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Fußball-Regionalliga
Nicht konstant genug für ein Spitzenteam

 Mit neun Treffern führt Patrick Dulleck die FCH-Torjägerliste an. In der Rangfolge der besten Regionalliga-Stürmer liegt er auf Platz drei.
Mit neun Treffern führt Patrick Dulleck die FCH-Torjägerliste an. In der Rangfolge der besten Regionalliga-Stürmer liegt er auf Platz drei. FOTO: mh / Markus Hagen
Homburg . Mit Platz sechs kann Regionalliga-Aufsteiger FC Homburg zur Pause durchaus zufrieden sein. Es wäre aber sogar noch mehr drin gewesen für das Luginger-Team. Von Markus Hagen

Zur Winterpause ist der FC Homburg im Soll. Mit Platz sechs nach 20 Spieltagen der Fußball-Regionalliga Südwest hat der Aufsteiger das vor der Saison gesteckte Ziel bisher erreicht. „Wir wollen unter die besten sechs Mannschaften kommen“, erklärte der Vorsitzende Herbert Eder vor dem Rundenstart. Einen Zähler liegen die Grün-Weißen aktuell hinter dem Ligavierten Kickers Offenbach. Zum Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken fehlen fünf Punkte. Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim hat mit 45 Zählern zehn Punkte mehr auf dem Konto als das FCH-Team.

Im Rückblick ist festzustellen, dass der FC Homburg im Verlauf der 20 Spieltage einige Punkte unnötig liegen ließ. Gerade gegen die Teams aus dem unteren Tabellendrittel taten sich die Homburger schwer. So unterlag die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger bei Wormatia Worms (1:2), gegen den FSV Frankfurt (1:2) und beim SC Hessen Dreieich (0:1). Beim FK Pirmasens kam der FCH über ein 0:0 nicht hinaus. Besser lief es für den FCH gegen die Topteams der Liga. Zwar gab der Aufsteiger die Punkte gegen Waldhof (1:5) und den TSV Steinbach (0:2) ab, gegen den Saarrivalen Saarbrücken (2:1), Offenbach (2:1) und Ulm (2:0) ging jedoch Homburg als Sieger vom Platz. Nach sechs Spieltagen führten die Grün-Weißen sogar die Tabelle an. Im Umfeld träumten die Fans sogar von einem möglichen Aufstieg. Jürgen Luginger blieb gelassen: „Das war nur eine Momentaufnahme.“ Zumal der FCH in Sachen Ausfälle einiges zu verkraften hatte. Neuzugang Kevin Maek, der inzwischen zu den festen Größen in der Innenverteidigung zählt, hatte lange Zeit verletzungsbedingte Probleme. Stürmer Konstantinos Neofytos plagten Knieschmerzen. Auf der Sechser-Position fehlt seit Wochen Daniel Di Gregorio. Wegen einer Kreuzband-OP im Dezember fällt er bis Saisonende aus. So schwankten auch die Leistungen.

„Konstant über einen längeren Zeitpunkt waren wir nur teilweise“, betont Luginger. Einem Höhenflug mit 13 Punkten aus fünf Spielen folgte der Rückschlag mit der 0:2-Auswärtsniederlage zuletzt bei der SV Elversberg. Mit den insgesamt 30 Treffern ist Luginger zwar zufrieden, dennoch habe die Chancenverwertung manchmal zu wünschen übrig gelassen. „Es fehlt uns die Effektivität“, bemängelt Luginger. Die wenigen wirklich guten Chancen in dieser Liga müsse man einfach nutzen, um die Punkte mitzunehmen. Diese fehlen dem FC Homburg zur absoluten Spitze.



Bester Schütze beim FCH ist Patrick Dulleck mit neun Treffern. In der aktuellen Torjägerliste der Regionalliga Südwest liegt er damit hinter Valmir Sulejamani (Waldhof Mannheim, 14 Tore) und Serkan Firat (Kickers Offenbach, elf Tore) auf Platz drei. Christopher Theisen, Neuzugang von Fortuna Köln, ist mit acht Toren zweitbester FCH-Torschütze und Sechster der Regionalliga.

Acht Neuzugänge hat Jürgen Luginger vor der Saison in seine Mannschaft integrieren müssen. Mit Christopher Theisen, Außenspieler Maurice Neubauer, Thomas Steinherr und Kevin Maek stehen aktuell vier in der Stammelf. Andreas Knipfer spielte nur sporadisch, wie auch der oft angeschlagene Sven Sellentin, während Luca Plattenhardt auf nur wenige Einsatzminuten kam. Daniel Di Gregorio hatte seinen festen Stammplatz, fällt aber nun lange aus.

Sehr zufrieden kann der FC Homburg mit dem bisherigen Zuschauerschnitt von 2416 Fans im Waldstadion sein. Die Besucherzahl aus dem Saarderby gegen den 1. FC Saarbrücken – die 9000 bedeuten in dieser Runde Ligarekord – schraubt den Wert nach oben.

Am 7. Januar bitten Jürgen Luginger und sein Trainerteam das Aufgebot zur Vorbereitung wieder auf den Platz. Ob sich der Kader verändert, ist offen. „Nach aktuellem Stand werden wir keine Winterneuzugänge vornehmen“, erklärt Luginger. Ausschließen könne er dies aber nicht. „Wenn uns Spieler verlassen wollen oder sich wirklich ein Spieler anbietet, der uns über die Saison hinaus verstärkt, dann werden wir schon nachdenken.“

Tabellarisch ist für den FC Homburg in den letzten 14 Punktspielen noch eine Verbesserung möglich. Zumindest Rang vier, den Offenbach mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto innehat, gelte es, im Auge zu behalten. Ansonsten geht es für die Homburger auch schon darum, die Weichen über die Saison hinaus zu stellen. Den Blick in Richtung Liga drei behalten die Grün-Weißen dabei fest im Visier. Herbert Eder erklärte nach dem Aufstieg in die Regionalliga: „In zwei bis drei Jahren wollen wir in die 3. Liga aufsteigen.“ An diesem Ziel wird festgehalten.