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Viel investiert
Kunstrasen wird mit Pokalpartie eröffnet

Seit Dienstag wird der Kunstrasen in Rieschweiler verlegt. Kommende Woche wird er eingeweiht.
Seit Dienstag wird der Kunstrasen in Rieschweiler verlegt. Kommende Woche wird er eingeweiht. FOTO: Thomas Hutzler
Rieschweiler. SG Rieschweiler: Neue Ära bei Fußball-Verbandsligist – 550 000 Euro bedeuten die größte Investition der Vereinsgeschichte. Von Dieter Becker und Götz Krämer

Es ist die größte Investition in der knapp 100-jährigen Vereinsgeschichte. Die 1921 gegründete SG Rieschweiler eröffnet kommende Woche nach rund drei Monaten Bauzeit ihren Kunstrasenplatz mit dem Verbandspokalspiel gegen den SV Steinwenden. Der Umbau des Hartplatzes in einen Kunstrasen und die neue Flutlichtanlage kosteten den Verein nach Angaben von Tobias Weis rund 550 000 Euro.

Das Vorstandsmitglied der SG Rieschweiler ist zuversichtlich, dass die diese Woche begonnenen Verlegungsarbeiten des Kunstrasens schnell abgeschlossen werden.

Ein Eröffnungsspiel gegen einen namhaften Gegner oder gar einen Profiverein gibt es zwar nicht, aber am Samstag, 27. Oktober, findet ein Spiel zwischen der SGR-Traditionsmannschaft und der Betriebsmannschaft der Firma Reno statt. Der Arbeitgeber des am Jahresanfang bei einem Unfall gestorbenen Vorstandsmitglieds und Erst-Mannschaftsspielers Christoph Weis unterstützte den Bau zudem mit einer Spende. Weitere wichtige Säulen bei der Finanzierung des Platzumbaus waren eine Bausteinaktion und verschiedene Zuschüsse. Zusätzlich musste der Verein einen Kredit aufnehmen, aber in finanzielle Bedrängnis komme die SGR durch den Bau des Kunstrasenplatzes nicht, versichert Tobias Weis.



Der umgebaute Platz macht den Fußball-Verbandsligisten wesentlich unabhängiger in der Terminplanung und der Ausrichtung von Heimspielen. Bisher trug die SGR in der Fußball-Verbandsliga ihre Heimspiele auf dem benachbarten Naturrasenplatz aus, der im Besitz der Ortsgemeinde ist. Dort steht aber kein Flutlicht zur Verfügung, so dass Abendspiele nur in der Sommerzeit möglich waren und in den Wintermonaten sorgten von der Gemeinde verhängte Platzsperren oft für Diskussionen über die Bespielbarkeit des Rasens.

Solche Probleme gehören jetzt der Vergangenheit an. Deshalb ist beim Pokalspiel gegen den Verbandsliga-Konkurrenten SV Steinwenden am Mittwoch, 26. September, der relativ späte Spielbeginn von 19.30 Uhr kein Anlass zur Sorge. Mit dem Flutlicht am Kunstrasenplatz können Spiele auch nach Einbruch der Dunkelheit problemlos zu Ende gespielt werden.

Die Flutlichtanlage war einer der Gründe, warum der Platzumbau, der am 21. April mit einem ersten Arbeitseinsatz vieler Vereinsmitglieder begonnen hatte, etwas länger dauerte als ursprünglich geplant. „Die Fundamente für die Flutlichtmasten auf der Waldseite sollten fünf Meter tief sein“, berichtet Tobias Weis. Wegen des felsigen Untergrundes und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei tiefen Grabungen musste deshalb nach einer Alternativlösung gesucht werden, die laut Weis auch gefunden wurde.