| 21:50 Uhr

Derby bei der SGR
Sechs-Punkte-Spiel an der Dicken Eiche

Der SGR-
Vorsitzende 
Tobias Weis.
Der SGR- Vorsitzende Tobias Weis. FOTO: Florian Schwarz
Rieschweiler. Verbandsliga: Rieschweiler empfängt SC Hauenstein. SGR distanziert sich von Zuschauer-Darstellung zu Bad-Kreuznach-Partie.

Abstiegsduell, Sechs-Punkte-Spiel, Kreisderby – über der Begegnung der SG Rieschweiler gegen den SC Hauenstein am Sonntag, 15.30 Uhr, im Christoph-Weis-Stadion an der Dicken Eiche liegt eine besondere Brisanz. „Wir müssen unbedingt gewinnen. Die Hauensteiner noch mehr“, beschreibt SGR-Trainer Björn Hüther die Bedeutung des Schlagerspiels.

Die SGR rangiert mit sieben Punkten auf dem vorletzten, Hauenstein mit vier Punkten auf dem letzten Platz. „Es ist aber nicht nur wichtig, drei Punkte gegen den Abstieg zu holen, es ist auch wichtig, dass wir nach zehn Spielen ohne Sieg wieder einmal gewinnen“, betont Hüther. In den letzten Auswärtsspielen in Dudenhofen (1:1), in Alzey (1:1) und am Sonntag in Bad Kreuznach (3:3) waren die Rieschweiler nah dran. „Da haben wir auch gut gespielt“, sagt der Trainer. „Aber die Jungs haben sich nicht belohnt.“ In Bad Kreuznach gab die SGR in der Nachspielzeit den Sieg aus der Hand.

„Wir müssen endlich auch mal zu Hause so auftreten, wie in den Auswärtsspielen“, fordert Hüther. „Dann haben wir gute Chancen.“ Dementsprechend wird die SGR versuchen, in dem Kreisderby die Initiative zu übernehmen und das Spiel selbst zu gestalten. Der SGR-Coach erwartet, dass Hauenstein kompakt steht. „Das wird ein Kampfspiel.“ Personell sehe es immer noch nicht rosig aus. „Aber am Sonntag ist es besser als in den vergangenen Spielen.“ Angreifer Christian Zech kehrt zurück. Christian Ohlinger und Felix Decker haben schon in Bad Kreuznach mitgewirkt. Auch Manuel Megel stand da auf dem Spielbericht. „Er ist aber noch nicht fit.“ Deshalb dürfte der Abwehrspieler nur im Notfall zum Einsatz kommen.



Neben dem Abstiegsduell in Rieschweiler sind am Sonntag die Teams aus dem Tabellenkeller unter sich. Steinwenden empfängt Alzey und Zeiskam Marienborn. So könnte Rieschweiler mit einem Sieg Plätze gut machen. Doch Hüther schaut noch nicht auf den Tabellenplatz. „Ich schaue im Moment nur auf die Punkte.“

Nach den Darstellungen im Nachgang der Partie bei Eintracht Bad Kreuznach am vergangenen Sonntag sieht sich die SGR gezwungen, „hierzu eine Stellungnahme abzugeben“, erklärt Sportvorstand Tobias Weis. Der Rieschweiler Zuschauer Gerhard Barudio hatte von „minutenlangen Tumulten, ja fast schon Jagdszenen“ durch Bad Kreuznacher Fans kurz nach dem Abpfiff gesprochen, der Ordnungsdienst sei überfordert gewesen (wir berichteten). „Wir möchten uns in aller Form von den Darstellungen von Herrn Barudio distanzieren“, erklärt Weis. Die Stimmung in Bad Kreuznach sei aufgeheizt gewesen und sicherlich auch nicht das, was man sich von einem Verbandsligaspiel wünscht. „Es gab einige Minuten vor Spielende ein rüdes Foulspiel, worauf eine Rudelbildung folgte.“ Danach wurde das Spiel weitergeführt und das auch in normaler Manier. Das für Bad Kreuznach zum Schluss glückliche sportliche Ende mit dem erzielten Ausgleich führte zu ausgelassenem und teilweise auch provokativem Jubel, worauf erneut eine Rudelbildung stattgefunden habe, so Weis. „Aber auch hier war nichts außergewöhnlich Dramatisches zu erkennen. Der Schiedsrichter hat folgerichtig zwei Platzverweise gegeben.“ Die Partie sei kurz darauf abgepfiffen worden und beide Mannschaften hätten sich auf dem Platz friedlich getrennt. „Es haben hier ganz gewiss keine Jagdszenen stattgefunden.“ Zudem seien auch keine Zuschauer über die Absperrung in den Innenbereich gesprungen. Verbale Tumulte gab es nach dem Tritt von Luca Littner gegen eine Werbebande. „Dies hat sicherlich die Gemüter beim Abgang unseres Spielers noch mal erhitzt.“ Sicher habe es auch auf der Tribüne verbale Auseinandersetzungen gegeben, aber die zitierten „Bodybuildertypen die auf Streitigkeiten gewartet haben“ nicht. „Unterm Strich kann man zusammenfassen, dass dies ein unrühmliches Ende der Partie war, wie es niemand im Sport sehen will. Aber sicherlich waren die Beschreibungen von Herrn Barudio etwas übertrieben.“ Auch davon, dem Schiedsrichter eine Mitschuld für die Eskalation zu geben, distanziere sich die SGR.