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Fußbal-Oberliga
Gelingt dem FC Homburg der 18. Streich?

 In 17 Saisonspielen hatte der FC Homburg bislang 17 Mal Grund zum Jubeln.
In 17 Saisonspielen hatte der FC Homburg bislang 17 Mal Grund zum Jubeln. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Der Regionalliga-Absteiger will die Vorrunde mit einem Sieg gegen Morlautern verlustpunktfrei beenden.

Der FC Homburg war als großer Titelfavorit in die Saison der Fußball-Oberliga gestartet. Dass der Regionalliga-Absteiger allerdings so dominant auftreten, in allen bisherigen 17 Spielen als klarer Sieger vom Platz gehen würde, konnte niemand vorausahnen. Klar ist die Rollenverteilung auch an diesem Samstag, 14 Uhr, vor der Partie gegen den elftplatzierten SV Morlautern. Gelingt dem FC Homburg der nächste Dreier, so beendet er die Vorrunde mit weißer Weste. Doch auf die leichte Schulter sollte keiner der Grün-Weißen den Gegner nehmen. Dafür wird Trainer Jürgen Luginger schon sorgen.

 „Es spricht für die Charakterstärke meiner Mannschaft, dass sie nicht den Hauch eines Gedanken daran verschwendet, zu locker in die Oberligaspiele zu gehen, auch nicht angesichts des großen Vorsprungs von elf Punkten auf den Zweiten FK Pirmasens“, erklärt der 49-jährige Fußballlehrer. Woche für Woche, Spieltag für Spieltag geben seine Spieler alles, um am Ende die Partie mit drei Punkten zu gewinnen. „Die Jungs machen das echt klasse.“ Angesichts der makellosen Bilanz von 51 Punkten aus 17 Spielen mit einem Torverhältnis von 59:6 ist es schon außergewöhnlich, dass die Homburger weiter mit höchster Spannung in jedes Partie gehen. „Wir wollen möglichst jedes Spiel gewinnen“, sagt Patrick Dulleck, mit 16 Treffern bester Torjäger der Liga. Und auch Jürgen Luginger will weiter gewinnen. „Wir haben ein Heimspiel, und wir wollen vor unseren Fans auch im letzten Vorrundenspiel einen Sieg landen.“

Personell wird der Homburger Coach auch weiterhin keine Experimente machen. Dazu besteht auch kein Grund. Luginger: „Sicherlich spielen wir bis auf die Torhüterposition Woche für Woche mit der gleichen Stammelf. Aber die machte es einfach zu gut. Die Spieler aus der Startelf wissen, dass sie immer alles zeigen müssen, um ihren Platz nicht zu verlieren.“ Unter diesem Aspekt werden Spieler wie unter anderem Marco Gaiser, Athanasios Raptis, Marco-Philipp Wunn, Gaetano Giordano oder Eric Lickert sich weiter mit Kurzeinsätzen begnügen müssen. Überhaupt hofft Luginger, dass die Konkurrenz in seinem Kader schon bald viel größer wird. Der an der Schulter verletzte Christian Lensch dürfte in ein bis zwei Wochen wieder ins Training einsteigen. Außenspieler Jaron Schäfer nahm nach seinem Kreuzbandriss in dieser Woche das Teamtraining auf. Bei Jens Meyer wird es nach einer Schulteroperation noch einige Wochen dauern, bis er mit seinen Teamkollegen wieder auf dem Rasen trainieren kann. Gleiches gilt auch für Kai Hesse nach einer Knieoperation. Beide werden frühestens nach der Winterpause zurück erwartet.



Zum heutigen Gegner SV Morlautern meint Luginger: „Sie werden versuchen, hinten kompakt zu stehen, um unsere Offensivbemühungen zu stören.“ Der Trainer fordert, druckvolles und konzentriertes Spiel nach vorne. Irgendwann sollte der FCH dann nicht nur zu Torchancen kommen, sondern auch zu den Treffern zum Saisonsieg Nummer 18 in der Oberliga.