Er empfängt am Sonntag den SC Blieskastel/Lautzkirchen zum Topspiel. Von Markus Hagen

Besser hätte der Saisonstart für den SV Genclerbirligi Homburg nicht laufen können. Nach sechs Spieltagen führt das Team von Trainer Murat Er die Fußball-Landesliga Ost mit 18 Zählern und einem Torverhältnis von 24:5 verlustpunktfrei an. Die ersten beiden Verfolger SVG Bebelsheim/Wittersheim und FC Bierbach liegen zwei Punkte hinter den Homburgern.

 „Das läuft bisher rund“, blickt Spielertrainer Murat Er nicht ohne Stolz auf das Erreichte zurück. „Aber wir bleiben bescheiden und denken überhaupt nicht an die Meisterschaft.“ Das Saisonziel sei eine Platzierung unter den besten fünf. „Klar wollen wir möglichst oft gewinnen, aber für mich sind der FC Bierbach, der SC Blieskastel/Lautzkirchen und die SG Erbach die Favoriten.“ Und gegen diese Hochkaräter habe seine Mannschaft noch nicht gespielt.

 Mit Kevin Stein vom FSV Jägersburg, Arber Petrovci von der ASV Kleinottweiler und mit Fadi Kawas vom SV Altstadt habe sich Genclerbirligi vor der Runde gut verstärkt. Torjäger Kawas, der in der vergangenen Saison 45 Treffer für den Bezirksligisten aus Altstadt schoss, zeigt sich auch bei seinem neuen Verein torhungrig. Bereits elf Mal traf der 24-jährige Stürmer in sechs Punktspielen ins Schwarze.



Die Saison begann für Genclerbirligi mit einem 3:0-Auwärtssieg bei der SG Bliesgau. Es folgte ein umkämpfter 3:2-Heimsieg auf dem Jahnplatz vor dem Waldstadion – der Heimspielstätte von Genclerbirligi – gegen den TuS Wiebelskirchen. Auch im Stadtderby beim SV Kirrberg, im Heimspiel gegen Blickweiler-Breitfurt, beim SV Reiskirchen und zuletzt gegen Viktoria St. Ingbert behielten die Homburger stets die Oberhand.

Am Mittwoch vergangener Woche verpasste Genclerbirligi eine Pokalüberraschung nur haarscharf. Mit 1:2 nach Verlängerung schieden die Homburger gegen den Verbandsligisten SV Bliesmengen/Bolchen aus. Murat Er haderte: „Das war ein ganz enges Spiel, das wir auch hätten gewinnen können.“ Die Partie bei der Spvgg. Einöd, die für letzten Sonntag terminiert war, fiel dann wegen des Schiedsrichterstreiks im Saarland aus.

„Das war uns eigentlich ganz recht. Schließlich hat das Pokalspiel am Mittwoch ganz schön Kraft gekostet“, sagt Murat Er, dessen Team nun am Sonntag um 15 Uhr im Heimspiel gegen eines der Teams ran muss, die Er zum Favoritenkreis auf die Meisterschaft zählt. Zwar sei der SC Blieskastel-Lautzkirchen, der derzeit Rang sieben belegt, eher mäßig aus den Startlöchern gekommen – dennoch schätzt der Homburger Trainer den Gegner äußerst stark ein. „Blieskastel hat mehrere Spiele unglücklich verloren. Für mich ist der SCB eines der stärksten Teams der Landesliga.“

 Murat Er blickt dem weiteren Saisonverlauf dennoch gelassen entgegen. „Klar wollen wir so weit oben landen wie möglich. Aber wir machen uns keinen zu großen Druck, wollen einfach unsere Stärken auf dem Platz umsetzen und Spaß am Spiel haben.“ 

Ob derlei Aussagen nun Understatement sind oder nicht: Sollte Genclerbirligi Homburg am Sonntag auch dem Schwergewicht SC Blieskastel/Lautzkirchen die Grenzen aufzeigen, rückt die Überraschungsmannschaft unweigerlich selbst in den Kreis der Titelkandidaten.

 Bisher lief die Saison für Trainer Murat Er und seinen SV Genclerbirligi in der Landesliga Ost optimal.   Foto: Hagen
Bisher lief die Saison für Trainer Murat Er und seinen SV Genclerbirligi in der Landesliga Ost optimal. Foto: Hagen FOTO: Markus Hagen