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Saarlandpokal
Erst Pflichtaufgabe, dann Topspiel

Kein Hindernis soll der TuS Herrensohr für den Regionalligisten FC Homburg um Stürmer Patrick Dulleck (rechts) in der fünften Pokalrunde heute Abend darstellen.
Kein Hindernis soll der TuS Herrensohr für den Regionalligisten FC Homburg um Stürmer Patrick Dulleck (rechts) in der fünften Pokalrunde heute Abend darstellen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Homburg. Fußball-Saarlandpokal: Der FC Homburg plant heute Abend beim Saarlandligisten TuS Herrensohr mit einem Sieg. Von Markus Hagen

Die Niederlage von Freitag noch nicht ganz verdaut, muss der FC Homburg heute Abend bereits wieder ran. Diesmal allerdings nicht in der Fußball-Regionalliga Südwest, in der die Grün-Weißen zuletzt mit dem mageren 0:0 beim Drittletzten TSV Eintracht Stadtallendorf und der 0:2-Heimpleite gegen den TSV Steinbach/Haiger enttäuschten, sondern in der fünften Runde des Saarlandpokals. Die Jungs von Trainer Jürgen Luginger müssen dabei um 19 Uhr beim Tabellenfünften der Saarlandliga TuS Herrensohr ran. Ebendiese Mannschaft hatte sich am vergangenen Sonntag bei der FCH-Zweiten noch klar mit 5:2 behauptete. Ganz anders soll das heute Abend für die Grün-Weißen laufen.

„Dieses Spiel sollten wir ohne Wenn und Aber gewinnen“, sieht FCH-Stürmer Patrick Dulleck seine Mannschaft vor einem Pflichtsieg. Obwohl zwischen den Homburgern und Herrensohr zwei Spielklassen liegen, dürfe der Regionalliga-Fünfte den Pokalgegner auf dem Kunstrasen in Herrensohr aber keinesfalls unterschätzen. „Wir nehmen jeden Gegner ernst, auch wenn er unterklassig ist“, betont Trainer Jürgen Luginger. Ob er wie beim 6:0-Pokalspiel des FC Homburg die Runde zuvor beim FV Schwalbach überwiegend auf seine Stammformation verzichten wird, wollte der Coach nicht verraten. „Das wird sich zeigen“, ließ sich der 50-Jährige nicht in die Aufstellungskarten schauen. Vermutlich werden heute Abend in Herrensohr, wo zuletzt Oberligist FV Diefflen in der vorangegangenen Pokalrunde den Kürzeren zog, aber viele Spieler aus der zweiten Reihe auflaufen. Zumindest wurden diese auch am Samstag geschont, denn keiner der Reservespieler wurden dem Saarlandligateam zur Verfügung gestellt.

Ein deutlicher Pokalsieg wäre sicherlich auch für die Moral der Homburger wichtig, wenn er auch nicht überzubewerten sei. Das Weiterkommen in dem Wettbewerb sichern und dann den Blick auf die schwere anstehende Aufgabe richten, so lautet der Plan der Grün-Weißen. Denn vier Tage später muss der FC Homburg beim Spitzenreiter der Regionalliga Südwest, dem SV Waldhof Mannheim, antreten. Nach den beiden Misserfolgen zuletzt in der Liga sind die Homburger angeschlagen. Noch liegen sie aussichtsreich auf Rang fünf, doch müssen sie aufpassen, bis zur Winterpause nicht noch weiter in der Tabelle zurück zu fallen. Ein Pokalsieg heute in Herrensohr ist nicht mehr als eine Pflichtaufgabe für den Regionalligisten. Ein Scheitern wäre für den FC Homburg – vor allem für seine Fans – allerdings nur schwer zu verkraften.